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Investmentprojekte Die Zukunft von Start-ups berechnen und bewerten

Autor / Redakteur: Autor | Sven von Loh / Peter Reinhardt

Viele Medizintechnikhersteller leiden unter Wettbewerbsdruck, Me-too-Produkten und sinkenden Erträgen. Beteiligungen an Start-ups sollen dazu beitragen, die Unternehmenszukunft zu sichern. Durch ein neues Bewertungsverfahren sinkt das Investitionsrisiko.

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Start-up-Experte Sven von Loh: „Eine zweistufige Start-up-Due-Diligence ermöglicht die faktenbasierte Einschätzung des Investitionsrisikos. Zukunftsaussichten von Beteiligungsvorhaben lassen sich so schon früh umfassend bewerten und Risiken beizeiten aufdecken.“
Start-up-Experte Sven von Loh: „Eine zweistufige Start-up-Due-Diligence ermöglicht die faktenbasierte Einschätzung des Investitionsrisikos. Zukunftsaussichten von Beteiligungsvorhaben lassen sich so schon früh umfassend bewerten und Risiken beizeiten aufdecken.“
(Bild: Sven von Loh)

Die Entscheidung der Geschäftsführung der Apogepha Arzneimittel GmbH, sich in Form einer strategischen Partnerschaft an der Biotech-Firma Uro-Tiss zu beteiligen, war richtig. Inzwischen kann deren innovatives Produkt Muko-Cell Patienten mit Verengungen der Harnröhre Schmerzen und Komplikationen nach Operationen ersparen.

Selbstverständlich ist ein solcher Beteiligungserfolg jedoch nicht. Denn Unternehmen, die sich an Start-ups beteiligen möchten, um Märkte am Rande des eigenen Geschäftsmodells zu erschließen, stehen vor der Herausforderung, ihre potenziellen Investments richtig zu bewerten, um später keine Verluste hinnehmen zu müssen. Das Problem: In der Regel nutzen Verantwortliche eindimensionale Methoden, um Branchenattraktivität, Marktpotenzial und künftige Wettbewerbsposition von Start-ups zu analysieren.

Stärken und Schwächen von Start-ups erkennen

Doch diese Verfahren taugen nur bedingt und führen oft zu reinen Bauchentscheidungen. Schließlich ist bei Start-ups die Zukunft zu bewerten, nicht die Vergangenheit. Zudem gibt es die Zielmärkte häufig noch nicht. Aber selbst wenn diese bereits existieren, befinden sie sich häufig im Wandel. Somit fehlt die Basis für aussagenstarke Erfolgs- und Finanzplanungen.

Wer die Stärken und Schwächen junger Unternehmen und Ideen erkennen will, benötigt eine Bewertungsmethode, die in der Lage ist, Unsicherheiten, unrealistische Zukunftsprognosen und unstimmige Hypothesen im Vorhaben von Start-ups frühzeitig aufzudecken. Ideal ist ein mehrdimensionales Modell, das die relevanten Erfolgsfaktoren betrachtet.

Dazu gehören Wertversprechen, Geschäftsmodell, Disruptions- sowie Skalierungspotenzial und langfristige Innovationsfähigkeit. Das Schlüsselkriterium ist das Wertversprechen. Kunden suchen nicht nach Produkten oder Dienstleistungen, sondern nach Lösungen für ihre Probleme. Daher ist eine Beurteilung des Wertversprechens losgelöst vom eigentlichen Geschäftsmodell elementar. Darüber hinaus sind die psychologischen, kulturellen Charakteristiken des Gründerteams, deren Auswirkungen auf den Führungsstil und das Management der Kundenbeziehungen zu analysieren. Das Ergebnis spiegelt die Risiken und vor allem den disruptiven Wirkungsgrad wider.

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