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ZVEI-Studie „Digitalisierung darf nicht an kleinen Unternehmen vorbeigehen“

| Redakteur: Reinhold Schäfer

Eine Studie des ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie – zeigt, dass es bei der Digitalisierung von Unternehmen, bei mittelständischen und besonders bei kleineren noch einen großen Nachholbedarf gibt.

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ZVEI-Präsident Michael Ziesemer: „Rund 20 % der Umsätze erwirtschaften die Unternehmen der Elektroindustrie mit digitalen Produkten.“
ZVEI-Präsident Michael Ziesemer: „Rund 20 % der Umsätze erwirtschaften die Unternehmen der Elektroindustrie mit digitalen Produkten.“
(Bild: Reinhold Schäfer)

Eine Studie des ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie – zeigt, dass es bei der Digitalisierung von Unternehmen, bei mittelständischen und besonders bei kleineren noch einen großen Nachholbedarf gibt. Die Studie, die mit Hilfe des Fraunhofer ISI und der IW Consult entstand, brachte laut ZVEI-Präsident Michael Ziesemer auch zum Vorschein, dass die Elektroindustrie als Leitbrache der Digitalisierung führend ist: „20 % der Umsätze erwirtschaften unsere Unternehmen mit digitalen Produkten. Zwar liegen wir im Branchenvergleich damit weit vorn, doch gesamtwirtschaftlich tröstet es nicht, besser als die anderen zu sein. Denn Digitalisierung funktioniert nicht ‚autistisch‘, sondern im Zusammenspiel.“ Es gehe schließlich um die durchgehende Digitalisierung kompletter Wertschöpfungsnetzwerke – vom Lieferenten bis zum Kunden.

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Dr. Karl Lichtblau, Geschäftsführer IW Consult: „Die Studie zeigt deutlich, je kleiner die Unternehmen sind, desto weniger haben sie ihre Strategie auf digitale Transformation ausgerichtet.“ Dabei zeige sich eine deutlich Grenze bei einer Mitarbeiterzahl von 500. Und auch dort gebe es einen Unterschied zwischen den Branchen, besonders die Elektroindustrie sei hier Vorreiter, über 40 % der Unternehmen über 500 Mitarbeiter hätten dort bereits ihre Strategie „in hohem Maße“ auf Digitalisierung ausgerichtet, während es bei den großen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes nur knapp über 20 % sind, so Lichtblau.

Prof. Dr. Knut Koschatzky vom Fraunhofer ISI: „Die Digitalisierung ist eine große Chance für die deutsche Volkswirtschaft.“ Diese könne jedoch nur genutzt werden, wenn industriefähige Breitbandstrukturen geschaffen werden und die Unternehmen an allen Standorten Zugang dazu erhielten. Gerade in den neuen Bundesländern sieht man dass, es zwar gute Verbindungen zu den Wohngebieten gebe, aber nicht zu den Industriegebieten. Dies sei einfach nicht hinnehmbar.

Der ZVEI empfehle deshalb verstärkt in Weiterbildung und in den Breitbandausbau zu investieren. Für erste Infos zur Studie rät Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der Geschäftsführung des ZVEI, die Internetseiten des ZVEI aufzusuchen, dort stehe auch, wo sich die Kompetenzzentren von Industrie 4.0 und die neuen zur Digitalisierung befinden.

Dieser Artikel ist erschienen auf www.maschinenmarkt.vogel.de.

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