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Beschichten Beschichtungen erhöhen Langlebigkeit künstlicher Herzklappen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Forscher testen zurzeit in einem internationalen Verbundprojekt künstliche Pumpensysteme, in denen Beschichtungen die Langlebigkeit von Herzklappen erhöhen. Gleichzeitig können sie dabei hören, wie gut die Herzklappe noch in Takt ist.

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Forscher testen zurzeit künstliche Pumpensysteme, in denen Beschichtungen die Langlebigkeit von Herzklappen erhöhen. Die Herzklappen werden in der Plasmakammer mittels des so genannten CVD-Verfahrens beschichtet. (Bild: Bellhäuser)
Forscher testen zurzeit künstliche Pumpensysteme, in denen Beschichtungen die Langlebigkeit von Herzklappen erhöhen. Die Herzklappen werden in der Plasmakammer mittels des so genannten CVD-Verfahrens beschichtet. (Bild: Bellhäuser)

Forscher testen zurzeit in einem internationalen Verbundprojekt künstliche Pumpensysteme, in denen Beschichtungen die Langlebigkeit von Herzklappen erhöhen. Gleichzeitig können sie dabei hören, wie gut die Herzklappe noch in Takt ist.

Künstliche Herzklappen in einem Pumpensystem getestet

Das Projekt „HeartSen“ steht unter Federführung des INM - Leibniz-Institut für Neue Materialien. Die künstlichen Herzklappen werden in einem Pumpensystem außerhalb des menschlichen Körpers getestet. Menschliches Blut oder Blutersatzstoffe laufen darin im Kreis. Die zwei übereinanderliegenden Beschichtungen auf den Herzklappen erfüllen unterschiedliche Zwecke: „Zuerst tragen wir eine magnetische Schicht auf“, erklärt Cenk Aktas, Leiter des Programmbereichs „CVD/Biooberflächen“ am INM - Leibniz-Institut für Neue Materialien. „Ein Sensor, der sich außerhalb der Herzklappe befindet, überträgt die Signale dieser Magnetschicht. Je nachdem, wie gut oder schlecht das Blut hindurchrauscht, erhalten wir unterschiedliche Signale, die uns Auskunft darüber geben, wie gut oder schlecht die Klappen sich öffnen und schließen“, so der Projektleiter weiter.

Künstliche Herzklappen bestehen aus Titan

Die zweite Schicht funktioniert als Schutzschicht. Sie soll verhindern, dass sich Blutbestandteile anlagern können. „Durch die Kombination dieser beiden Schichten können wir ganz genau bestimmen, mit welcher Schutzschicht die Herzklappe am längsten funktioniert“, sagt der Materialwissenschaftler Aktas.

Die künstlichen Klappen bestehen aus Titan. Die beiden Schichten werden nacheinander aufgetragen. Ähnlich wie heißer Wasserdampf am Topfdeckel schlagen sich die Materialien dann auf der Titanklappe in einer gleichmäßigen und sehr dünnen Schicht nieder. Die eigentliche Schutzschicht besteht aus diamantartigem Kohlenstoff.

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