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Bedeutung der Versorgungsforschung wird zunehmen

| Redakteur: Peter Reinhardt

Die Bedeutung der Versorgungsforschung wird nach Ansicht des BVMed: durch die zunehmende Vielfalt an Leistungen und den Kostendruck im Gesundheitsmarkt weiter steigen. Versorgungsforschung biete die Chance, die Bedeutung der Medizintechnologien für das Gesundheitssystem unter Alltagsbedingungen sichtbar zu machen.

Zu dieser Thematik äußerte sich u.a. BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt in der Expertenrunde „Versorgungsforschung leicht gemacht!“ auf dem „Hauptstadtkongress 2009 Medizin und Gesundheit“ in Berlin. Im Gegensatz zur Klinischen Forschung mit Medizintechnologien liege das Ziel der Versorgungsforschung in der Darstellung der Qualität und des Nutzens von Therapien der Medizintechnologie für Patient und Anwender in der täglichen Praxis. Versorgungsforschung müsse sich am Bedarf der Patienten und Anwender orientieren, den Ist-Zustand analysieren und mit dem Soll-Zustand vergleichen, sagt der BVMed. Die Vielfalt der Medizinprodukte und ihrer Einsatzzwecke erfordere dabei unterschiedliche Evaluationsmethoden.

Versorgungsforschung sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der alle Institutionen, Organisationen und Akteure im Gesundheits- und Sozialsystem beitragen sollten. „Die medizintechnische Industrie will sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten und ihres jeweiligen Spektrums beteiligen, um zusätzliche Erkenntnisse bei der Anwendung von Medizinprodukten zu gewinnen“, so der BVMed. Als Beispiel nannte Schmitt das angestrebte Endoprothesenregister. Beim künstlichen Gelenkersatz haben die im BVMed vertretenen Endoprothetik-Unternehmen frühzeitig ihre Bereitschaft signalisiert, an einem Endoprothesenregister mitzuwirken.

„Wir haben in einer Projektgruppe mitgewirkt, die ein Konzept für den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) erstellt hat. Der G-BA hat nunmehr die Möglichkeit, das neue sektorenübergreifende Qualitätssicherungsinstitut mit der Errichtung eines Endoprothesenregisters zu beauftragen“, sagte Schmitt.

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