Suchen

One-Stop-Shop

Eckelmann baut Geschäftsbereich Medizintechnik aus

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Die Eckelmann AG baut ihre Aktivitäten in der Medizintechnik aus. Dr. Markus Jungmann leitet seit Frühjahr 2012 das Geschäftsfeld Medizintechnik. Auf diesem Gebiet hat sich der Wiesbadener Automatisierungsspezialist bisher vor allem als Innovationspartner des Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrums (HIT) und Subunternehmer von Siemens Healthcare einen Namen gemacht.

Firmen zum Thema

Die Kontrollsysteme für den Teilchenbeschleuniger und den Therapiebereich des Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrums wurden von Eckelmann entwickelt und geliefert
Die Kontrollsysteme für den Teilchenbeschleuniger und den Therapiebereich des Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrums wurden von Eckelmann entwickelt und geliefert
(Bild: Universitätsklinikum Heidelberg)

Die Kontrollsysteme für den Teilchenbeschleuniger und den Therapiebereich des HIT wurden von Eckelmann entwickelt und geliefert, weitere Anlagen sind derzeit im Bau. Doch auch jenseits der medizinischen Großanlagen entwickelt und produziert Eckelmann Systeme in Hard- und Software für Medizingeräte und medizinische Anwendungen. Das Unternehmen ist zertifiziert nach DIN EN ISO 13485 und versteht sich als Systemanbieter für Lösungen aus einer Hand. „Medizinische Großanlagen wie z.B. für die Partikeltherapie sind eher die Ausnahme in der Medizintechnik, aber Eckelmann ist auch ein echter Ausnahme-Lieferant für Private-Label-Medizingeräte“, betont Jungmann.

Von der Produktidee bis zur Fertigung

Eckelmann realisiert kundenspezifische Medizinsysteme von der Produktidee inklusive Machbarkeitsstudien über die strukturierte Anforderungsanalyse, die Risikoanalyse bis zu Systemdesign und Fertigung. „Das Ziel ist hierbei immer ein Produktdesign, das sowohl auf die Fertigungsabläufe perfekt abgestimmt ist als auch die frühzeitige Entwicklung von Test- und Prüfverfahren zur Validierung der Funktionen“, erklärt Jungmann. „Die Rede von ‚Design for Testability and Manufacturing‘ wird bei Eckelmann gelebt, denn unsere Hard- und Softwareentwicklung sowie die Produktion sind in einem Haus angesiedelt und kooperieren eng.“

Die qualitätsgerichteten Produktionsprozesse erfüllen hohe Anforderungen, von der Leiterplattenbestückung über den In-Circuit-Test (ICT) bis hin zur Geräteassemblierung und den Endtests mit speziell dafür entwickelten Prüfständen.

Ein anschauliches Beispiel für ein Design for Testability ist der automatisierte Test von Displays auf Pixelfehler. Über eine bereits im Design vorgesehene Schnittstelle zum Prüfstand empfängt der Prüfling hierfür Testmuster, die auf seinem Display angezeigt und von einer Kamera ausgewertet werden.

Rapid-System-Prototyping und Usability-Tests

Verschiedene, teilweise firmeneigene Tools unterstützen das Rapid-System-Prototyping und verkürzen hierbei deutlich die Phasen für Produktspezifikation und Design. Die Anwendung moderner agiler Entwicklungsmethoden wie Scrum sorgt für eine schnellere Marktreife des Medizingeräts, ohne die Dokumentation und Rückverfolgbarkeit von Anforderungen zu vernachlässigen.

„Bei Home-Care-Produkten wird die Benutzerfreundlichkeit zu einem immer wichtigeren Faktor“, greift Jungmann als Beispiel auf und erläutert: „In frühen Entwicklungsphasen erstellte User-Interface-Simulationen und Rapid-Prototype-Muster mit zunächst stark eingeschränkter Funktionalität lassen Mängel in der Handhabung und Bedienbarkeit frühzeitig erkennen. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass sich aus der Analyse von Anwendungsfällen und Usability-Tests schneller ein Verständnis für die genauen Anforderungen und Funktionen des Systems gewinnen lässt. Damit ist es auch möglich, den Kunden früh in den Entwicklungsprozess einzubinden.“

Kontakt:

Eckelmann AG

D-65205 Wiesbaden

www.eckelmann.de

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 34570760)