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Die Szene für industriellen 3D-Druck trifft sich in Frankfurt

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Gut besucht: 307 Aussteller aus 28 Ländern waren auf der Formnext 2016 und präsentierten 13.384 Besuchern ihre Technologien.
Gut besucht: 307 Aussteller aus 28 Ländern waren auf der Formnext 2016 und präsentierten 13.384 Besuchern ihre Technologien. (Bild: Mesago/Thomas Klerx)

Zum zweiten Mal hat in Frankfurt die Formnext als Fachmesse für industriellen 3D-Druck stattgefunden. Mit Ausstellern wie Eos, Concept Laser oder Formlabs waren auch Ausrüster für die Medizintechnik am Start.

Als Schaufenster und Impulsgeber des Zusammenspiels von Additive Manufacturing und konventionellen Technologien möchte der Veranstalter Mesago Messe Frankfurt die Formnext verstanden wissen. Der Fokus der Veranstaltung richtet sich auf die nächste Generation intelligenter industrieller Produktion.

Ihr Debüt feierte die Formnext 2015. In ihrem nun zweiten Jahr überzeugte die Veranstaltung vom 15. bis 18. November 2016 mit ihrem facettenreichen Angebot aus Entwicklungen und Weltpremieren.

Zu diesen Premieren gehören beispielsweise die Exponate der Firma Concept Laser. So ermöglicht das Maschinenkonzept der Mlab Cusing 200R die Herstellung größerer Bauteile als bisher bei erhöhter Produktivität, ohne dass die Anlage an ihrer gewohnten Kompaktheit einbüßt. Konkret bedeutet dies, die Laserleistung wurde auf nun 200 Watt verdoppelt, die Baufläche um 23 Prozent auf 100 x 100 mm2 (x,y) und das Bauvolumen um 54 Prozent erweitert. Auf der zeitgleich in Düsseldorf stattfindenden Messe Compamed wurde Concept Laser mit dieser Maschine in der Kategorie Suppliers für den Devicemed Award nominiert.

Und das sind die Gewinner ...

Devicemed Award zur Compamed 2016

Und das sind die Gewinner ...

17.11.16 - Drei Trophäen hatte Devicemed-Chefredakteur Peter Reinhardt in diesem Jahr zu vergeben. Zwei der drei Preisträger haben die Besucher der Compamed, die Leser von Devicemed und die Mitglieder der Xing-Gruppe Medizintechnik gekürt. lesen

Der Laser im Fokus

Der Lasersystemhersteller Trumpf hat auf der Formnext seine neuen 3D-Drucker Tru-Print 3000 und Tru-Print 5000 vorgestellt. Die Mittelformatmaschinen basieren auf der Fertigungstechnologie Laser Metal Fusion (LMF) und generieren komplette Bauteile per Laser Schicht für Schicht im Pulverbett. Die Bauteile können eine Größe von bis zu 300 mm Durchmesser und 400 mm Höhe haben. Mit einem Wechselzylinderprinzip, das einen schnellen Wechsel der Bau- und Vorratszylinder ermöglicht, und der industrietauglichen Peripherie, zielen die neuen Anlagen auf die Serienproduktion von komplexen metallischen Bauteilen ab.

Prototypen für Medizinprodukte günstig 3D-drucken

Generative Fertigung

Prototypen für Medizinprodukte günstig 3D-drucken

23.06.15 - Seit mehreren Monaten wird 3D-Druck in der Medizintechnik von Messeveranstaltern als Zukunftstrend gehandelt. Inzwischen nimmt das Thema additive Fertigung auf Produktebene an Fahrt auf. Sei es mit der Verleihung eines Innovationspreises an den Medtec-Europe-Aussteller Formlabs oder der Eröffnung eines auf Rapid Prototyping spezialisierten Open Innovation Space von Fab Lab und Ottobock in Berlin. lesen

In Frankfurt hat Trumpf außerdem eine Partnerschaft mit Siemens bekannt gegeben. Ziel ist es, das Laserschmelzverfahren Laser Metal Fusion (LMF) zu industrialisieren und somit die additive Fertigung von Metallteilen fest im Produktionsprozess zu verankern. Die beiden Unternehmen bündeln ihre Kompetenzen und arbeiten gemeinsam an einer Softwarelösung für die Datenvorbereitung von Teilen für den 3D-Druck. Damit soll der Prozess für das pulverbettbasierte LMF-Verfahren für 3D-Drucker von Trumpf vereinfacht und in die Software NX von Siemens integriert werden. Die Lösung reicht von der Entwicklung und Konstruktion bis hin zur Datenvorbereitung von Bauteilen für den 3D-Druck mittels des integrierten Trumpf-Build-Prozessors.

Additive Fertigung mit Flüssigkeiten

German Rep-Rap, Hersteller für FFF-3D-Drucker und Dow Corning, Anbieter von Silikonen und Technologie auf Siliziumbasis, zeigten mit dem LC-3335 3D-Druck-Silikonkautschuk von Dow Corning eine neue Methode zur Additiven Fertigung von Flüssigkeiten. Der druckfähige Silikonkautschuk bietet neue Designoptionen, unter anderem für Anwendungen in Gesundheitssektor.

Eos hat auf der Formnext seine additiven Fertigungs- und Softwarelösungen vorgestellt – darunter das skalierbare Eos-Shared-Modules-Konzept zur Optimierung aller Schritte rund um den AM-Bauprozess, die integrierte Fertigungssoftware Eosprint 2.0 sowie Eostate Exposure zur Echtzeitüberwachung des Bauprozesses.

Sitzt, passt, wackelt und hat Luft

3D-Druck

Sitzt, passt, wackelt und hat Luft

13.06.16 - Ob in der Forschung, der industriellen Fertigung oder im Krankenhaus: Der 3D-Druck revolutioniert die Medizintechnik. Denn mit ihm lassen sich Medizinprodukte passgenau fertigen. Welche Chancen bietet der Markt? Und welche Technik ist dafür bereits verfügbar? lesen

Insgesamt waren es 307 Aussteller aus 28 Ländern, die den 13.384 Besuchern ihre Technologien präsentierten. Sascha F. Wenzler, Bereichsleiter Formnext beim Veranstalter Mesago Messe Frankfurt GmbH, zieht deshalb eine erfolgreiche Bilanz: „Die Formnext 2016 setzt ein klares Statement. Sie hat sich schon mit der zweiten Veranstaltung als feste Größe im Messekalender der Fachwelt etabliert. Dieser Erfolg spiegelt sich sehr deutlich in einer um mehr als 50 Prozent gestiegenen Ausstellerzahl aus 28 Ländern und einem Besucherplus von 49 Prozent wider.“ Die Formnext 2017 findet vom 14. bis 17. November in Frankfurt am Main statt.

Weitere Artikel zum Thema Additive Manufacturing finden Sie in unserem Themenkanal Fertigung.

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