Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik

Ausbildungskatalog für Biomedizinische Technik im Medizinstudium

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Die im Katalog abgebildeten Lernziele wurden von einer Projektgruppe aus Experten entwickelt, mehrfach wurden sie gemeinsam mit der Fachcommunity der Biomedizintechnik diskutiert. Anregungen aus der Praxis sind fortwährend in das Dokument eingeflossen.
Die im Katalog abgebildeten Lernziele wurden von einer Projektgruppe aus Experten entwickelt, mehrfach wurden sie gemeinsam mit der Fachcommunity der Biomedizintechnik diskutiert. Anregungen aus der Praxis sind fortwährend in das Dokument eingeflossen. (Bild: VDE)

Die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE hat im Juli einen „Nationalen kompetenzbasierten Lernzielkatalog der Biomedizintechnik für die Studierenden der Medizin“ vorgelegt. Er legt Lernziele für das Studium fest und soll damit Studierenden, medizinische Fakultäten und anderen Bildungseinrichtungen des Gesundheitswesens als praxisorientierter Leitfaden dienen.

Die Biomedizintechnik als Querschnittstechnologie habe innerhalb des Medizinstudiums bisher keine einheitlich geregelten Lernziele, stellt die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE fest. Die nun veröffentlichte Publikation soll deshalb einen Ausbildungskatalog bieten, der im Curriculum des Medizinstudiums angewendet werden kann. Folgende Grundsätze seien dabei wesentlich, heißt es in einer Pressemeldung des VDE: Kompetenzorientierung, integrierte und patientenorientierte Curricula, wissenschaftliche Kompetenz, interprofessionelle Ausbildung und Fokussierung der Studieninhalte.

Dem Wandel durch biomedizintechnische Verfahren gerecht werden

Das Medizinstudium in Deutschland wird gegenwärtig umfassend reformiert und weiterentwickelt. Im Zuge dessen werden die humanmedizinischen Modellstudiengänge analysiert. Die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE ist ein Netzwerk aus Ärzten, Naturwissenschaftlern und Ingenieuren. Demnach sieht sie es als ihre Aufgabe, den intensiven Wandel in der Medizin durch biomedizintechnische Verfahren an der Schnittstelle zwischen Patient und Anwender für die Studierenden der Medizin abzubilden – mit dem Ziel, die Kompetenz für eine andauernde Weiterbildung in diesem Themenfenster zu gewährleisten.

Die im Katalog abgebildeten Lernziele wurden von einer Projektgruppe aus Experten entwickelt, mehrfach wurden sie gemeinsam mit der Fachcommunity der Biomedizintechnik diskutiert. Anregungen aus der Praxis sind fortwährend in das Dokument eingeflossen. Gegliedert ist der Katalog in zwei Abschnitte: In einem sogenannten „Allgemeinen Teil“ sind jene Kompetenzen und Lernziele abgebildet, die als Grundvoraussetzung für die Arbeit mit biomedizintechnischen Verfahren, Systemen und Methoden einzuordnen sind. In einem „Speziellen Teil“ dagegen sind Kompetenzen und Lernziele aufgeführt, die dem zentralen Bezugspunkt „Krankheitsbezogene Prävention, Diagnostik und Therapie“ zuzuordnen sind.

Eine Lehrbuchreihe Biomedizintechnik ist schon in Arbeit

Auf dieser Basis können die medizinischen Fakultäten – je nach eigenem Schwerpunkt – spezifische Lernziele mit Wahlfächern und Wahlinhalten weiterentwickeln. Zudem ist eine enge Vernetzung mit der fachärztlichen Weiterbildung und der berufsbegleitenden Fortbildung vorgesehen. So soll eine langfristige, kontinuierliche und dynamische Weiterentwicklung des Lernzielkatalogs gewährleistet werden. Flankierend dazu erarbeitet die DGBMT derzeit eine Lehrbuchreihe für die Biomedizintechnik, die einen Gesamtrahmen um die Lehrinhalte der Biomedizinischen Technik spannt.

Der „Nationale kompetenzbasierte Lernzielkatalog der Biomedizintechnik für die Studierenden der Medizin (BMT-NKLM)“ steht kostenfrei im Info-Center des VDE zum Download bereit.

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