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Coronavirus: Branchen-Ticker für die Medizintechnik Kooperation für Massenproduktion / Norm für Krankenhausreinigung

| Autor / Redakteur: Julia Engelke / Miriam Grob

Vier unterschiedliche Branchen aus dem deutschen Mittelstand mit einer Mission: die derzeitige Versorgung an Schutzmasken zu gewährleisten. Derweil hat das Deutsche Institut für Normung (DIN) einen Entwurf für die Norm DIN 13063 zur Krankenhausreinigung bereitgestellt.

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Seit Mittwoch den 11.3.2020 betrachtet die Weltgesundheitsorganisation die Corona-Krise als Pandemie. Bleiben Sie mit dem Branchen-Ticker von Devicemed über das Geschehen in der Medizintechnik auf dem Laufenden.
Seit Mittwoch den 11.3.2020 betrachtet die Weltgesundheitsorganisation die Corona-Krise als Pandemie. Bleiben Sie mit dem Branchen-Ticker von Devicemed über das Geschehen in der Medizintechnik auf dem Laufenden.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )
  • Kooperation für Massenproduktion
  • Norm für Krankenhausreinigung
  • 3D-Druckerfarm produziert Masken
  • DEVK spendet 10.000 Atemschutzmasken
  • Schutzgesetz für Medizinfirmen
  • Hilfe aus dem 3D-Drucker
  • Arbeitsrechtliche Aspekte in der Corona-Krise
  • Computertomografie zum Nachweis von Covid-19

Kooperation für Massenproduktion

[Di 26.05.2020, 10:22] Vier unterschiedliche Branchen aus dem deutschen Mittelstand mit einer Mission: die derzeitige Versorgung an Schutzmasken zu gewährleisten. Die Sonotronic Nagel GmbH hat dafür eine komplette Produktionsstraße mit Ultraschall-Systemen ausgestattet. In weiterer Kooperation mit dem Fraunhofer IPT aus Aachen und des Maschinenbauers IBF Automation aus Freudenberg, hat die Moss GmbH die Fertigungsanlage beauftragt. Ziel: Pro Tag bis zu 600.000 qualitativ hochwertige, mit Ultraschall konfektionierte Masken zu produzieren und das zu 100 Prozent Made in Germany.

Der Einsatz von Sonotronic konzentrierte sich bei diesem Projekt auf die effiziente Integration der Ultraschall-Werkzeuge, welche die Vliesstoffe miteinander verschweißen. Die Ultraschall-Komponenten werden am Firmenstandort in Karlsbad nach hohen Qualitätsstandards hergestellt und gewährleisten damit hohe Verfügbarkeiten und kurze Lieferzeiten.

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Norm für Krankenhausreinigung

[Mo 25.05.2020, 11:28] Krankenhäuser stehen bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie vor vielfältigen Herausforderungen. Eine besondere Voraussetzung für einen erfolgreichen Kampf gegen das Virus ist die Hygiene in medizinischen Einrichtungen. Dazu gehört insbesondere auch die Reinigung. Die Norm DIN 13063 „Krankenhausreinigung - Anforderungen an die Reinigung und desinfizierende Reinigung in Krankenhausgebäuden und anderen medizinischen Einrichtungen“ setzt genau hier an. Im Rahmen des Erarbeitungsprozesses der Norm hat DIN (Deutsches Institut für Normung) einen Entwurf zur Kommentierung durch die Fachöffentlichkeit bereitgestellt. In Deutschland existieren bislang beispielsweise die Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO), an denen sich Krankenhäuser bei der Erstellung ihres einrichtungsspezifischen Hygieneplans orientieren. Einen einheitlichen Reinigungsstandard für deutsche Krankenhäuser gibt es bislang jedoch nicht. Der Norm-Entwurf legt nun erstmalig Anforderungen für die Krankenhausreinigung fest. Mehr als 40 Experten haben ihn erarbeitet, darunter Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft, von Fachverbänden und Politik sowie Hygieneexperten und Vertreter des DIN-Verbraucherrats.

3D-Druckerfarm produziert Masken

[Mo 25.05.2020, 09:24] Craft Unique, ein ungarischer 3D-Drucker-Hersteller setzt seinen 3D-Druckermodell Craft Bot im Kampf gegen COVID-19 ein, um persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu fertigen. Um mehr PSA in kürzerer Zeit fertigen zu können investierte das Unternehmen jetzt in eine eigne Druckerfarm in Ungarn. Diese besteht aus 12 Druckern, Software und Printmaterialien. In dieser 3D-Printfarm wurden schon etwa 5.000 Masken additiv gefertigt, welche an ungarische Krankenhäuser und Unternehmen in der Umgebung überreicht wurden. Auch Vertriebspartner in anderen Ländern sind von der Idee angetan und wollen das Konzept umsetzen.

In Deutschland stellten schon drei Partner von Craft Unique ihre Produktion auf die Fertigung von Masken, sowie weiterer medizinischer Materialien um. Dabei kommen neben dem Craft Bot auch noch andere 3D-Drucker des ungarischen Unternehmens zum Einsatz. 3dl.berlin stellt neben den Masken auch Gesichtsvisiere mithilfe von 3D-Druck her. 5.000 Gesichtsschutzschilder konnte das Unternehmen schon an Krankenhäuser weitergeben. Zum Druck werden verschiedene Modelle des Craft Bot verwendet. Die Drucker laufen rund um die Uhr, um weitere Schutzausrüstung zu produzieren. Heuron druckt Masken im Ruhrgebiet. Dort werden auch verschiedene Modell des Craft Bot eingesetzt, um Masken zu produzieren, welche nicht nur an medizinisches Fachpersonal, sondern auch an die Polizei, Feuerwehr, Kosmetiker oder Privatpersonen ausgegeben werden. Ein weiteres Unternehmen aus der 3D-Druck-Branche nutzt diverse Craft Bot-Modelle für den Druck von Gesichtsvisieren und Mund-Nasen-Masken: Ruhrsource. Mehr als 1.000 Visiere und Türöffner produzierte das Unternehmen seit Ende März zum Selbstkostenpreis.

DEVK spendet 10.000 Atemschutzmasken

[Fr 22.05.2020, 13:15] Die DEVK hat 10.000 FFP2-Masken an die Marienhaus Stiftung gespendet, einem der größten christlichen Träger von sozialen Einrichtungen in Deutschland. „Als wir Mund-Nasen-Masken für unsere Mitarbeitenden bestellen wollten, bekamen wir das Angebot, auch die FFP2-Masken einzukaufen“, sagt Hans-Joachim Nagel, Leiter Unternehmenskommunikation bei der DEVK. „Wir haben jedoch keinen Bedarf an medizinischen Masken. Deshalb haben wir uns sofort dazu entschlossen, die Masken stattdessen zu spenden, damit sie Menschen schützen, die sie dringend brauchen.“ Zunächst wurden die 10.000 Exemplare an das Zentrallager der Stiftung in Neunkirchen geliefert. Von dort werden sie nach Bedarf an die einzelnen Einrichtungen verteilt.

Schutzgesetz für Medizinfirmen

[Mi 20.05.2020, 14:51] Das Bundeskabinett hat heute den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vorgelegten Entwurf zur Novellierung der Außenwirtschaftsverordnung (AWV) beschlossen. Im Mittelpunkt dieser 15. AWV-Novelle steht der Gesundheitssektor. Zukünftig greift eine Meldepflicht, wenn unionsfremde Unternehmen Anteile von mehr als 10 Prozent an deutschen Unternehmen erwerben wollen, die Impfstoffe, Arzneimittel, persönliche Schutzausrüstung (zum Beispiel Mund-Nase-Masken) oder Medizingüter zur Behandlung hochansteckender Krankheiten (unter anderem Beatmungsgeräte) entwickeln oder herstellen. Die Novelle tritt mit Verkündung im Bundesanzeiger in Kraft. Altmaier: „Mit der aktuellen Novelle der Außenwirtschaftsverordnung stellen wir sicher, dass die Bundesregierung von kritischen Unternehmenserwerben im Gesundheitssektor erfährt und diese prüfen kann. Die aktuelle Corona-Krise zeigt, wie wichtig medizinisches Know-how und eigene Produktionskapazitäten in Deutschland und Europa in Krisensituationen sein können. Gleichzeitig ist die Novelle ein wichtiger Beitrag zur dauerhaften Aufrechterhaltung eines funktionierenden Gesundheitssystems in Deutschland.“

Hilfe aus dem 3D-Drucker

[Mi 20.05.2020, 09:48] Das Tübinger Kompetenzzentrum Additive Fertigung (KAF) arbeitet an der Frage, wie dringend benötigte Ersatzteile für medizinische Geräte und Schutzausrüstung für Krankenhaus- und Pflegepersonal in der Corona-Krise schneller beschafft werden können. Hilfe kommt von der Solid Line AG: Der führende Anbieter von Software für die 3D-Konstruktion unterstützt das KAF mit Lösungen für die Erstellung von Prototypen und die optimierte additive Fertigung. Erste Ergebnisse der Zusammenarbeit sind neue Atemschutzmasken, Gesichtsschutzvisiere sowie Ventile und Verteiler für Beatmungsgeräte.

Für die Herstellung solcher Ausrüstung hat das PLM-Systemhaus dem Kompetenzzentrum Additive Fertigung, das zum Universitätsklinikum Tübingen (UTK) gehört, unter anderem auch einen SLS-3D-Drucker zur Verfügung gestellt. SLS steht für selektives Lasersintern, mit dem Verfahren kann zum Beispiel medizinisches Nylon verarbeitet bzw. gedruckt werden. Dieses Material ist laut den Worten von Mike Gregor, Leiter 3D-Druck bei Solid Line, dampfsterilisierbar und kann auch ohne Folgeschäden mit Desinfektionsmitteln gereinigt werden. Hergestellt werden daraus zum Beispiel Rahmen als Halterungen für Gesichtsschutzschilde bzw. Gesichtsvisiere. Darüber hinaus erhielt die UTK von Solid Line 1.000 komplette Visiere in Form einer Spende.

Arbeitsrechtliche Aspekte in der Corona-Krise

[Di 19.05.2020, 10:50] Medinform, der Seminarservice des Bundesverbandes Medizintechnologie - BV-Med, informiert in einem Webinar am 17. Juni 2020 über ausgewählte arbeitsrechtliche Aspekte im Rahmen der Corona-Krise unter dem Titel „Entgeltfortzahlung, Kurzarbeit & Co.“. Referent ist Rechtsanwalt sowie Steuer- und Arbeitsrechtsexperte Dr. Tobias Nießen von der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg. Programm und Anmeldung unter www.bvmed.de/events.

Die aktuelle Corona-Pandemie stellt auch die Unternehmen der Medizintechnik-Branche vor große Herausforderungen. Viele Geschäftsführer und HR-Verantwortliche müssen sich mit Themen wie Home Office, Kurzarbeit, Quarantäne, Kinderbetreuung und anderen personellen Strukturfragen beschäftigen. Das Webinar klärt über arbeitsrechtliche Aspekte sowie steuer- und sozialversicherungsrechtliche Rahmenbedingungen von Kurzarbeit auf. Es richtet sich an HR-Verantwortliche, Geschäftsführer sowie weitere Interessierte aus der Medtech-Branche und mittelständischen Unternehmen.

Computertomografie zum Nachweis von Covid-19

[Mo 18.05.2020, 14:11] Native Niedrigdosis-Computertomografie (ND-CT) kann Covid-19 bei Patienten mit klinischen Symptomen mit einer zum Abstrich vergleichbaren Sensitivität nachweisen und von anderen Erkrankungen derselben klinischen Symptomatik mit hoher Spezifität unterscheiden, berichtet das Ärzteblatt. Zu diesem Ergebnis kommen Christiane Kuhl und Co-Autoren aus der Universitätsklinik Aachen und dem Krankenhaus Düren. Sie analysierten die Daten von 191 Patienten, die mit Covid-19-Symptomen im Zeitraum vom 18. März bis 5. Mai 2020 in die Kliniken kamen und sowohl Abstrich/PCR-Testung als auch ND-CT-Untersuchung erhielten.

Bdtronic beliefert Medizingeräteproduktion

[Mo 18.05.2020, 10:33] Aufgrund der Covid-19-Pandemie ist der Bedarf an Beatmungsgeräten und Analysegeräten zur Patientenüberwachung sprunghaft gestiegen. Bdtronic unterstützt die Medizingerätehersteller bei der Erhöhung ihrer Produktionskapazitäten. Für die Medizingerätesparte von Philips stellt das Unternehmen eine hochkomplexe Anlage her, die Komponenten für Monitore für Patientenüberwachungsgeräte fertigt. Dabei kann sich Philips auch in Zeiten hoher Nachfrage auf Bdtronic verlassen.

Bei der Fertigung der Patientenüberwachungsgeräte kommt neben der Dosier- auch die Plasmatechnologie VP4 zum Einsatz. Für das reibungslose Zusammenspiel der Prozessschritte inklusive der Überwachung der Prozessgenauigkeit ist Bdtronic verantwortlich. „Als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie haben wir die Produktion wichtiger Gesundheitstechnologie deutlich gesteigert. Diese kommen sowohl in mobilen als auch in festinstallierten Geräten auf Intensivstationen oder in Operationssälen zum Einsatz. Die Überwachung der Vitalparameter ist bei der Patientenversorgung von entscheidender Bedeutung und ein wichtiger Bereich der Medizintechnik.“, erklärt Dr. Dieter Haase, Geschäftsführung bei Philips Medizin Systeme Böblingen.

Deutschland bleibt bei Corona-Tests vorne

[Fr 15.05.2020, 15:02] Der Verband der Diagnostica-Industrie e.V. (VDGH) begrüßt die Entscheidung der Gesundheitspolitik, die Testung auf das Coronavirus SARS-CoV-2 weiter auszudehnen. Künftig soll im Umfeld besonders gefährdeter Personen verstärkt getestet werden, z. B. in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Alteneinrichtungen und ihren Belegschaften. Auch symptomfreie Personen können getestet werden. „Deutschland weitet seine Teststrategie aus und bleibt zugleich zielorientiert“, sagt Dr. Martin Walger, Geschäftsführer des VDGH.

Nach dem Beschluss des Deutschen Bundestages hat der Bundesrat heute den Weg frei gemacht für das „Zweite Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“. Unabhängig von einer bestehenden Symptomatik haben Versicherte künftig einen Anspruch auf bestimmte Testungen für den direkten Erregernachweis oder auf das Vorhandensein von Antikörpern gegen das Coronavirus. Das Nähere hierzu wird in einer Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit geregelt. Das Gesetz schafft ferner die Grundlage dafür, dass die Testung von Krankenhauspatientinnen und -patienten, z. B. bei Aufnahme, Verlegung oder Entlassung durch ein Zusatzentgelt finanziert wird. In Deutschland sind im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie bislang schon über drei Millionen Tests durchgeführt worden. Das frühzeitige und umfangreiche Testen gilt international als vorbildlich.

Druckkontrolliertes Beatmungsgerät entwickelt

[Do 14.05.2020, 15:44] Immer mehr Menschen, die in der 3D-Branche tätig sind, entwickeln Tools, welche gegen die Ausbreitung des Coronavirus von Nutzen sind. Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie entwickeln Hage Sondermaschinenbau und Hage3D in enger Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Graz ein druckkontrolliertes Beatmungsgerät für Notfälle.

Bei Hage Sondermaschinenbau und Hage3D hat man in den letzten zwei Wochen intensiv an der Entwicklung zweier Prototypen von kurzfristig verfügbaren, druckkontrollierten Beatmungsform für Krisen- bzw. Notsituationen zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie gearbeitet. Erste Varianten auf Basis eines Beatmungsbeutels und eines Pneumatikzylinders wurden schon entwickelt, gedruckt und getestet. In Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Graz wurde eine funktionstüchtige, überwachte Maschine entwickelt. Der Druck der Sauerstoffzufuhr wird dabei über ein patientennahes Ventilsystem im Beatmungsschlauch geregelt und durch Sensoren kontrolliert. Die übermittelten Werte werden grafisch auf dem Touchdisplay angezeigt. Ein visuelles und akustisches Warnsystem meldet die Abweichung von definierten Sollwerten. Zur Sicherstellung der Hygieneanforderungen sind zahlreiche Komponenten aus medizinischen Einwegmaterialien gefertigt und werden vor jedem Patienten getauscht bzw. gereinigt. Komponenten, die nicht in Kontakt mit dem Patienten kommen, werden mittels hygienischer Flächendesinfektion gereinigt. Funktionstests wurden bereits durch Versuchsreihen verifiziert. Da es sich um ein medizinisches Gerät handelt, arbeitete man eng mit Experten der Medizinischen Universität Graz zusammen, um den Anforderungen und dem Aufbau eines solchen Gerätes gerecht zu werden.

Röntgengeräte und CT für Notfallkrankenhaus

[Do 14.05.2020, 10:05] Siemens Healthineers hat die Radiologie eines neuen Notfallkrankenhauses in Berlin ausgestattet. Zur medizintechnischen Ausstattung gehören drei mobile Röntgengeräte und ein Computertomograph (CT). Die Bilder von Röntgengeräten und CT helfen bei der Beurteilung des Schweregrads einer Erkrankung der Lunge. Die Einrichtung wurde vom Berliner Senat in Auftrag gegeben und soll bei der Behandlung von Covid-19-Patienten helfen, um die Berliner Krankenhäuser zu entlasten. Das Krankenhaus bietet zunächst Platz für 500 Betten. Bei Bedarf kann die Kapazität auf 800 Betten aufgestockt werden. Das Krankenhaus ist in nur fünf Wochen auf 12.000 Quadratmetern in einer Halle der Messe Berlin entstanden. Bereits in Hannover hat Siemens Healthineers ein Notfallkrankenhaus auf dem Messegelände ausgestattet.

Meiko stellt Medizinprodukte-Bereich um

[Do 14.05.2020, 08:23] Reinigungs- und Desinfektionsgeräte von Meiko sind daran beteiligt die Infektionskette zu unterbrechen, und somit einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten. „Wir sind inmitten der systemrelevanten Lieferketten. Meiko ist seit über 90 Jahren im Bereich der Hygiene, besonders in Krankenhäusern, eine feste Größe“, sagt Meiko-Geschäftsführer Dr.-Ing. Stefan Scheringer. Die Relevanz dieser Produkte und von Hygiene allgemein rückt gerade aktuell noch stärker in das Bewusstsein. Das spürt auch Meiko. „Zusätzlich zum normalen Auftragsgeschäft produzieren und liefern wir derzeit schwerpunktmäßig Reinigungs- und Desinfektionsgeräte für Corona-Notfallzentren weltweit – ob Italien, Russland, Dubai, Australien oder Mexiko“, so Sebastian Hainz, Leiter Vertrieb und Marketing bei Meiko. „Die Meiko-Produktion, insbesondere der Fertigungsbereich der Medizinprodukte, verfügt über mehrere Fertigungslinien, die auch Kapazitätsspitzen sehr gut abdecken können. Durch unsere qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es uns möglich, auch aus anderen Fertigungsbereichen kurzfristig zusätzliche Kapazitäten in diese Fertigungslinien zu bringen und bei Bedarf Zusatzschichten einzuplanen“, so Christoph Homburger, Leiter Produktion Meiko-Gruppe. Dies ermögliche trotz der hochvarianten Anforderung an unterschiedliche Länder- beziehungsweise Kundenausführungen sehr kurze Fertigungs- und Lieferzeiten. „Derzeit läuft die Medizinprodukte-Fertigung in Offenburg auf Hochtouren und verzeichnet dank einer klugen Beschaffungspolitik unseres Einkaufs sowie einer zuverlässigen internen Teilversorgung keinerlei Störungen seitens der Materialversorgung, was in dieser Situation besonders hilfreich ist“, so Christoph Homburger weiter.

Arburg fertigt Hightech-Masken

[Mi 13.05.2020, 15:09] Nachdem Arburg bereits seit Mitte April am Stammsitz in Loßburg, Deutschland, auf Allrounder-Spritzgießmaschinen Schutzbrillen fertigt, hat das Maschinenbauunternehmen nun ein weiteres Projekt gegen die Ausbreitung des Coronavirus ins Leben gerufen: Seit dem 11. Mai werden Mund- und Nasenmasken aus den Komponenten LSR (Liquid Silicone Rubber) und PP (Polypropylen) spritzgegossen. Rund 3.500 dieser multifunktionalen Hightech-Masken können dann unter Serienproduktionsbedingungen voraussichtlich täglich produziert werden. Zahlreiche Partner beteiligten sich mit Werkzeugtechnik, Material und Automation. Das Produkt dient zunächst zum Schutz der eigenen Mitarbeitenden weltweit und wird dann schnellstmöglich über den Landkreis Freudenstadt auch an Krankenhäuser und Pflege-Einrichtungen verteilt.

Beatmungsgerät für kleine Budgets

[Di 12.05.2020, 13:19] Ein Team rund um ETH-​Professorin Kristina Shea arbeitet an der Entwicklung eines neuen Beatmungsgeräts. Es soll möglichst kostengünstig, modular und intuitiv zu bedienen sein. Damit ist das Gerät für den Einsatz in allen Ländern, die Bedarf dafür haben, prädestiniert. Herzstück des neuen Beatmungsgeräts ist ein in der Notfallmedizin üblicher Beatmungsbeutel, Ambubag genannt. Dieser wird in einen Motorenblock gespannt. Der Motor treibt zwei seitlich des Beutels angebrachte Paddel an, welche ihn in einem vorgegebenen Rhythmus zusammendrücken und so Luft pumpen. Das Gerät weist nur eine einfache Steuertafel mit wenigen Reglern und einer Digitalanzeige auf. An den Beatmungsbeutel wird ein Schlauch angeschlossen, der auch mit einer Atemmaske verbunden werden kann. Ausgerichtet ist das neue Beatmungsgerät vor allem an den Bedürfnissen von Ländern oder Gesundheitssystemen, die sich teure Beatmungsmaschinen nicht leisten können. Das neue Gerät soll weniger als 5000 Franken kosten.

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