EPHJ-EPMT-SMT

Die Preisträger der Challenge „Watch Medtech Innovation“

| Redakteur: Peter Reinhardt

Vier Preisträger werden von nun an ein Jahr lang bei der Umsetzung ihrer vielversprechenden Projekte betreut.
Vier Preisträger werden von nun an ein Jahr lang bei der Umsetzung ihrer vielversprechenden Projekte betreut. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Hauptziel der Challenge „Watch Medtech Innovation“ anlässlich der Schweizer Fachmesse EPHJ-EPMT-SMT ist, auf der Grundlage kollektiver Intelligenz neue, fachübergreifende Projekte zu entwickeln, zu unterstützen und zu begleiten. Schon vor der Messe wurden nun die vier Preisträger gekrönt.

Nachdem aktuelle und früher Aussteller des Salons aufgefordert worden waren, medizintechnische Projekte einzureichen, prüfte die Jury der Challenge unter dem Vorsitz von Benoìt Dubuis, Präsident der Stiftung Inartis, zahlreiche Bewerbungen und wählte die folgenden Preisträger aus:

  • Sy & Se – Eine nachhaltige Alternative zu Klebstoff: Die Verbindung von Metallen oder Keramik mit Glas ist ein gängiger Vorgang, bei dem Klebstoff zum Einsatz kommt. Diese Methode ist sehr verbreitet, birgt jedoch Fehlerpotenzial und Einschränkungen. Sy & Se sorgt mit ICB (Impulse Current Bonding) für eine polymerfreie Lösung, mit der sich Verbünde von herausragender Festigkeit und Dichtigkeit herstellen lassen.
  • Kejako – Nicht-invasive Behandlung der Weitsichtigkeit: Kejako entwickelt eine rechnergestützte, nicht-invasive, mikrochirurgische Technologie zur Behandlung der Weitsichtigkeit.
  • Positive Coating – ALD-Technologie (Atomic Layer Deposition) für Stents: Mit der Atomic Layer Deposition (ALD) der Firma Positive Coating lassen sich unter Vakuum Nanometer dünne Schichten metallischer Oxide auftragen. Die Technologie findet in vielen Bereichen Anwendung, vor allem bei der Ummantelung von Stents.
  • Swiss Motion Technologies – Maßgeschneiderte Liner für Prothesen: Das Unternehmen will Mikrotechnologie einsetzen, um Personen mit amputierten Gliedmaßen maßgeschneiderte Liner für ihre Prothesen anzubieten und so die Kompression optimal kontrollieren zu können.

Die vier nominierten Projekte erhalten jeweils 5.000 Schweizer Franken, mit der sie die ersten Grundlagen für ihre Idee legen können, bevor sie der Jury Ende 2018 ein ausgefeilteres Projekt vorlegen. Ferner dürfen sie die Infrastruktur des Gemeinschaftslabors und der Projektschmiede der Stiftung Inartis in der Univercité in Renens (Waadt) nutzen. Zudem können sie sich im sogenannten Health Valley auf den einzigartigen Erfahrungspool der Unternehmen und Experten der Stiftung Inartis stützen.

Anfang 2019 gibt die Jury das beste Projekt bekannt. Danach geht der Wettbewerb in eine neue Runde.

Auf dem Salon EPHJ-EPMT-SMT leiten die Experten, welche die Finalisten der Challenge betreuen, und die Jurymitglieder eine Diskussionsrunde. Diese beschäftigt sich mit der Frage, wie man am besten von der Idee zum Prototypen gelangt. Die Diskussionsrunde findet am Donnerstag, 14. Juni um 14.30 Uhr statt.

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