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Schrott im Körper Arte-Reportage nimmt Zulassung von Medizinprodukten ins Visier

Redakteur: Kathrin Schäfer

Der Fernsehsender Arte hat unter dem Titel „Schrott im Körper“ eine Reportage ausgestrahlt, in der die europäischen Zulassungsverfahren von Medizinprodukten kritisiert und Medizintechnikhersteller an den Pranger gestellt werden. Es sei problemlos möglich, fehlerhafte und schädliche Produkte auf den Markt zu bringen, so die These des 90-minütigen Films.

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Fehlerhafte Implantate führen laut Reportage des TV-Senders Arte unnötig häufig zu Revisionsoperationen.
Fehlerhafte Implantate führen laut Reportage des TV-Senders Arte unnötig häufig zu Revisionsoperationen.
(Bild: Reinhardt)

Der Film zeigt Extremfälle – fehlerhafte Produkte, die in den letzten Jahren zu Skandalen, Rückrufaktionen und tausenden geschädigten Patienten geführt haben:

  • implantierte Defibrillatoren, die tödliche Elektroschocks aussenden oder im Körper implodieren
  • künstliche Hüftgelenke, die brechen
  • Prothesen, die toxische Metallionen abgeben
  • Brustimplantate, die mit Industriesilikon gefüllt sind

Diesen Negativbeispielen stellt er Stellungnahmen von Firmen wie Johnson & Johnson, DePuy oder Medtronic sowie dem BVMed gegenüber. Und zeigt Besuche bei benannten Stellen in Osteuropa, die offenkundig keine Hemmungen haben, fehlerhafte Medizinprodukte zuzulassen. Untermauert werden die Thesen durch Statements von Ärzten, Anwälten und Journalisten. Wer Interesse hat, sich den Film anzuschauen, findet ihn noch bis 18. Februar in der Mediathek des Senders.

Diskutieren Sie in der Xing-Gruppe Medizintechnik über die Reportage.

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