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Medtec Europe 2017

Ein Jahr der Weichenstellung für die Medizintechnikbranche

| Redakteur: Peter Reinhardt

Neben Dauerbrennern wie Digitalisierung und ISO 13485 nun der Ausstieg der USA aus dem transpazifischen Handelsabkommen TPP sowie – nicht zu vergessen – der Brexit: 2017 dürfte ein Jahr werden, in dem sich Entscheider in der Medizintechnik besonders komplexen Entwicklungen ausgesetzt sehen. Die vom 4. bis 6. April 2017 in Stuttgart stattfindende Medtec Europe verspricht Antworten auf spannende Fragen.

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Anne Schumacher, Brand Director beim Medtec-Veranstalter UBM: „Seit diesem Jahr ist die Medtec Europe Teil unseres Pharma-Messen-Portfolios. Wir können dadurch sowohl fachlich als auch in Bezug auf Aussteller und Fachbesucher starke Synergien herstellen.“
Anne Schumacher, Brand Director beim Medtec-Veranstalter UBM: „Seit diesem Jahr ist die Medtec Europe Teil unseres Pharma-Messen-Portfolios. Wir können dadurch sowohl fachlich als auch in Bezug auf Aussteller und Fachbesucher starke Synergien herstellen.“
(Bild: UBM)

Neben global-wirtschaftlichen Themen wird ein Schwerpunkt der bereits zum 16. Mal stattfindenden Messe die zunehmende Verbindung von Medizintechnik und Pharma sein. Haben diese beiden Branchen in der Vergangenheit eher unabhängig voneinander agiert, zeigen aktuelle Entwicklungen immer häufiger sich gegenseitig befruchtende Wechselwirkungen. Innovationen im Techniksektor führen zum erhöhten Einsatz von Medikamenten und andersherum.

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Die Grenzen zwischen medizinischen Geräten und Medikamenten verschwimmen

Immer häufiger verschwimmen die Grenzen zwischen medizinischen Geräten und Medikamenten. Je nach Hauptwirkungsweise sind solche Kombinationsprodukte entweder nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) oder Medizinproduktegesetz (MPG) zuzulassen. Das Thema wird auf der Medtec Europe über mehrere Wissens- und Networkingformate bespielt. So zum Beispiel in den Sessions „Innovation in Drug Device Combination“ und „Medtec meets Pharma“ im Seminar Theatre. Dazu erklärt Anne Schumacher, Brand Director beim Veranstalter UBM: „Seit diesem Jahr ist die Medtec Europe Teil unseres Pharma-Messen-Portfolios. Wir können dadurch sowohl fachlich als auch in Bezug auf Aussteller und Fachbesucher starke Synergien herstellen.“

Megatrend Digitalisierung und E-Health

Am Megathema Digitalisierung geht auch auf der Medtec Europe 2017 kein Weg vorbei. Internet of Things, Industry 4.0 und Mobile Health sind nicht mehr nur Innovations-, sondern mittlerweile vor allem auch Businesstreiber Medtech-Industrie. Renommierte Branchenexperten wie David Kleidermacher, CSO von Blackberry, werden hierzu ihr Wissen auf der Messe in Stuttgart mit den erwarteten 7.000 Besuchern aus über 70 Ländern teilen.

VDMA-Forum feiert Premiere

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ist seit 2016 ideeller Träger der Medtec Europe und unterstützt die Messeleitung in Konzeption, Bewerbung, Organisation und Durchführung. Wie schon in den vergangenen Jahren, wird es in diesem Jahr wieder einen Gemeinschaftsstand des VDMA geben, auf dem sich auf 130 m2 insgesamt 15 Aussteller präsentieren. Erstmalig organisiert der VDMA in diesem Jahr in Halle 3 das VDMA-Forum – eine Plattform, auf der die Aussteller ihre Neuheiten in Form von Kurzvorträgen präsentieren. Die Medtec Europe stärkt damit ihre Positionierung als Messe, die die gesamte Wertschöpfung entlang der Produktionskette abdeckt.

Fraunhofer IPA organisiert Fachkonferenz „Medical Device Manufacturing“

Ebenfalls neu ergänzt in diesem Jahr erstmals eine eintägige Fachkonferenz des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) unter dem Motto „Medical Device Manufacturing“ die Messe. Dieses Format richtet sich an Entscheider aus Forschung und Entwicklung, Medizin-Ingenieure und Produktentwickler. Auf hohem Niveau werden die Teilnehmer die Möglichkeit haben, ihre Kenntnisse zu Themen wie „3D-Printing in der Medizintechnik“ zu vertiefen. Für die Konferenz unter der Leitung von Dr. Urs Schneider konnten namhafte Referenten gewonnen werden, wie unter anderem Prof. Russell Harris von der University of Leeds oder Andreas Lauth, Vorstand Technik der Bauerfeind AG.

Start-up Academy als Plattform für die Zukunft

Obwohl laut einer Erhebung von Evaluate-Med-Tech noch im Jahr 2015 gerade einmal zehn Unternehmen der Medizintechnikbranche 37 Prozent des weltweiten Umsatzes auf sich vereint haben, schaut die Branche immer stärker auf Start-ups. Diese kleinen und dynamischen Unternehmen sind es, die in besonders kurzen Entwicklungszeiten Innovationen zur Marktreife bringen können und der Branche damit wichtige Impulse geben. Die Medtec Europe gibt im Rahmen der Start-up Academy ausgewählten europäischen Gründern die Möglichkeit, sich kostenfrei einem internationalen Fachpublikum vorzustellen. Besucher können bei ihren Kurzvorträgen von den neuesten Entwicklungen erfahren und Möglichkeiten für Partnerschaften und Zusammenarbeit evaluieren.

Am zweiten Messetag findet in der VIP-Lounge zudem wieder ein Gruppentreffen der Xing-Gruppe Medizintechnik statt. „Hier ist jeder Teilnehmer seines eigenen Glücks Schmied“, verweist Gruppenmoderator Peter Reinhardt auf den Netzwerk-Charakter dieser Veranstaltung.

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