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BVMed fordert klare Perspektiven zum Jahreswechsel 2010/11

Redakteur: Peter Reinhardt

Für das Jahr 2011 erwartet der BVMed von Politik und Selbstverwaltung »klare Perspektiven für medizintechnische Innovationen«. Dazu gehört die Beibehaltung des innovationsfreundlichen Erlaubnisprinzips für Innovationen im Krankenhausbereich und die Ausdehnung dieser Regel auf den ambulanten Bereich, wenn dort die gleichen strukturellen Voraussetzungen gegeben sind.

Als weitere Aspekte nannte der BVMed klare Fristenregelungen sowie stärkere Beteiligungsrechte beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), die Einrichtung eines »Innovationspools« in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sowie gemeinsame Festlegungen der Verfahren zur Nutzenbewertung von Medizintechnologien, sagte BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt zum Jahreswechsel 2010/11.

Die Rahmenbedingungen am Innovationsstandort Deutschland für die Entwicklung und Vermarktung moderner Medizintechnologien sollten angesichts des sich verschärfenden Wettbewerbs in einer globalisierten Welt kontinuierlich analysiert und - wenn erforderlich - weiter angepasst werden. Eine Verbesserungsmöglichkeit wäre aus Sicht des BVMed die Einführung eines Innovationspools, der eine unabhängige Nutzenbewertung ermöglicht.

Eine wichtige Kernforderung der Unternehmen der Medizintechnologie bleibt die Beibehaltung des Prinzips »Erlaubnis mit Verbotsvorbehalt« im Krankenhausbereich und bei strukturell gleichen Voraussetzungen die Ausdehnung dieses innovationsfreundlichen Prinzips auf den ambulanten Bereich. Außerdem müssten die Verfahren für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB) entbürokratisiert und beschleunigt und die Vereinbarung von Entgelten verbindlich gemacht werden.

»Mit diesen Punkten würden wir klare Perspektiven geben: für Ideen für Innovationen, für medizintechnischen und ökonomischen Fortschritt und für die Einführung von neuen Produkten und Verfahren«, so Schmitt. Das Fazit des BVMed: »Für die Unternehmen der Gesundheitswirtschaft ist ein starker Heimatmarkt wichtig. Hierzu gehört eine Gesetzliche Krankenversicherung mit funktionierendem Wettbewerb und einer schnellen Einführung von medizinischen Innovationen. Wir benötigen eine gemeinsame strategische Ausrichtung von Industrie, Wissenschaft und Politik auf Innovationen in der Medizintechnik. Wirtschafts-, Forschungs- und Gesundheitsministerium müssen sich stärker koordinieren und Perspektiven für Innovationen geben.«

Kontakt::

BVMed - Bundesverband Medizintechnologie D-10117 Berlin www.bvmed.de

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