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Elektronische Abrechnung (DTA) Das Deutsche Medizinrechenzentrum setzt auf Telemonitoring

Redakteur: Peter Reinhardt

Durch eine immer älter werdende Bevölkerung nehmen altersbedingte und chronische Erkrankungen zu, was unsere Gesellschaft vor große medizinische und ökonomische Aufgaben stellt. Einen wichtigen Beitrag zur Lösung der damit einhergehenden Probleme kann das Telemonitoring leisten. Auch das Deutsche Medizinrechenzentrum (DMRZ) hat nun angekündigt, in Zukunft Schnittstellen zur Übertragung solcher diagnostischer Messwerte in sein Online-System anzubieten.

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Das Deutsche Medizinrechenzentrum (DMRZ) will Leistungserbringern des Gesundheitswesens eine Plattform zur Verfügung stellen, um auch das Telemonitoring via Internet mit den Krankenkassen abzurechnen.
Das Deutsche Medizinrechenzentrum (DMRZ) will Leistungserbringern des Gesundheitswesens eine Plattform zur Verfügung stellen, um auch das Telemonitoring via Internet mit den Krankenkassen abzurechnen.
(Bild: DMRZ)

Beim Telemonitoring werden Patienten mit Geräten zur Messung von Vitaldaten wie Gewicht, Blutdruck und Herzfrequenz ausgestattet. Übermittelt werden solche systembezogenen und diagnostischen Daten von den Endgeräten beim Patienten direkt an spezielle Plattformen im Internet, wo sie analysiert werden und dem Betreuer oder dem behandelnden Arzt in übersichtlicher Form zur Verfügung stehen.

Noch gibt es Verzögerungen bei der Einführung der Telemedizin

Trotz der positiven Effekte, die viele Experten dem Telemonitoring bescheinigen, gab es im März einen Rückschlag für ein entsprechendes Gesetz. Eigentlich sollte vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) bis Ende März 2013 geprüft werden, inwieweit telemedizinische Leistungen in den Katalog der Gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden können. Doch die Politiker haben die Frist verstreichen lassen. So gibt es noch immer keine EBM-Ziffer.

Dabei gehen viele Experten davon aus, dass sich durch den flächendeckenden Einsatz von Telemonitoring in einem Zug die Lebensqualität und -erwartung chronisch kranker Patienten steigern und die Gesamtkosten für die Behandlung von Krankheiten wie Diabetes, Herz- und Lungenkrankheiten im Vergleich zur Standardbehandlung um 10 bis 50 Prozent senken lassen.

Wenn es losgeht mit der Telemedizin, ist das DMRZ mit dabei

Trotz der derzeitigen Rückschläge erscheint die Telemedizin zumindest bei Indikationen wie etwa COPD und Asthma als eine Möglichkeit, Patienten künftig optimaler zu betreuen. Schon etabliert ist die Überwachung der Lungenfunktion nach Lungentransplantation. Interessant sei nach Meinung von Experten darüber hinaus die Überwachung von ambulanten Beatmungspatienten und von Patienten mit pulmonaler Hypertonie.

Beim DMRZ ist man sich derweil sicher, dass die Politik eine Lösung finden wird, und bereitet sein Online-System darauf vor, in Zukunft auch Vitalwerte importieren zu können, wovon vor allem Pflegedienste und Ärzte profitieren werden. Das Deutsche Medizinrechenzentrum (DMRZ) stellt sonstigen Leistungserbringern des Gesundheitswesens eine Internet-Plattform zur elektronischen Abrechnung (DTA) mit den Krankenkassen zur Verfügung. Wer damit abrechnet, braucht keine Software und geht keinerlei Verpflichtungen ein: So gibt es weder Mindestvolumen noch eine zeitliche Bindung an das DMRZ.

VDE-Studie ermittelt bis zu 70 Prozent geringere Kosten

Auch der VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.) hat im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „Technologie und Dienstleistungen im Demografischen Wandel“ eine Studie verfasst, aus der sich positive Effekte der Telemedizin ableiten lassen. Entscheidend für die Einsparungen sind der Studie zufolge die bis zu 70 Prozent geringeren Kosten für stationäre Behandlungen durch die frühzeitige Erkennung von Veränderungen, aber auch durch einen verbesserten Umgang des Patienten mit seiner Erkrankung.

Telemonitoring führe demnach zu einer höheren Behandlungsqualität, zu einer besseren Therapietreue sowie zu einer Reduzierung von Risikofaktoren für Hospitalisierungen und schwere Folgeerkrankungen. Um diese Potenziale zu erschließen, sei allerdings eine Systemänderung des heutigen Versorgungssystems hin zu einer effizienteren, an Qualität und klinischen Endpunkten orientierten Behandlung erforderlich. Eine zukünftige ambulante Regelversorgung für chronisch Kranke sollte auf standardisierten Verfahren aufgebaut sein, ein unabhängiges Qualitätsmanagement beinhalten und die Möglichkeit einer leistungsabhängigen Vergütung vorsehen.

Kontakt:

Deutsches Medizinrechenzentrum GmbH

D-40549 Düsseldorf

www.dmrz.de

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