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Siemens Healthcare

Diagnose und Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen

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Um chirurgische und minimal-invasive Eingriffe am Herzen optimal planen und durchführen zu können, benötigen Ärzte möglichst realistische Informationen über das Patientenherz. Im Premium-Echokardiographiesystem Acuson SC2000 Prime Edition hat Siemens daher zwei Technologien miteinander kombiniert:

  • eine transösophageale Echokardiographie-Sonde (TEE), die über die Speiseröhre eingeführt wird, und erstmals detaillierte dreidimensionale Farbdoppleraufnahmen der Herzanatomie und des Blutfluss in Echtzeit liefert, und
  • die Analysesoftware eSie Valves, die innerhalb weniger Sekunden automatisch die individuellen Herzklappen ausmisst und damit deutlich schneller arbeitet als bislang verfügbare Software.

Die Darstellung des Herzens in Echtzeit soll insbesondere die Untersuchung und Behandlung von Patienten mit Herzrhythmusstörungen erleichtern. Gegenwärtige Verfahren der Bildgebung mit 3D-TEE fügen im Computer mehrere Herzschläge zusammen („Stiching“), und errechnen daraus die Herzfunktion aus aufeinanderfolgenden Herzzyklen – was bei Arrhythmien zu Bild-Artefakten führen kann.

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Seit Juni ist die Siemens Technologie auf dem europäischen Markt verfügbar und hat sich offenbar bereits in der klinischen Praxis bewährt.

„Mit der real-time 3D TEE-Sonde von Siemens sieht man die komplette Herzanatomie und den Blutfluss, das macht wirklich einen Unterschied. Sie ermöglicht es, Herzklappeneingriffe genauer und zuverlässiger durchzuführen – was zur Sicherheit des Patienten beitragen und das Operations-Ergebnis verbessern kann. Das ist ein großer technologischer Fortschritt“, sagt Kardiologieprofessor Stephane Lafitte, Hôpital Cardiologique CHU in Bordeaux, Frankreich.

Viele Patienten können aufgrund ihres Alters oder Gesundheitszustandes nicht am offenen Herzen operiert werden. Daher haben sich minimal-invasive Behandlungen zu einer wertvollen therapeutischen Alternative entwickelt und gehören mittlerweile zur klinischen Routine.

Ein Beispiel ist die Erweiterung verengter Herzkranzgefäße (Koronoarstenosen) mittels perkutaner Intervention (PCI). Hier werden Stenosen über Ballonkatheter geweitet, um den Blutfluss wieder herzustellen. Damit die Gefäße dauerhaft offen bleiben, setzen Kardiologen im Rahmen einer PCI Stents oder Scaffolds, also bioresorbierbare Gefäßstützen, die trotz der Bewegungen des schlagenden Herzens millimetergenau platziert werden müssen.

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