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Digitalisierung: Deutsche sorgen sich um persönliche Daten

| Autor/ Redakteur: Kathrin Schäfer / Kathrin Schäfer

70 Prozent der Deutschen können sich eine elektronische Patientenakte vorstellen – sorgen sich aber um die Sicherheit ihrer Daten.

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Viele Bürger machen sich Sorgen um den Schutz ihrer persönlichen Daten, wenn Dienstleistungen in der Medizin immer stärker digitalisiert und automatisiert werden.
Viele Bürger machen sich Sorgen um den Schutz ihrer persönlichen Daten, wenn Dienstleistungen in der Medizin immer stärker digitalisiert und automatisiert werden.
( Bild: gemeinfrei )
  • PwC-Studie: 75 Prozent sind mit der Gesundheitsversorgung zufrieden
  • Hausarzt statt Dr. Google: Ihm vertrauen Versicherte am meisten
  • Deutsche fürchten Datenmissbrauch

Insgesamt sind die Deutschen mit der Qualität der medizinischen Versorgung vergleichsweise zufrieden, wie 75 Prozent bestätigen; davon bezeichnen sich 19 Prozent sogar als „sehr zufrieden“. Das hat eine repräsentative Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 1.000 Bürgern gezeigt. Dennoch sehen sie auch Schwachstellen, vor allem bei der fachärztlichen Versorgung – so wünschen sich 58 Prozent schnellere Termine bei Fachärzten.

Die Probleme des Gesundheitswesens sind bei Patienten angekommen

Weiteren Handlungsbedarf erwarten die Befragten in den kommenden drei bis fünf Jahren bei der Sicherung der ärztlichen Versorgung auf dem Land (47 Prozent) und der Gewinnung und Bindung von Pflegepersonal (43 Prozent). „Unsere Analyse zeigt, dass die großen Probleme des Gesundheitswesens längst bei den Versicherten angekommen sind“, sagt Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswesen und Pharma bei PwC in Deutschland. „Der Gesundheitssektor muss sich dem dramatischen Fachkräftemangel bei Ärzten und Pflegekräften ebenso wie der medizinischen Unterversorgung in vielen ländlichen Regionen dringend stellen und zukunftsfähige Lösungen entwickeln. Nur so lässt sich die Zufriedenheit der Bürger mit dem Gesundheitssystem langfristig erhalten.“

Versicherte haben Angst vor Missbrauch ihrer Daten

Gesundheitsinformationen aus dem Netz sind das eine – wie steht es mit anderen innovativen Versorgungsformen im Zuge der Digitalisierung? Am ehesten können sich die Deutschen den Einsatz der Elektronischen Patientenakte vorstellen, wie 70 Prozent angeben. Sie ermöglicht die reibungslose Übermittlung von Patientendaten – etwa vom Hausarzt an den Facharzt. Gerade ältere Patientengruppen, bei denen es hohen Abstimmungsbedarf gibt, befürworten die Elektronische Patientenakte.

Diejenigen, die sie ablehnen, haben Angst vor dem Missbrauch ihrer Daten. Allgemein machen sich viele Bürger Sorgen um den Schutz ihrer persönlichen Daten, wenn Dienstleistungen in der Medizin immer stärker digitalisiert und automatisiert werden. Die Mehrheit wünscht sich daher von Bund und Ländern sowie von Krankenhäusern, Arztpraxen und Krankenversicherungen, dass diese mehr für den Schutz von Daten tun. „Medizinische Einrichtungen sollten deutlich stärker als bisher in die Informationssicherheit investieren, um sich – und vor allem ihre Patienten – vor Cyberkriminalität zu schützen“, rät PwC-Experte Michael Burkhart.

Der Hausarzt gewinnt gegen Dr. Google

Grundsätzlich sind die Versicherten mit dem Zugang zu medizinischen Leistungen in puncto Wartezeit auf einen Termin und räumliche Nähe einverstanden – das gilt zumindest für den Hausarzt: 47 Prozent sind mit dem Zugang zu seinen Leistungen „sehr zufrieden“, immerhin noch 40 Prozent „einigermaßen zufrieden“. Kritischer bewerten die Befragten niedergelassene Fachärzte und Kliniken. Lediglich 13 Prozent der Fachärzte und 15 Prozent der Krankenhäuser erreichen die Bestwerte. „In diesem Punkt zeigt sich, dass lange Wartezeiten im Gesundheitswesen nach wie vor keine Einzelfälle sind“, sagt Gesundheitsexperte Burkhart. „Ärzte unterschätzen noch immer, wie wichtig Service im Gesundheitswesen ist.“

Auch wenn Versicherte sich über Gesundheit informieren, steht der Hausarzt an erster Stelle – weit vor Dr. Google. Während 70 Prozent ihren Hausarzt ansprechen, landet das Internet mit 49 Prozent nur auf dem zweiten Platz der beliebtesten Informationsquellen. Der Hausarzt gilt als besonders vertrauenswürdig. Insgesamt fühlt sich die Mehrheit (63 Prozent) aber gut über die eigene Gesundheit informiert.

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