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Coronavirus: Branchen-Ticker für die Medizintechnik

Vollautomatische Desinfektionsroboter / Anlagen zur Verarbeitung von Coronavirus-Vials

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Firmen zum Thema

Masken gegen Corona - aber wie lange?

[Di 12.05.2020, 10:30] Ein Team des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) hat mithilfe von Modellen und Simulationen die Tragedauer von Schutzmasken untersucht, wobei sie unterschiedliche körperliche Anstrengung der Maskenträger miteinfließen ließen. Entscheidend für einen wirksamen Schutz sind nämlich nicht nur die Filtrationseigenschaften des Materials der Maske, sondern auch deren Feuchte, welche die Filtereffizienz beeinträchtigt. Und bei anstrengender körperlicher Arbeit wie in der Notaufnahme wird die Maske wesentlich schneller durch die Atemluft feucht als bei einem eher geistig fordernden Bürojob.

Ein weiteres Problem neben der nachlassenden Filterwirkung ist die zunehmende Verkeimung auf der Seite des Tragenden, die durch Feuchtigkeit und Körperwärme begünstigt wird. Spätestens bei einer kompletten Durchfeuchtung ist die Maske zu wechseln, denn dann besteht die Gefahr einer Infektionsbrücke zwischen tragender Person und Umgebung. Dies gilt für die effizienten Masken zum Eigenschutz (z.B. FFP-2-Masken), aber noch viel mehr für die einfacheren Varianten zum Fremdschutz. Mehr dazu hier.

Carl Zeiss Meditec spürt Corona-Krise

[Di 12.05.2020, 07:57] Laut dem Ärzteblatt hinterlässt die Corona-Krise Spuren in der Geschäftsbilanz des weltweit agierenden Medizintechnikkonzerns Carl Zeiss Meditec. „Wir haben im zweiten Quartal von Monat zu Monat eine Abschwächung verspürt“, so Vorstandschef Ludwin Monz. Das Unternehmen habe seine Fertigungskapazitäten der geringeren Nachfrage angepasst. Es gebe Kurzarbeit, aber keine der Produktionsstätten musste vorübergehend stillgelegt werden, sagte Monz. Entlassungen seien kein Thema.

Telemedizinische Versorgung von Intensivpatienten per Visitenroboter

[Mo 11.05.2020, 14:45] Die Berliner Universitätsmedizin ist auf die Behandlung von schwersterkrankten Patienten mit akutem Lungenversagen spezialisiert. Um für alle intensivpflichtigen Patienten einen hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten, unterstützen Charité-Experten die anderen Krankenhäuser per Tele-Visite bei der evidenzbasierten Therapie und tauschen sich mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten aus. „Wir stellen die intensivmedizinische Erfahrung der Charité und den evidenzbasierten Wissensstandard breit zur Verfügung und unterstützen die Versorgung intensivpflichtiger Patienten auf anderen Intensivstationen in der Region – dieser kollegiale Austausch ist im Ernstfall bei Beatmungspatienten enorm wichtig“, betont Prof. Dr. Claudia Spies, Direktorin der Klinik für Anästhesiologie mit Schwerpunkt operative Intensivmedizin. Die sogenannte telemedizinische Intensivstation basiert auf dem Innovationsfondsprojekt ERIC. Zu der Kommunikationsplattform gehört auch der Visitenroboter Vita für die Stationen vor Ort. Per Audio- und Video-Übertragung schalten sich die Charité-Experten zur gemeinsamen Visite dazu.

Schutzausrüstung im Tresor

[Mo 11.05.2020, 12:20] Schutzausrüstungen wie zertifizierte Atemschutzmasken und Schutzkleidung sind in Zeiten der Corona-Krise rar und sehr begehrt. Das musste das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Paderborn schmerzlich erfahren. Mitte April drangen Diebe in die Räumen der Geschäftsstelle ein und entwendeten 3.000 von insgesamt 15.000 vorrätigen, hochwertigen Masken. Damit die verbliebenen Masken und Desinfektionsmittel vor unbefugtem Zugriff geschützt sind, stellt das Paderborner Unternehmen Hartmann Tresore dem DRK einen großen Wertschutzschrank temporär zur Verfügung. „Das Medikamente im medizinischen Bereich in Betäubungsmitteltresoren untergebracht sein müssen, ist gesetzlich vorgeschrieben. Das aber auch medizinische Schutzausrüstungen dringend vor Diebstahl sicher aufbewahrt werden sollten, ist für viele Einrichtungen neu“, sagt Markus Hartmann, Vorstand Vertrieb der Hartmann Tresore.

Notfallgenehmigung für 3D-gedruckte Beatmungsgeräte

[Fr 08.05.2020, 09:01] Formlabs erhielt eine Notfallgenehmigung, um ein d-druck-corona/" href="https://www.devicemed.de/redirect/913983/aHR0cHM6Ly93d3cubWlzc2lvbi1hZGRpdGl2ZS5kZS8zZC1kcnVjay1jb3JvbmEv/c9ce9785ac581f6885abce29d2ad6c5c7aa43a83b67849e75e5a6292/article/" class="inf-text__link" target="_blank">3D-gedrucktes Bauteil für Beatmungsgeräte produzieren zu können. Beatmungsgeräte sind in manchen Ländern ein knappes Gut und dabei wortwörtlich lebensnotwendig. Daher stelle die U.S. Food and Drug Administration Formlabs eine Notfallgenehmigung (EUA) für ein 3D-Druckteil aus, mit welchem man BiPAP-Geräte (Geräte für Schlafapnoe), in Beatmungsgeräte umwandeln/umbauen kann. Das Unternehmen Formlabs plant, 150 3D-Drucker in einem Werk in den USA für die Produktion der Teile einzusetzen. Von diesem Werk soll das 3D-gefertigte Teil dann an Krankenhäuser und Kommunalverwaltungen in den ganzen USA verteilt werden, je nachdem wo die gedruckten Teile benötigt werden. Auch andere Krankenhäuser in den Vereinigten Staaten können die Drucker des Unternehmens benutzen, um die 3D-gedruckten Adapter vor Ort herzustellen.

3D-gedruckte Griffe für Einkaufswagen

[Fr 08.05.2020, 07:57] Das Unternehmen Materialise entwickelte in der Vergangenheit schon einen Türöffner zur Coronaprävention, mit dessen Hilfe man die Tür nicht mit den Händen berühren muss, um diese zu öffnen oder schließen. Nun stelle das Unternehmen seine neue Entwicklung vor und brachte diese auch gleich vor Ort an: Es handelt sich um d-druck-corona/" href="https://www.devicemed.de/redirect/913983/aHR0cHM6Ly93d3cubWlzc2lvbi1hZGRpdGl2ZS5kZS8zZC1kcnVjay1jb3JvbmEv/c9ce9785ac581f6885abce29d2ad6c5c7aa43a83b67849e75e5a6292/article/" class="inf-text__link" target="_blank">3D-gedruckte Griffe für Einkaufswagen. Mithilfe von 3D-Druck werden Armlehnen gedruckt und an den Einkaufswägen montiert. Dadurch müssen die Kunden des Supermarktes die Einkaufswägen nicht mehr mit den Händen berühren und haben diese sogar noch frei, um beispielsweise einen Einkaufszettel zu halten.

BV-Med: „Komplexe Medizinprodukte-Lieferketten beachten“

[Do 07.05.2020, 12:05] Der Bundesverband Medizintechnologie, BV-Med, appelliert im Vorfeld der Anhörung zum Zweiten Bevölkerungsschutzgesetz, auch in Krisenzeiten die marktwirtschaftlichen Prinzipien und die komplexen Lieferketten und Produktionsnetzwerke der Medtech-Branche zu beachten, um Versorgungsengpässe zu vermeiden. „Wichtig ist, dass die komplexen Liefer- und Versorgungsketten unserer Branche nicht durch staatliche Eingriffe wie Beschlagnahme oder Exportbeschränkungen beeinträchtigt werden“, so BV-Med-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Mehr dazu hier.

Datenschutzfreundliche Corona-Tracing-App

[Do 07.05.2020, 10:34] Das Ermitteln von Kontaktpersonen ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Tracing-Apps sollen dabei helfen: Mit ihr können diejenigen benachrichtigt werden, die sich in einem definierten Zeitraum in der Nähe der infizierten Person aufgehalten haben. Doch die technische Umsetzung birgt Missbrauchsgefahr und die bisherigen Ansätze schützen nicht in vollem Umfang die Privatsphäre. Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und des FZI Forschungszentrums Informatik, eines Innovationspartners des KIT, haben jetzt einen Vorschlag für eine App gemacht, welche die Vorteile von zentralem und dezentralem Ansatz kombiniert und so höheren Datenschutz bietet. Die Ergebnisse haben sie in einem Technical Report veröffentlicht.

Faceshields vom Medtech-Spezialisten

[Do 07.05.2020, 08:58] Normalerweise entwickeln die Ingenieure von Bluewater Medical medizinische Implantate und OP-Werkzeuge. Das jüngstes Produkt des Kieler Medizintechnik-Spezialisten kann man dagegen einfach aufsetzen. Gemeinsam mit Fertigungspartner Kreyenberg aus Norderstedt hat das inhabergeführte Unternehmen in wenigen Wochen eine Serienproduktion von Gesichtsvisieren zum Schutz vor Tröpfcheninfektion aufgezogen. Nach Ostern erfolgten die ersten Anwendertests mit Ärzten und Pflegepersonal der Notaufnahme einer Hamburger Klinik. Anhand des Feedbacks wurde das Halter-Design optimiert. Das Spritzgusswerkzeug stellte Kreyenberg in der Rekordzeit von 10 Tagen fertig, so dass die Serienproduktion am 4. Mai anlaufen konnte. „Aktuell können wir rund 1.500 Stück pro Tag herstellen, bei Bedarf lassen sich die Kapazitäten kurzfristig erweitern“, sagt Clemens Kreyenberg. Sowohl der Bund als auch das Land Schleswig-Holstein hätten sich angesichts der Corona-Pandemie klar für den Aufbau einer heimischen Produktion von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) ausgesprochen – ohne Importrisiken und lange Lieferzeiten. Lutz und Kreyenberg hoffen nun, dass Gesichtsvisiere in die öffentlichen PSA-Bedarfe aufgenommen werden, mit dem Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein stehe man bereits in Kontakt.

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