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Coronavirus: Branchen-Ticker für die Medizintechnik

Metav 2020 reloaded im März 2021 / Cleanzone nun doch digital

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Firmen zum Thema

Start-ups als innovative Vorreiter in der Krise

[Mi 06.05.2020, 14:56] Start-ups auf der ganzen Welt nutzen ihre Flexibilität und passen sich an die neue Situation an, erweitern ihr Produktangebot oder ihre Dienstleistung. Insbesondere Londoner sowie Berliner Start-ups im Bereich Medtech haben sich dieser Herausforderung bereits frühzeitig gestellt. In den letzten Wochen gab es in beiden Städten viele Unternehmen, die als Reaktion auf die Covid-19-Krise Widerstandsfähigkeit und Innovation bewiesen haben.

Health-Apps wie Ada Health und Babylon Health möchten den derzeitigen Druck auf die öffentlichen Gesundheitsdienste verringern. Beide Start-ups führen neue Funktionen in ihre Apps ein, die Nutzer dabei unterstützen sollen, einfacher Symptome von Covid-19 zu erkennen. Beide Plattformen möchten damit die Gesundheitssysteme entlasten, indem sie Unterstützung und Lösungen für Menschen anbietet, die nicht als Risikogruppe zählen.

Um das britische Gesundheitssystem NHS zu unterstützen, gehen Unternehmen neue Wege: Das 3D-Druckstudio Hobs 3D, das normalerweise große lebensechte Modelle von Bauplänen herstellt, konzentriert sich nun auf die Herstellung von Atemschutzventilen und -masken. In Zusammenarbeit mit universitären Forschungsabteilungen im Vereinigten Königreich hat Hobs 3D Prototypen gebaut und Modelle hergestellt, die in Krankenhäusern für Covid-19-Tests eingesetzt werden.

BV-Med-Webinare zu Market Access-Themen

[Mi 06.05.2020, 13:03] Was bedeutet das kontrollierte Hochfahren der Krankenhäuser für die Medtech-Industrie? Diese Frage behandelt ein Webinar von Medinform, dem Seminarservice des Bundesverbandes Medizintechnologie – BV-Med, am 19. Mai 2020. Es ist das erste Webinar einer dreiteiligen Serie zum Thema „Market Access während und nach der Corona-Krise 2020 – Herausforderungen und Chancen“. Die Experten sind Prof. Dr. Michael Wilke von der Medical School Hamburg sowie Markus Rathmayer von inspiring-health. Programm und Anmeldung unter www.BV-Med.de/events. Das zweite Webinar mit dem Titel „Neue Regeln für die Zugangssteuerung innovativer Verfahren – Was ändert sich in den § 137h SGB V, § 137e SGB V und in anderen Verfahren?“ findet am 17. Juni 2020 statt. Die Webinare zeigen anhand realer Projekte Möglichkeiten auf, wie langfristige Themen im Bereich Innovationsvergütung und Antragsverfahren auch und insbesondere in den Zeiten der Corona-Krise vorangetrieben werden können. In den Webinaren geht es um die Umsetzung des „Hochfahrens“ der Krankenhäuser, um den Stand der Entgeltverhandlungen sowie um die laufenden Verhandlungen zu Neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB) – und in wie weit diese von der Corona-Krise beeinflusst werden.

Sicherer Schutz für den Mundschutz

[Mi 06.05.2020, 09:51] Wie kann der Mundschutz sicher transportiert werden? Für wiederverwendbare Stoffmasken macht eine Verpackung Sinn, die mehr als nur sicheren Transport bietet. So wie die „Consumer Box“ von Rose Plastic Medical Packaging: Sie schützt die Masken während dem Transport und kann einfach gereinigt werden. Sozusagen ein Schutz für den Mundschutz. In der Kunststoffbox ist der Mundschutz nicht nur zuhause, sondern auch unterwegs sauber und hygienisch aufbewahrt. Nach Gebrauch wird er einfach wieder in der Box verstaut und steckt nicht lose in der Tasche. Die Box kann anschließend ohne Probleme gereinigt und desinfiziert werden.

Makerszene meets Industrie

[Mi 06.05.2020, 08:28]Die Covid19-Pandemie hat die Notwendigkeit einer nationalen und regionalen Produktion von Schutzausrüstung für medizinisches Personal und für die Bevölkerung deutlich gemacht. Hier setzt die Forschungskooperation des Laboratoriums Fertigungstechnik der Helmut-Schmidt-Universität mit der Dr. Müller GmbH aus Ahlhorn an: Gemeinsam wird der schnell entwickelte Prototyp eines Gesichtsschilds in die professionelle Massenproduktion überführt. Produziert werden sollen diese in Fab Labs, offene dezentrale Werkstätten, von denen es derzeit mehr als 1.500 weltweit gibt und die der breiten Öffentlichkeit lokal Zugang zu digitalen Fertigungsmethoden z.B. 3D-Druck bieten. Diese Einrichtungen wurden bereits unmittelbar nach Beginn der Corona-Krise von der Europäischen Kommission aufgerufen, mit ihrem Fachwissen und ihren Produktionskapazitäten vor Ort zur Überwindung von Engpässen bei Schutzausrüstungen beizutragen. Da Fab Labs häufig auf quelloffene (Open-Source-) Designs der weltweiten Maker-Community zurückgreifen, können sie schnell einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten. Sie bewegen sich damit jedoch häufig in einem rechtlichen Graubereich bei Produktsicherheits- und -haftungsfragen.

Und genau an dieser Stelle kann durch eine Kooperation zwischen bestehenden Produktionsunternehmen und der Makerszene ein großer Mehrwert entstehen: Auf der einen Seite die schnelle Entwicklung von Prototypen, die durch den 3D-Druck sehr schnell herstellt und verbessert werden können; auf der anderen Seite Erfahrung und Qualitätsstandards eines etablierten Produktionsunternehmens, um schnell in eine professionelle und massenhafte Produktion und Versorgung mit dieser Schutzausstattung überzugehen.

Lasersintern punktet bei Corona-bedingten Engpässen

[Di 05.05.2020, 15:41] FKM zählt zu den führenden Herstellern auf dem Gebiet des 3D-Printing und betreibt im oberhessischen Biedenkopf die wohl modernste Lasersinter-Fabrik in Europa. Seit gut sechs Wochen produziert das Unternehmen hier unter anderem Serienteile aus Kunststoff, die bei der Bewältigung Corona-bedingter Lieferengpässe im medizintechnischen Gerätebau und Gesundheitswesen helfen. Aus aktuellem Anlass entwickelte FKM außerdem eine modulare Mund-Nasen-Maske, die inzwischen bundesweit im Einsatz ist. Zunächst ging es nur um einige Komponenten für ein System zur Behandlung der Schlafapnoe, doch dann erreichte FKM aus England ein Eilauftrag zur Herstellung von 1.500 Gehäusen für neue Beatmungsgeräte – und kurz darauf kam die Order zur schnellen Produktion einer Großserie von Halterungen für Gesichtsfeld-Schutzschirme. Und als einem regionalen Pflegedienst die Atemschutzmasken ausgingen, realisierte das Unternehmen kurzerhand eine mehrfach verwendbare Mund-Nasen-Maske, die inzwischen in großer Stückzahl an Kliniken, Arztpraxen und Altenheime im ganzen Bundesgebiet ausgeliefert wird. Dass FKM Aufträge und Aufgaben dieser Art in Rekordzeit – mitunter innerhalb von nur 48 Stunden – erfüllen kann, liegt am konsequenten Einsatz der Lasersinter-Technik. Denn innerhalb der Kunststoffverarbeitung gibt es derzeit nur wenige Formgebungsverfahren, mit denen sich so schnell und so wirtschaftlich Bauteile und Produkte in Serie herstellen lassen wie mit dieser additiven Fertigungstechnologie. „Dabei führt uns die aktuelle Corona-Krise einmal mehr vor Augen, wie gut sich das Lasersintern für ein Troubleshooting zur raschen Überwindung von Versorgungsproblemen, Ausfallsituationen und Lieferengpässen eignet“, sagt FKM-Geschäftsführer Jürgen Blöcher.

Resiliente Produktion für nach Corona

[Di 05.05.2020, 14:20] Viele Unternehmen fahren derzeit ihre Produktion herunter oder stellen sie sogar ganz ein. Doch seit kurzem ist nicht mehr nur die Umstellung auf Corona-Krisenzeiten Thema, berichtet Dr. Tobias Heinen, Mitgründer und Geschäftsführer von Grean GmbH, einer Ausgründung des Instituts für Fabrikanlagen und Logistik der Leibniz-Universität Hannover (IFA). „Die Unternehmer beschäftigt nun schon vermehrt die Frage, wie sie die Produktion wieder hochfahren können.“ Das dürfte sehr viel schwieriger werden als das Herunterfahren. „Da die meisten Firmen ihr Netzwerk möglichst kosteneffizient gestaltet und daher kaum Bestände gelagert haben, reagieren die Wertschöpfungsketten extrem auf Störungen“, warnt Prof. Peter Nyhuis, Mitglied des WGP-Präsidiums und Leiter des IFA Hannover. „Viele Produktionsschritte wurden zudem ausgelagert, so dass Abhängigkeiten noch komplexer wurden. Produzierende Firmen müssen deswegen jetzt ihre Wertschöpfungsketten überdenken und in eine weniger kosten- und mehr leistungsorientierte Produktionsplanung und -steuerung überführen.“ Noch steckt die Industrie mitten in der Krise, doch die Rückkehr zur Normalität steht bevor. Nach Gesprächen mit vielen Unternehmen glaubt Heinen, dass die Mehrheit mit einem Hochlaufen in rund neun Monaten rechnet. Dann aber sollte vieles nicht mehr so sein, wie es vor der Corona-Krise war. Denn bislang hatte der Mittelstand ein recht stabiles Umfeld, konkretisiert Nyhuis. Produktportfolio, Lieferanten- und Kundenstruktur sind trotz Marktveränderungen im Wesentlichen erhalten geblieben. Dieses Mal ist es anders. „Die Situation hat sich für Unternehmen komplett verändert, Märkte und Kunden sind weggebrochen. Daher müssen die Firmen nun dringend die Zeit nutzen, um ihre Produktion resilienter gegenüber künftigen Krisen zu machen.“ Resilienz beschreibt hier die Fähigkeit, trotz extremer externer Schocks wie der Corona-Krise effizient zu bleiben. Das betrifft nicht nur die Nachfrage, sondern auch die Versorgungsseite, wenn etwa Lieferketten zusammenbrechen.

Kurze Lieferzeit für Ultraschall-Schweißmaschinen

[Di 05.05.2020, 13:00] Die einfachste und schnellste Art zur Herstellung von Mund- und Nasenschutzmasken aus Vlies-Textilien ist die Produktion mittels Ultraschall. Dafür hat die Sonotronic Nagel GmbH Ende April 2020 ein Ultraschall-Maschinenkonzept für Handarbeitsplätze entwickelt, das preisgünstig, schnell lieferbar und sofort einsatzbereit ist. Die Lösung besteht aus dem I-Sonic Mask Welder Duo, eine 20 kHz und eine 35 kHz Ultraschall-Standardmaschine. Das Konzept konzentriert sich auf die einfache Handhabung, kurze Taktzeiten und die Bedienerfreundlichkeit – ohne Vorkenntnisse lassen sich Mund- und Nasenschutzmasken produzieren.

Montage- und Prüfanlage für Corona-Diagnostikprodukte

[Di 05.05.2020, 11:17] Aktuell wird bei Teamtechnik eine komplexe Montage- und Prüfanlage für ein Corona-Diagnostikprodukt in Betrieb genommen. Der Automatisierungsexperte hat in den letzten Jahrzehnten einen starken Geschäftsbereich Medizintechnik aufgebaut. Ein Fokus liegt dabei auf POCT-Produkten, Schnelltests, die für eine patientennahe Labordiagnostik direkt in Klinik oder Praxis eingesetzt werden können. Zurzeit glühen die Drähte im Unternehmen heiß. „Die Nachfrage nach der Bereitstellung von Kapazitäten für Montage- und Prüfanlagen für Diagnostikprodukte ist riesig und eilig. Wir erhalten Anfragen aus dem In- und Ausland“, berichtet Frank Hack, der als Managing Director den Bereich Medtech bei Teamtechnik verantwortet. Derzeit prüfen die Teamtechnik-Spezialisten die Machbarkeit der Anfragen, denn die Lieferfristen sind aufgrund des derzeitigen Bedarfs an Testprodukten extrem sportlich.

Disposables für Corona-Antikörpertest

[Di 05.05.2020, 09:30] Für den neuen Corona-Antikörpertest von Roche werden in den kommenden Monaten enorme Mengen von Einweg-Pipettenspitzen und -Cups benötigt. Mehrere Hersteller setzen dabei auf die Performance der Netstal Elion-Baureihe von Krauss Maffei. Bis zu 230 Mio. Einheiten stößt eine All-in-One-Systemlösung pro Jahr aus. Unter Reinraumbedingungen hergestellte Einwegartikel aus Kunststoff sind ein zentrales Element in der medizinischen Diagnostik. Für den kürzlich von Roche vorgestellten SARS-CoV-2-Antikörpertest werden in den kommenden Monaten riesige Mengen von Kunststoff-Verbrauchsartikeln benötigt. Dabei handelt es sich um Racks, die mit jeweils 84 Pipettenspitzen und Reaktionsgefässen (Cups) bestückt werden. „Eine für diese Anwendung besonders leistungsstarke All-in-One-Systemlösung mit Netstal Elion Spritzgießmaschinen steht derzeit bei mehreren führenden Medizintechnik-Herstellern im Einsatz. Der jährliche Ausstoß einer solchen Hochleistungs-Anlage beträgt bis zu 230 Mio. Einheiten“, sagt Wolfgang Zangerle, Leiter Business Development Netstal bei der Krauss Maffei High Performance AG.

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