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Drei neue technische Kunststoffe ab Februar 2011 verfügbar:

Redakteur: Peter Reinhardt

Einkaufsführer 2011 Update: Werkstoffe:

Die BASF erweitert ihr unter dem Suffix »PRO« bekanntes Kunststoff-Portfolio für die Medizintechnik um drei neue Produkte aus zwei Materialgattungen. In kommerziellen Mengen sind die drei neuen »PRO«-Typen ab Februar 2011 verfügbar.

Im POM-Sortiment (POM: Polyoxymethylen; Polyacetal) sind dies die zwei neuen Typen »Ultraform« N2320 003 PRO und »Ultraform« H4320 PRO. Dazu kommt mit »Ultradur« B4520 PRO das erste für medizintechnische Anwendungen optimierte PBT (Polybutylenterephthalat) der BASF.

Bereits seit einigen Jahren bietet die BASF mit den S-und W-Typen des »Ultraform« PRO-Portfolios technische Kunststoffe für medizintechnische Anwendungen. Mit »Ultraform« N2320 003 PRO kommt nun eine neue Spritzgusstype mit höherer Viskosität hinzu. Sie lässt sich gut für die Herstellung dickwandigerer Bauteile verwenden, die gleichzeitig höhere Anforderungen an die mechanische Belastbarkeit stellen. Durch ihre hohe Schlagzähigkeit und Steifigkeit sollte sich die neue »Ultraform« N-Type vor allem für die Fertigung besonders strapazierter Elemente wie Funktionsteile in Insulin-Pens, Zerstäubergeräten oder Trockenpulverinhalatoren eignen.

Das ebenfalls neue „Ultraform“ H4320 PRO ist im Gegensatz dazu speziell auf die Verarbeitung im Extrusionsverfahren mit hohen Ausstoßgeschwindigkeiten ausgelegt. Es hat eine noch höhere Viskosität als die »Ultraform« N-Type, ist noch schlagzäher bei hoher Steifigkeit und Festigkeit und es verfügt über eine gute thermische Stabilität. Zielanwendungen sind hier Steckverbindungen, Griffe chirurgischer Instrumente und andere Bauteile in kleinen Stückzahlen, die über Halbzeuge gefertigt werden.

Mit »Ultradur« B4520 PRO bringt die BASF ihr erstes PBT für spritzgegossene medizintechnische Anwendungen auf den Markt. Die von PBT bekannte hohe Dimensionsstabilität wurde beim neuen »Ultradur« PRO durch ein optimiertes Schwindungsverhalten ergänzt: So erfüllt das Material die erhöhten Anforderungen an die Maßhaltigkeit medizintechnischer Bauteile. Weitere Vorteile des Werkstoffs: Er nimmt wenig Wasser auf, ist sehr beständig gegen viele Chemikalien, leicht bedruckbar und gut mit ionisierender (Gamma-)Strahlung oder Ethylenoxid zu sterilisieren.

Die Kombination von Kunststoffbauteilen aus »Ultraform« PRO und »Ultradur« PRO ermöglicht nun zusätzliche Synergien: Beispielsweise können Insulin-Pens mit sehr guten Gleitreibeeigenschaften gefertigt werden. Dabei trägt Ultraform PRO zu einer geringen Reibung zwischen den einzelnen Funktionsteilen bei, während »Ultradur« PRO als Gleitpartner dafür sorgt, störende Geräusche bei der Benutzung gar nicht erst entstehen zu lassen.

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BASF SE D-67056 Ludwigshafen www.basf.de