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Fraunhofer MEVIS Doppelspitze am Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Prof. Horst Karl Hahn und Prof. Ron Kikinis werden ab 1. Mai 2014 gemeinsam die Führung des Bremer Fraunhofer-Instituts übernehmen. Beide verfolgen das Ziel, Informationen, die in medizinischen Bildern enthalten sind, optimal für die Patientenversorgung zu nutzen.

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Prof. Horst Karl Hahn (links) und Prof. Ron Kikinis übernehmen ab 1. Mai gemeinsam die Führung des MEVIS.
Prof. Horst Karl Hahn (links) und Prof. Ron Kikinis übernehmen ab 1. Mai gemeinsam die Führung des MEVIS.
(Bild: Fraunhofer MEVIS)

Neue bildgebende Verfahren werden in der Medizin immer wichtiger: Ultraschall, Computertomographie und Magnetresonanz-Tomographie erlauben bereits heute detaillierte Einblicke ins Innere des menschlichen Körpers. Doch die Entwicklung geht weiter: Die Geräte ermöglichen immer umfangreichere und komplexere Messungen. Mit entsprechender Software können die Daten zusammengeführt und analysiert werden. Die so gewonnenen Informationen erleichtern medizinische Entscheidungen und helfen dadurch Patienten – genau dies ist das gemeinsame Interesse der beiden neuen Institutsleiter.

Ein Physiker und Informatiker ...

Horst Karl Hahn (41) kennt die Bedürfnisse und Herausforderungen der klinischen Praxis. Ausgebildet als Physiker und Informatiker entwickelt er seit 15 Jahren Algorithmen, mit denen sich medizinische Bilddaten in maßgeschneiderte Lösungen für die Diagnose und Therapie umsetzen lassen. Die unter seiner Leitung entwickelten Methoden werden bereits in der Krebsdiagnostik, in der Neurologie, bei der Planung von chirurgischen Eingriffen sowie in der Strahlentherapie eingesetzt. Hahn ist nicht nur für mehrere nationale und europäische Verbundprojekte verantwortlich, sondern seit 2011 auch Professor für Medical Imaging an der Jacobs University Bremen. Im Oktober 2012 übernahm er die kommissarische Leitung des MEVIS.

... und ein Pionier der computergestützten Medizin

Ron Kikinis (58) ist einer der Pioniere der computergestützten Medizin: 1990 gründete er am Brigham and Women‘s Hospital der Harvard Medical School das Surgical Planning Laboratory (SPL), seit 2004 ist er Professor für Radiologie an der Eliteuniversität. „Das SPL war eines der ersten Labors, das die interdisziplinäre Grundlagenforschung in ein klinisches Umfeld eingebettet hat“, erklärt Kikinis. Der promovierte Mediziner ist außerdem Principal Investigator der National Alliance for Medical Image Computing, einem Netzwerk von US-Forschergruppen auf diesem Gebiet. Zum 1. Januar 2014 wurde Kikinis auf den Lehrstuhl für Medical Image Computing am Fachbereich Mathematik/Informatik der Universität Bremen berufen. Künftig wird er sowohl in Boston als auch in Bremen tätig sein, mit dem Ziel, die Forscher im Gebiet der computergestützten Medizin diesseits und jenseits des Atlantiks zusammenzubringen.

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