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Messe Düsseldorf

Compamed 2015 – vier Tage für die Medizintechnik-Trends von Morgen

| Autor/ Redakteur: Autor | Joachim Schäfer / Kathrin Schäfer

Einst haben Aussteller auf der Compamed vorrangig einfache Komponenten, Bauteile und Ausrüstungen für technische Geräte und Medizinprodukte präsentiert. Doch heutzutage treiben Zulieferer und Medizintechnikanbieter die Entwicklung neuer Systeme und Verfahren in enger Abstimmung kooperativ voran. Im Zuge dessen hat sich die Compamed zum Hotspot für komplexe Hightech-Lösungen entwickelt.

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( Bild: Messe Düsseldorf/C. Tillmann )

Oft bildet bereits die Entwicklungskompetenz von Medizintechnikzulieferern den Ausgangspunkt für teils bahnbrechende Innovationen hinsichtlich einer effizienten und wirkungsvollen medizinischen Versorgung. Welche Technologien liegen 2015 im Trend?

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Viel Dynamik im Bereich optischer Verfahren

Besonders im Trend liegen derzeit Mikrosystemtechnik-Lösungen für mobile Diagnostik-, Monitoring- und Therapiesysteme, wobei sich vor allem der Bereich der optischen Verfahren dynamisch entwickelt. Anzuführen sind beispielsweise Mikrokomponenten für die minimalinvasive Diagnostik oder auch optische Komponenten für den Einsatz in Laborgeräten. Probenuntersuchungen, die bislang noch mühsam durch Pathologen unter dem Mikroskop erfolgten, können jetzt einfach auf Knopfdruck durch ein Gerät vorgenommen werden – in Minutenschnelle auf Basis neuester Erkenntnisse hinsichtlich des Leuchtverhaltens von bösartigem und gutartigem Gewebe bei Bestrahlung mit Laserimpulsen.

Moderne Diagnoseverfahren liefern Ergebnisse in Minuten

Kompakter, leistungsfähiger und einfacher zu bedienen – das gilt für viele Medizintechnikgeräte. In Bezug auf mobile Diagnostiksysteme (Point-of-Care-Testing) lässt sich der Nutzen daraus für die Gesundheitsversorgung allerdings besonders gut darstellen. Experten gehen davon aus, dass der Ärztemangel speziell in ländlichen Gebieten sich enorm beschleunigen wird. Bis zum Jahr 2021 ist mit einem Rückgang der Zahl der Hausärzte um 42 Prozent zu rechnen. Die Wege in die nächstgelegenen Praxen werden damit für Patienten immer länger. Da bietet es enorme Vorteile, wenn moderne Diagnoseverfahren Ergebnisse nicht mehr erst nach ein bis mehreren Tagen liefern, sondern bereits nach wenigen Minuten. Nicht nur die Zeit der Ungewissheit verringert sich für Patienten. Sie sparen sich auch einen weiteren (weiten) Gang zu ihrem Arzt. Gleiches gilt angesichts der Situation in Schwellenländern, wo die Wege zum nächsten Arzt oder Labor häufig ebenfalls sehr weit sind.

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Körpernah eingesetzte Diagnose-Tools sind im Kommen

Nicht nur hinsichtlich kompakter Labor-Applikationen für die Sofortanalyse am Ort der Behandlung warten die Zulieferer mit cleveren Ideen auf. Auch für den boomenden Bereich der so genannten Wearables, also der körpernah eingesetzten Diagnose-Tools, treiben sie die technologische Entwicklung voran und bieten neuartige Lösungen. Optische Mikrosensoren sind Beispiele hierfür. Es gibt erste In-Ohr-Sensoren, die Körperparameter wie den Pulsschlag oder den Sauerstoffgehalt des Blutes nicht-invasiv messen und an ein Aufzeichnungsgerät übertragen können. Die Sensoren sind gedacht zum Einbau in Ohrstöpsel (Otoplastiken) und sollen damit so bequem tragbar sein wie In-ear-Kopfhörer.

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