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Hannover Messe 2016 Die Hannover Messe 2016 öffnet ihre Tore

Redakteur: Frank Jablonski

Angela Merkel und Barack Obama eröffnen die Hannover Messe 2016 und betonen die Bedeutung der transatlantischen Zusammenarbeit. Aber ein anderer erhält an diesem feierlichen Abend Szenenapplaus.

Man merkt, dass sich beide gut verstehen: Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama bei der Eröffnung der Hannover Messe 2016.
Man merkt, dass sich beide gut verstehen: Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama bei der Eröffnung der Hannover Messe 2016.
(Bild: Deutsche Messe AG)

Eine lange Reihe Kuka-Roboter bewegt sich rhythmisch mit Tänzern und spielen mit ihnen eine Performance. Der "Tanz" soll den Robotern menschliche Züge geben, und schließlich winken sie zur Verabschiedung mit einer deutschen und amerikanischen Flagge.

Das zentrale Thema in fast allen Reden ist jedoch das geplante Freihandelsabkommen TTIP, das nicht zuletzt durch Demonstrationen und Querschüsse aus der Regierungsbank noch keine ausgemachte Sache ist.

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So klingt der Aufruf von US-Präsident Obama irgendwo zwischen Flehen und Drohen: "Wenn wir es nicht schaffen, TTIP in diesem Jahr erfolgreich auf den Weg zu bringen, wird sich das Fenster der Möglichkeiten schließen. Genauso, wie ich meine Bereitschaft gezeigt habe, mein politisches Kapital zu investieren, rufe ich alle europäischen Führer auf, es mit und Angela Merkel gleich zu tun, um wieder ein Programm des Wachstums einzuläuten."

Nach ihren Freundschaftsbekundungen Richtung Obama kommt auch Merkel schnell zum Thema TTIP: "Jedes Handelsabkommen, denken wir nur an das mit Südkorea, hat zu wirtschaftlichem Erfolg in Europa geführt. Das Zeitfenster ist eng, darum lassen sie uns daran arbeiten!" In Bezugnahme zur Hannover Messe fährt sie fort: "Über die transatlantische Partnerschaft wird viel gesprochen, doch hier kann man sie von ihrer praktischen Seite sehen."

Die digitale Agenda verschmelze mit der realen Produktion. Ventile, Autos, Fahrstühle liefern Daten. Data Minging schaffe Mehrwerte und intelligente Systeme gäben Chancen. "Hier die Standards zu setzen sollte unser Anspruch sein. Wir haben diese Schlacht noch nicht gewonnen. deshalb schätzen wir den Austausch auf dieser Messe ganz besonders."

Michael Ziesemer bekommt Szenenapplaus

ZVEI-Präsident Michael Ziesemer betont in seinem Grußwort wie wichtig aus Sicht der Industrie ein Schulterschluss der Vereinigten Staaten von Amerika und Europa ist: "Nur eine Zusammenarbeit führt zum Ziel. Es lohnt sich für beide Länder, die IT- und Internetkompetenz einerseits und Technik wie intelligente Sensoren, Antriebe, Steuerungen andererseits zusammen zu bringen!"

Er forderte, die gesellschaftlichen Fragen der Digitalisierung stärker zu diskutieren. Es müsse gelingen, Vertrauen herzustellen. Szenenapplaus bekommt Ziesemer als er sagt: "Heute heißt das Ziel vieler Auswanderer Europa. Abschottung hilft uns nicht. Wir brauchen mehr denn je ein starkes und geeintes Europa!"

Kooperation und Zusammenarbeit sei wichtig, genauso wie die Freiheit der Märkte aber auch eine Verständigung auf Basis gemeinsamer Werte. Dann spricht er die Regierungschefs direkt an: "Herr Obama, Frau Merkel, die deutsche Industrie weiß um ihren persönlichen Einsatz und ist ihnen dankbar! Wir müssen Beziehungen ausbauen und pflegen. Was wir nicht brauchen, ist Populismus an den Rändern."

Als weiteres Highlight wurde auch wieder der Hermes-Award verliehen. In diesem Jahr steht auch das Gewinner-Produkt aus dem Hause Harting ganz im Zeichen von Industrie 4.0. Was das besondere am Produkt ist, lesen Sie in der ersten Ausgabe von MM - Die Messe Daily, die morgen erscheint oder hier im Beitrag vorab:

Dieser Artikel ist erschienen auf MM Maschinenmarkt.

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