Schweizer Medizintechnik

Branchenbericht prognostiziert Nullwachstum

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Schweizer Medizintechnik – bald ein Fall für die Rettung? Ein Viertel der befragten CEOs glaubt, dass die zunehmende Regulierung bei der Zulassung und Registrierung von Medizinprodukten in fünf Jahren zur Markteintrittshürde wird.
Schweizer Medizintechnik – bald ein Fall für die Rettung? Ein Viertel der befragten CEOs glaubt, dass die zunehmende Regulierung bei der Zulassung und Registrierung von Medizinprodukten in fünf Jahren zur Markteintrittshürde wird. ( © iMAGINE - Fotolia)

Wegen der veränderten Strukturen im Gesundheitssektor ist die Schweizer Medizintechnik zunehmend gefordert. Vertreter der Branche rechnen sogar mit einem Nullwachstum. Der Druck zur Anpassung des Geschäftsmodells ist deshalb höher als das Innovationstempo. Dabei spielen die Emerging Markets eine immer größere Rolle, so der Bericht „The Global Medtech Industry: Visions in Times of Change“ von Medtech Switzerland und der IMS Consulting Group.

Der Swiss Medical Technology Industry (SMTI)-Bericht 2012 zeigte bereits eine schleichende Trendwende auf. Das Wachstum der Branche hat sich in den letzten Jahren nahezu halbiert und wird laut den Autoren der Studie auch in Zukunft im einstelligen Bereich bleiben. Gar zeichnet sich ein Nullwachstum in den reifen Märkten ab. Vor allem staatliche Gesundheitsdienstleister investieren weniger in kapitalintensive Medizintechnikgeräte. „Schuld“ an dieser Entwicklung ist das sich wandelnde Umfeld, das nun die Akteure endgültig zum Umdenken und Handeln zwingt: Dies ergaben die Auswertungen der unter den Teilnehmern des letztjährigen World Medtech Forums in Luzern erhobenen Umfragen sowie ergänzende Gespräche in diesem Frühling mit wichtigen Branchenvertretern.

Dem wachsenden Spardruck Rechnung tragen

Über 40 Prozent der Experten sehen im Preisdruck die größte Herausforderung in den nächsten fünf Jahren. Der wachsende Spardruck von Seiten der Krankenhäuser – in der Schweiz spätestens seit Einführung der Fallpauschalen – führe immer mehr zu Auslagerungen von Leistungen wie zum Beispiel Labor-Diensten und zur Bildung von ganzheitlichen Gesundheitsanbietern und Netzwerken. Der Vorteil: Für das Selbst-Management chronischer Krankheiten werden neue Modelle in Kombination mit E-Health-Lösungen entwickelt, wie die Einführung einer TV-basierten Telemedizin-Plattform bei Philips zeigt. Auf der anderen Seite befürchten 50 Prozent der befragten Manager durch die zunehmend private Finanzierung solcher Gesundheitsleistungen (Out-Of-Pocket-Zahlungen) Nachteile für die Branche.

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