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Tecnotron Elektronikfertigung: Von der Luft- und Raumfahrt in die Medizintechnik

| Redakteur: Franz Graser

Der Elektronikfertiger Tecnotron aus Weißensberg bei Lindau steht kurz vor dem Abschluss der für die Medizin-Sicherheitsnorm DIN EN ISO 13485 erforderlichen Qualifikationen. Mit den aus der Luft- und Raumfahrttechnik gewonnenen Erfahrung sieht man sich auch für die Herausforderungen der Medizintechnik gerüstet.

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Tecnotron-Vertriebschef Steffen Rocke erwartet in Zukunft eine Zunahme an Medizintechnik-Aufträgen, die hohe Sicherheitsstandards bei der Fertigung verlangen.
Tecnotron-Vertriebschef Steffen Rocke erwartet in Zukunft eine Zunahme an Medizintechnik-Aufträgen, die hohe Sicherheitsstandards bei der Fertigung verlangen.
(Bild: Tecnotron )

Für das EEMS-Unternehmen vom Bodensee war der Schritt, das Entwickeln, Layouten und Fertigen von Baugruppen und anderen Hightech-Produkten den Medizingeräte-Herstellern auf breiterer Basis anzubieten, schon lange vorgezeichnet – durch Bewältigung von Projektaufträgen mit hohen Anforderungen an extreme Umweltbedingungen, wie sie in der Luft- und Raumfahrttechnik typisch sind.

Für Deutschland und die Schweiz gilt die Medizintechnik als eine der innovativsten Branchen der Industrie und ist gleichzeitig eine der größten Arbeitgeber. Neben wirtschaftlichen, politischen und sozialen Treibern sind auch enorme technische Neuerungen in der Medizintechnik zu verzeichnen, die gravierende Veränderungen mit sich bringen.

So werden das Verarbeiten des vermehrten Datenaufkommens von Patienten, Maschinen und Diagnosen ebenso einen Einfluss auf die Geräteherstellung haben, wie die zunehmend komplexere Technik, hervorgerufen durch umfangreiche, regulatorische Anforderungen und ein größeres Kontrollaufkommen.

War man bei tecnotron bislang auf Feldern wie der Messsensorik für Kiefergelenk-Registrierung oder mit Messsystemen für Ganganalytik im Reha-Bereich unterwegs, besinnt man sich inzwischen der Komplexität der Aufgaben, die man für die Luft- und Raumfahrt erfolgreich beherrscht. „Hier liegt die Normen-Messlatte noch um einiges höher“, meint Tecnotron-Vertriebschef Steffen Rocke: „Die dafür erforderliche ISO 9100-Zertifizierung kommt einem Marathonlauf gleich, der bergauf anzugehen ist“.

„Unsere fachliche Kondition versetzt uns in die Lage, jetzt mit der ISO 13485 ein breiteres Feld medizintechnischer Produkte zu bedienen. Das dort vorherrschende Sicherheitsniveau ist zweifelsohne für jeden EMS-Dienstleister eine Herausforderung. Unser Fertigungsstandard ist jedoch bestens dafür ausgelegt“, meint Alex Weyerich, Mitinhaber und Geschäftsführer von Tecnotron: „Wir sind personell und technisch auf diese Aufgaben gut vorbereitet und haben in Kürze die dafür erforderliche Zertifizierung absolviert.“

Dieser Artikel ist erschienen im Themenkanal Medizintechnik der Fachzeitschrift Elektronikpraxis.

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