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Siemens Financial Services Die Top-3-Investitionsbereiche für die digitale Transformation des Gesundheitswesens

| Redakteur: Peter Reinhardt

Die drei wichtigsten Investitionsbereiche für die digitale Transformation des Gesundheitswesens identifiziert eine neue Studie von Siemens Financial Services (SFS). Sie beziffert auch ganz konkret die Kapitalinvestitionen, die in den nächsten fünf Jahren zu leisten sind.

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Kai-Otto Landwehr, Siemens Financial Services: „Wir können jede Finanzierungslösung sowohl für die jeweiligen Technologien als auch für unternehmensweite digitale Transformationen an den besonderen klinischen Bedarf und den Cashflow-Bedarf einer Organisation anpassen.“
Kai-Otto Landwehr, Siemens Financial Services: „Wir können jede Finanzierungslösung sowohl für die jeweiligen Technologien als auch für unternehmensweite digitale Transformationen an den besonderen klinischen Bedarf und den Cashflow-Bedarf einer Organisation anpassen.“
(Bild: SFS)
  • Diagnostik, Telemedizin und intelligente, digitalisierte Krankenhäuser sind die Top-3-Investitionsbereiche
  • Investitionen übersteigen die normalen Kapitalbudgets
  • Spezialisierte Anbieter passen Finanzierungslösungen den wirtschaftlichen Verhältnissen an

Die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung gilt allgemein als Grundvoraussetzung, damit Gesundheitseinrichtungen die weltweit steigende Nachfrage bewältigen können. Eine aktuelle Studie von Siemens Financial Services (SFS) beleuchtet nun den Umfang der notwendigen Investitionen und zeigt auf, wie Gesundheitseinrichtungen diese Herausforderung bewältigen können.

Investitionen von knapp 14 Mrd. Euro in den nächsten fünf Jahren

Dafür hat SFS Experten weltweit befragt – darunter spezialisierte Unternehmensberater, wissenschaftliche Kommentatoren, nationale Gesundheitsämter, Ärztekammern und Einrichtungen zur Akutversorgung –, um zu verstehen, wo die Befragten das größte Potenzial der Digitalisierung im Gesundheitswesen sehen. Als die drei wichtigsten Investitionsbereiche zur Digitalisierung wurden von den Befragten hervorgehoben:

  • Neue Generation digitalisierter und/oder mobiler Diagnostik (4,1 Mrd. Euro): Die Digitalisierung wirkt sich sowohl auf die Verwaltung und das Management der diagnostischen Verfahren als auch auf die Leistung der Diagnosegeräte selbst aus. Durch die digitale Verknüpfung von Geräten kann beispielsweise der klinische Einsatz optimiert werden. Mobile Diagnosegeräte erlauben schnellere Diagnosen und Dringlichkeitseinstufungen von Patienten sowie den bestmöglichen Einsatz des Personals und der Geräte.
  • Telemedizinische Remote-Zugriffs- und Kommunikationsplattformen (5,1 Mrd. Euro): Telemedizin gibt Patienten die Möglichkeit, einen Arzt über räumliche Entfernungen hinweg zu konsultieren. Dieses Versorgungskonzept kann so dabei helfen, den in vielen Gesundheitssystemen herrschenden Fachkräftemangel auszugleichen. Zudem können auch Ärzte auf Geräte und Systeme an anderen Standorten zugreifen. Des Weiteren gaben die Befragten an, dass eine Verknüpfung von Hardware mit Systemen und (klinischen) Experten sowie eine digitale Verbindung zwischen Arzt und Patient der Schlüssel zu Wertschöpfung und Rendite in der Remote-Medizin seien.
  • Intelligente, digitalisierte Krankenhäuser (4,6 Mrd. Euro): Es gibt eine Vielzahl von Anwendungen für smarte Krankenhäuser. Beispielsweise stellt eine digitalisierte Bestandsverfolgung sicher, dass sich die richtigen Geräte und die richtige Technologie zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort befinden. Damit lassen sich Verzögerungen und Fehlbelegungen erheblich reduzieren. Durch vorausschauende Instandhaltung unter Verwendung digitaler Daten (von physischen Geräten) stehen wertvolle Technologien und Ausstattung dann zur Verfügung, wenn diese benötigt werden. Diese Technologien tragen außerdem wesentlich zur Zufriedenheit der Patienten bei und senken gleichzeitig die Behandlungskosten.

Nach vorsichtiger Einschätzung von SFS werden somit in Deutschland allein für diese drei Investitionsbereiche in den nächsten fünf Jahren Investitionen von knapp 14 Mrd. Euro anstehen.

Für die digitale Transformation braucht es spezialisierte Finanzdienstleister

Die Mehrheit der Befragten wies ferner darauf hin, wie wichtig es sei, Technologie, Geräte, Kompetenzen und Ressourcen für die digitale Transformation erwerben zu können, ohne knappes Kapital binden zu müssen. Das erfordert spezialisierte Finanzdienstleister und Finanzierungslösungen. Mit deren Hilfe können Gesundheitseinrichtungen zum Beispiel neueste Technologien nutzen und dabei nur die erbrachten Leistungen zahlen, statt Geräte kaufen zu müssen (Pay-per-Use). In die Entwicklung entsprechender Finanzierungslösungen müsse das Know-how der Finanzierungsexperten bezogen auf digitale Technologien oder Prozesse einfließen.

„Mit unserem Fachwissen über den Gesundheitssektor können wir jede Finanzierungslösung, sowohl für die jeweiligen Technologien als auch für die unternehmensweite strategische digitale Transformation, an den besonderen klinischen Bedarf und den Cashflow-Bedarf einer Organisation anpassen“, erklärt dazu Kai-Otto Landwehr, Leiter des Commercial-Finance-Geschäfts von Siemens Financial Services in Deutschland und Vorsitzender der Geschäftsführung der Siemens Finance & Leasing GmbH. Es gäbe bereits heute eine Reihe von alternativen Finanzierungslösungen, die neueste Technologien für Gesundheitseinrichtungen bezahlbar machen. „Damit sparen diese wertvolles Kapital und nutzen zugleich die Vorteile der Digitalisierung“, so Landwehr.

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