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BVMed stellt 10-Punkte-Plan vor

| Redakteur: Peter Reinhardt

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Einen „10-Punkte-Plan für die Versorgung von Patienten mit fortschrittlicher Medizintechnologie“ hat der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed,: für die gesundheitspolitische Diskussion der nächsten Monate vorgelegt. Die Punkte sollen „Wahlprüfsteine“ für den Bundestagswahlkampf sein sowie Anstöße für die Erarbeitung eines Regierungsprogramms liefern.

Der BVMed fordert unter anderem, die Wertigkeit von Medizinprodukten durch ein gesondertes CE-Med-Kennzeichen herauszustellen. Der Zugang für medizintechnische Innovation sollte unbürokratisch und flexibel gestaltet werden. Medizintechnische Innnovationen müssten im Krankenhaus auch weiterhin ungehindert eingeführt werden können. Der BVMed schlägt einen Innovationspool zur schnelleren Einführung von medizintechnischen Innovationen vor. Homecare und Telemedizin sollten feste Bestandteile der Regelversorgung werden. Das BVMed-Papier kann im Internet unter www.bvmed.de/publikationen abgerufen werden.

Aus Sicht des BVMed ist es von größter Wichtigkeit, zwischen Medizinprodukten und Arzneimitteln zu unterscheiden. Bei Arzneimitteln wird die Hauptwirkung auf pharmakologischem Wege erreicht. Die Effekte von Medizinprodukten auf den menschlichen Körper sind dagegen meist physikalischer Natur. Der Begriff der Wirksamkeit ist bei Medizinprodukten daher im Sinne der Funktionalität zu verstehen. „Arzneimittel greifen in komplexe biologische Systeme ein. Ihre therapeutische Wirkung ist eine Wechselwirkung zwischen Arzneistoffen und dem menschlichen Körper. Medizinprodukte wirken dagegen auf den menschlichen Körper – und nicht umgekehrt“, heißt es in dem BVMed-Papier.

Ein weiterer Unterschied: Unerwünschte Arzneimittelwirkungen seien häufig nicht vorhersehbar. Es seien nur sehr eingeschränkt Aussagen möglich, wann sie eintreten, wie schwer sie sind und ob sie reversibel sind. Unerwünschte Effekte von Medizinprodukten sind dagegen in stärkerem Maße vorhersehbar und in der Regel reversibel. „Deshalb müssen Medizinprodukte und Arzneimittel auch unterschiedlich behandelt werden“, fordert der BVMed.

Fazit von BVMed-Geschäftsführer Joachim Schmitt zum 10-Punkte-Plan: „Medizinprodukte sind unentbehrlich für Gesundheit und bessere Lebensqualität. Medizintechnologien sind eine Investition in das Leben und die Leistungsfähigkeit der Menschen. Innovative Medizintechnologien müssen allen Patienten, die sie benötigen, zeitnah zur Verfügung gestellt werden.”

Kontakt::

BVMed Bundesverband Medizintechnologie e.V. D-10117 Berlin www.bvmed.de

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