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Sensorik Den Ausfall von Geräten verhindern

Auf der virtual.COMPAMED 2020 hielt Dr. Ronny Leuschner von der SMT ELEKTRONIK GmbH einen Vortrag, wie spezielle Sensorik dazu beiträgt, dass medizintechnische Geräte nicht ausfallen. COMPAMED.de hat zum Thema mit ihm gesprochen.

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Dr. Ronny Leuschner
Dr. Ronny Leuschner
(Bild: Messe Düsseldorf GmbH)

Herr Dr. Leuschner, Sie haben einen Vortrag gehalten zum Thema „Sensoring emergency cases: prevent medical devices from failure“. Wie kann man sicherstellen, dass Geräte nicht ausfallen?

Wir haben Geräte entwickelt, die gefährliche Situationen beim Transport und der Lagerung erkennen. Unsere Betrachtung schließt dabei die gesamte Lieferkette mit ein. So wird auch der innerbetriebliche Transport überwacht, zum Beispiel das Umsetzen von komplexen Bauteilen in einer Werkhalle bis hin zum Aufspannen dieser in einer Vorrichtung. Eine kontinuierliche Messung verschiedener physikalischer Größen wie Beschleunigung, Stoß, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und -druck gibt einen lückenlosen Bericht. Dies hilft unseren Kunden, falls bei unsachgemäßem Gebrauch ein Schaden entsteht, zu wissen, wie die Bedingungen während dieses Schadensereignisses waren. Daraus können sie ableiten, wie groß ein Schaden ist und wie man schnellstmöglich eine Reparatur durchführen kann. Dies spart im Notfall Kosten und Zeit.

Werden nur Einzelteile geprüft oder das komplette Gerät? Oder beides?

In der Regel überprüfen wir das gesamte Gerät. Beim Einsatz von Datenloggern an vormontierten Baugruppen können aber auch Teile von komplexen Geräten überwacht werden. Letztendlich werden diese Komponenten zu einem finalen Gerät montiert, das der Endkunde dann bei sich nutzt. Die Betrachtung der gesamten Lieferkette gibt somit ein sehr gutes Bild ab, ob alle überwachten Bauteile ohne Schadenereignis im Endprodukt vorliegen.

(Bild: Messe Düsseldorf GmbH)

Wünschen sich Ihre Kunden spezifische Tests für ihre Produkte oder handelt es sich um bestimmte Standardtests?

Wir versuchen immer maßgeschneiderte Lösungen für das spezifische Produkt unseres Kunden, welches überwacht werden soll, zu finden. Demnach ist es größtenteils tatsächlich so, dass unsere Geräte kundenspezifisch konfiguriert werden, was über die Software auf den Geräten realisiert wird. Die Sensorik und Elektronik ist hingegen meist Standard.

Gibt es Produkte, die besonders schwierig zu prüfen sind?

An und für sich schon, denn wir betrachten jedes Kundenprodukt für sich einzeln, bezogen auf seine Eigenarten. Oftmals sind es mechanische Eigenschaften, zum Beispiel bei großen massiven Gütern, die wir dann beim Transport überwachen und kontrollieren. Es gibt sehr schwere Geräte, die mehrere Hundert Tonnen wiegen. Darin können Konstruktionen enthalten sein, die mechanisch sensibel hinsichtlich eines Stoßes oder auch Schräglagen sind. Demgegenüber stehen aber Anforderungen zum Beispiel bei Lasersystemen, in denen sehr leichte optische Linsen exakt in ihrer Position bleiben müssen. Die Schwierigkeit besteht darin, den Spagat zwischen beiden Welten von sehr schweren und extrem leichten Produkten zu meistern.

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