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Pionierpreis 2014 Drei Medtech-Start-ups im Rennen um rund 100.000 Schweizer Franken

| Redakteur: Peter Reinhardt

Die Finalisten für den Pionierpreis 2014 stehen fest. Aus über 30 Einreichungen hat die Jury die drei vielversprechendsten Start-ups gewählt. Sie arbeiten an Lösungen zum kontaktfreien Knochenschneiden, zur Katheter-Navigation und -Messung sowie an einem innovativen Konstruktionsprinzip für chirurgische Handinstrumente.

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Am 8. April wird der mit 98.696,04 Franken dotierte Pionierpreis – 10.000-facher Wert der Zahl Pi im Quadrat – an einen der drei Finalisten AOT, Medyria oder Monolitix vergeben.
Am 8. April wird der mit 98.696,04 Franken dotierte Pionierpreis – 10.000-facher Wert der Zahl Pi im Quadrat – an einen der drei Finalisten AOT, Medyria oder Monolitix vergeben.
(Bild: Technopark Zürich)

AOT, Medyria oder Monolitix: Eine dieser Firmen erhält am 8. April den mit 98.696,04 Franken dotierten Preis – dem 10.000-fachen Wert der Zahl Pi im Quadrat. Der Pionierpreis prämiert jährlich ein Projekt an der Schwelle zum Markteintritt. Auswahlkriterien sind besondere Innovationskraft, Marktnähe und gesellschaftliche Relevanz.

Kontaktfreies Knochenschneiden

Die AOT AG verfolgt die Vision des kontaktfreien Knochenschneidens auf Basis von Laser-, Roboter-, Sensor- und Navigationstechnologien. Damit sollen die traditionellen mechanischen Schneidwerkzeuge durch kalte Laser-Photoablation ersetzt werden. Das erste von AOT entwickelte medizinische Produkt ist das Carlo System (Computers Assisted, Robot-guided Laser Osteotome), das bei komplexen Schädeleingriffen die Knochen schneidet. Es bietet neben völlig neuen Schnittgeometrien große Präzision, schnellere Heilung und mehr Sicherheit.

Schnelle und sichere Katheter-Navigation und -Messung

Das Medtech-Start-up Medyria AG entwickelt technische Lösungen für die Katheter-Navigation und -Messung. Ziel ist, Katheter-Prozeduren schneller, sicherer und effektiver zu machen. Den Kern bilden das sensor-basierte System Flowcath für die Messung des Blutdurchflusses sowie die Trackcath-Technologie zur Verarbeitung der Blutdurchflussdaten und Navigation der Katheter bei minimal-invasiven Eingriffen.

Chirurgische Handinstrumente ohne Kontaminationsgefahr

Als Spin-off der Empa und ETH Zürich hat die Monolitix AG ein innovatives Konstruktionsprinzip für chirurgische Handinstrumente entwickelt. Dieses verzichtet komplett auf klassische Lager und Gelenke und stellt eine Lösung für das Problem der Verschleppung von Keimen in Aussicht. Damit Beweglichkeit und Lastübertragungsfähigkeit der Produkte dennoch gewährleistet bleiben, wird – ähnlich dem Prinzip einer Pinzette – gezielt die Flexibilität des Materials genutzt. Dieses Konstruktionsprinzip verhindert Spalten, in denen sich Bakterien oder Viren ablagern können. Zudem zeichnen sich die Instrumente von Vorteilen wie Reibungs- und Verschleißfreiheit sowie reduziertem Montageaufwand aus. Das senkt die Herstellkosten.

10 bis 15 Mio. Schweizer Franken Risikokapital

Die Zürcher Kantonalbank weist in der Finanzierung von Jungunternehmen langjährige Erfahrung auf. 2005 hat die Bank die Initiative Pionier lanciert. Sie investiert jährlich 10 bis 15 Mio. Schweizer Franken Risikokapital. Ziel der Initiative ist, innovative Start-ups bereits frühzeitig mit professioneller Beratung und Finanzierungsmöglichkeiten zu unterstützen und damit den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern.

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