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Industrielle Bildverarbeitung

Bildverarbeitung fördert die Automation

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Hyperspektrale Bildanalyse erkennt „chemischen Fingerabdruck“

Eine hierfür von Perception Park entwickelte, intuitiv konfigurierbare Software erlaubt es selbst Anwendern ohne vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse in Bereichen wie Spektroskopie und Chemometrie, solche Anwendungen in übliche Bilderkennungs- und -verarbeitungsprozesse zu integrieren. Möglich wird dies durch Chemical Colour Imaging (CCI).

Diese Technologie ermöglicht die Extraktion von zweidimensionalen Feature-Bildern (Chemical Colour Images) aus komplexen, multidimensionalen Hyperspektraldaten. In diesen CCI-Bildern werden ortsaufgelöste spektroskopische Informationen in Farbe codiert dargestellt, sodass die hyperspektrale Kamera vom Anwendersystem wie eine normale Farbkamera wahrgenommen wird. Die Farben stellen in Wirklichkeit jedoch molekulare Eigenschaften der untersuchten Objekte dar. Interessante Einsatzbereiche zeichnen sich auch beim Sortieren gemischter Plastikabfälle oder im Lebensmittelbereich bei der Kontrolle des Reifegrads von Früchten und der Erkennung von Schimmelbefall ab.

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Automatische optische Oberflächenprüfung an Zylinderkopfdichtungen

Bei der Oberflächeninspektion von Zylinderkopfdichtungen etwa müssen selbst sehr kleine Defekte sicher erkannt und klassifiziert werden. Eine nicht korrekte Klassifikation kann Ursache für Funktionsprobleme des Bauteils sein, während Pseudoausschuss zu unnötigem Materialverlust führt. Das erfordert auf der einen Seite sehr hoch auflösende Kamerasysteme mit bis zu 8000 beziehungsweise 16.000 Bildpunkten pro Linie, auf der anderen Seite wird dadurch die Programmierung auch entsprechend zeitraubend.

Um dies zu vereinfachen, entwickelte Vitronic eine Systemlösung mit der Bezeichnung Vinspec, die dank einer umfangreichen Fehlerklassifikation mit über 100 Merkmalen Oberflächen- und Geometriefehler sicher erkennt und zugleich Pseudoausschuss auf ein Minimum reduziert. Bei der Neukonzeption wurde besonderer Wert auf Einfachheit, intuitive Bedienbarkeit und Benutzerfreundlichkeit gelegt. Der Einlern- respektive Teach-in-Prozess dauert statt wie bisher circa mehrere Stunden unter Einbeziehung eines Experten jetzt nur noch wenige Minuten und kann mit normalem Personal durchgeführt werden.

Ausgangspunkt der Einrichtung eines neuen Prüfprogramms sind die CAD-Daten des betreffenden Bauteils. Dazu werden die Prüfparameter bestehender Prüfprogramme übernommen und soweit erforderlich adaptiert. Neben der eindeutigen Fehlererkennung und Klassifikation ermöglicht die Software gezielte Korrekturmaßnahmen aufgrund einer komplexen Ausbringungskontrolle mit Trendanalysen und der Analyse von Wiederholungsfehlern. Dies ermöglicht die rechtzeitige Korrektur von Prozessabweichungen. Das System eignet sich für den 100%-Einsatz im Produktionstakt und kann etwa auch für die Prüfung von Getriebesteuerplatten eingesetzt werden.

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