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Forschung

Apple stellt ein Software-Framework für medizinische Studien bereit

| Redakteur: Franz Graser

Mit einer Programmierumgebung namens ResearchKit erleichtert Apple die Entwicklung von iOS-Apps für die medizinische Forschung. Der Quellcode und Applikationsbeispiele wurden auf der Web-Plattform Github bereitgestellt.

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Mit dem ResearchKit stellt Apple ein quelloffenes Framework zur Verfügung, das die Entwicklung von Apps für die medizinische Forschung erleichtern soll.
Mit dem ResearchKit stellt Apple ein quelloffenes Framework zur Verfügung, das die Entwicklung von Apps für die medizinische Forschung erleichtern soll.
( Bild: Apple )

Das Applikations-Framework Research-Kit dient in erster Linie dazu, medizinische Studien wie etwa Reihenuntersuchungen zu unterstützen. Applikationen für das Sammeln von Daten für die medizinische Forschung sollen sich dadurch einfacher erstellen lassen.

Außerdem ist es möglich, solche klinischen Studien geographisch weiter auszudehnen. Patienten, die an einer Studie teilnehmen, sind bisher weitestgehend an den Ort der Klinik gebunden, die das Forschungsprojekt vorantreibt. Research-Kit soll es ermöglichen, Patientendaten von Teilnehmern zu erfassen, die geographisch viel weiter verteilt leben. Zudem soll es möglich sein, viel größere Patientengruppen anzusprechen, als es bisher möglich war.

Ein weiterer Punkt sind einfach verständliche grafische Benutzeroberflächen. Designer medizinischer Forschungsprojekte sind in der Regel keine Experten für die Entwicklung von Smartphone-Apps mit überzeugender Benutzerführung.

Hier leistet das Research-Kit aktive Entwicklungsunterstützung: Während grafische Benutzeroberflächen normalerweise in der Programmierumgebung X-Code gestaltet werden müssen, entfällt dieser Schritt bei den medizinischen Forschungs-Apps, die mit dem Kit gestaltet werden, nahezu komplett: Der Programmablauf der Applikation wird in einzelne Schritte und Tasks heruntergebrochen. Für jeden Schritt wird ein Objekt konfiguriert. Das Interface für das betreffende Objekt wird automatisch generiert.

Mit den Apps können mehrere Arten von Daten für Forschungsprojekte gesammelt werden: Zum einen lassen sich Patientenbefragungen realisieren, mit denen die Studienteilnehmer zum Beispiel in Form eines Multiple-Choice-Tests Auskunft darüber geben, wie sie ein bestimmtes Medikament vertragen haben. Zum anderen können Informationen über die tägliche Bewegung oder den Herzschlag über das Smartphone oder Tablet ermittelt werden.

Apple hat auf der Internetplattform Github sowohl Programmierschnittstellen und Beispiel-Applikationen als auch die notwendige Dokumentation für Research-Kit bereitgestellt. Zu den Beispielapplikationen zählen Apps, die bereits erfolgreich für medizinische Studien über Asthma, Diabetes, Parkinson und Brustkrebs verwendet werden.

Dieser Artikel ist erschienen im Themenkanal Medizintechnik der Fachzeitschrift Elektronikpraxis

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