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Deutscher Zukunftspreis für bionisches Handhabungssystem

Redakteur: Peter Reinhardt

Bundespräsident Christian Wulff hat am Abend des 1. Dezember die Entwickler des Projektes »Vorbild Elefantenrüssel - ein Hightech-Helfer für Industrie und Haushalt« mit dem Deutschen Zukunftspreis 2010 ausgezeichnet. Der Preis für Technik und Innovation ist mit 250.000 Euro dotiert und würdigt sowohl die Entwicklung des Verfahrens als auch dessen erfolgreiche Umsetzung in den Markt.

Dr. Peter Post und Markus Fischer von Festo in Esslingen und Andrzej Grzesiak vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart haben mit ihren Teams einen einzigartig flexiblen Handling-Assistenten nach dem Muster von Konstruktionsprinzipien aus der Natur für eine neue Generation vielseitig einsetzbarer Assistenzsysteme geschaffen.

Das bionische Handhabungssystem, das an einen Elefantenrüssel erinnert, besteht aus einem mechatronischen Rüssel, einem Greifer und drei Fingern. Seine Besonderheit ist eine enorme Anpassungsfähigkeit: Greifer und Finger können sehr behutsam selbst rohe Eier, Tomaten oder ein Glas Wasser anfassen und ebenso sachte mit Tieren und Menschen umgehen.

Das Problem von Robotern, die heute in der industriellen Produktion schwere, eintönige oder gefährliche Tätigkeiten verrichten, ist ihre Ungelenkigkeit und fehlende Sensibilität. Der neuartige Handling-Assistent, der bislang als Prototyp existiert, ermöglicht den Bau von Assistenzsystemen, die Menschen ohne Verletzungsgefahr zur Hand gehen können. Und sie sollen über mögliche Anwendungen in der Industrie hinaus künftig in der Rehabilitation und zur Unterstützung von kranken oder gebrechlichen Menschen dienen – etwa, indem sie Speisen, Getränke oder Medikamente holen und reichen. Das würde mehr Lebensqualität für diese Menschen bedeuten.

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Festo AG & Co. KG D-73734 Esslingen www.festo.com