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Coronavirus: Branchen-Ticker für die Medizintechnik Antigen-Test erlangt CE-Zulassung für Probenentnahme aus dem vorderen Nasenbereich / Doctolib koordiniert die Impftermine in der Hauptstadt

| Aktualisiert am 18.11.2020Redakteur: Kristin Breunig

Der von Siemens Healthineers vertriebene Clinitest Covid-19-Antigen-Schnelltest kann nun zusätzlich zur Nasopharyngealabstrich-Methode auch mit Abstrichen aus dem vorderen (anterioren) Teil der Nase durchgeführt werden. Die Antigen-Schnelltests und der Impfstoff bilden einen wesentlichen Bestandteil im Kampf gegen das Coronavirus. Das E-Health-Unternehmen Doctolib übernimmt die Koordination der Terminvergabe und Dokumentation der SARS-CoV-2-Impfungen in Berlin.

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Seit Mittwoch den 11.3.2020 betrachtet die Weltgesundheitsorganisation die Corona-Krise als Pandemie. Bleiben Sie mit dem Branchen-Ticker von Devicemed über das Geschehen in der Medizintechnik auf dem Laufenden.
Seit Mittwoch den 11.3.2020 betrachtet die Weltgesundheitsorganisation die Corona-Krise als Pandemie. Bleiben Sie mit dem Branchen-Ticker von Devicemed über das Geschehen in der Medizintechnik auf dem Laufenden.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )
  • Antigen-Test erlangt CE-Zulassung für Probenentnahme aus dem vorderen Nasenbereich
  • Doctolib koordiniert die Impftermine in der Hauptstadt
  • Samedi unterstützt Impfzentren in zehn Bundesländern bei der Terminplanung
  • Inspekto-Lösung prüft die Qualität von FFP2-Masken
  • Hannover Messe 2021 wird rein digital
  • Doctorbox und Roche digitalisieren die Corona-Schnelltest-Befundübermittlung
  • Dräger entwickelt Bevorratungskonzept für FFP-Masken
  • VDMA erhöht Prognose für 2021
  • Dräger öffnet eigenen Online-Shop für FFP-Masken
  • TÜV Rheinland zertifiziert Atemschutzmasken
  • DMEA auf Juni 2021 verschoben
  • Dräger sagt Danke
  • Früherkennung von Covid-19-Infektionen: Analyse der Lungengeräusche
  • Filter für Arburg-Maske rundet Corona-Projekt ab
  • Wie SARS-CoV-2 in das Gehirn gelangt
  • Mehrzonen-Lösung für Impfstoff-Kühlung

Antigen-Test erlangt CE-Zulassung für Probenentnahme aus dem vorderen Nasenbereich

[Di 12.01.2021, 14:01] Siemens Healthineers hat bekannt gegeben, dass der Clinitest Rapid Covid-19 Antigen-Test die CE-Zulassung für die Verwendung von Nasenabstrichproben auch aus dem vorderen (anterioren) Teil der Nase in Europa erhalten hat. Der Schnelltest ist ein Point-of-Care-Kassettentest, für dessen Durchführung weder Laborinstrumente noch spezialisiertes Laborpersonal erforderlich sind und der in 15 Minuten Ergebnisse liefert. Der Test hatte bereits im Oktober 2020 die CE-Zulassung für die nasopharyngeale Abstrichmethode erhalten. Die neue Probenentnahme kann mit bereits ausgelieferten Testkits genutzt werden.

Zur Bewertung der klinischen Leistungsfähigkeit unter Verwendung der vorderen Nasenabstrichmethode wurde in den USA eine Studie mit 237 Probanden durchgeführt, von denen 109 mit einem PCR-Test als positiv bestätigt wurden. Die Studienergebnisse bestätigten eine Sensitivität von 97,3 Prozent und eine Spezifität von 100 Prozent im Vergleich zu den Ergebnissen eines von der FDA für den Notfalleinsatz zugelassenen rt-PCR-Tests – letzterer mit Proben aus dem Nasopharynx.

Doctolib koordiniert die Impftermine in der Hauptstadt

[So 27.12.2020, 14:00] Doctolib wurde von der Berliner Senatsverwaltung für das Termin-Management und zur Dokumentation der Impfungen gegen das SARS-CoV-2-Virus ausgewählt. Das E-Health-Unternehmen betreibt seit Jahren eine intelligente Plattform und eine App, über die Vor-Ort-Termine und Videosprechstunden vereinbart und verwaltet werden können.

Impfberechtigte Personen können entweder über die Telefonhotline des Berliner Senats oder online über die Website der Behörde einen Termin vereinbaren. In beiden Fällen werden alle Termine über die intelligente Plattform von Doctolib in Echtzeit eingebucht. So seien Doppelbuchungen ausgeschlossen und die Kapazitäten der Impfzentren bestmöglich ausgelastet. Wer seinen Termin über die Webseite vereinbaren möchte, wird von der Internetseite des Senats auf das Online-Portal von Doctolib weitergeleitet, wo die Buchung abgeschlossen werden muss.

Die Dokumentation der Impfungen übernimmt ebenfalls Doctolib. Die Impfzentren können ihre Aktivitäten in Echtzeit nachverfolgen und so Impfstatistiken mit dem RKI teilen (z.B. Chargencode, die Indikation der Corona ImpfVO vom 18.12.2020, Impfstoff und Impfdaten).

Samedi unterstützt Impfzentren in zehn Bundesländern bei der Terminplanung

[Mi 23.12.2020, 14:50] Der E-Health-Anbieter Samedi vernetzt mit der gleichnamigen Softwarelösung Arztpraxen und Kliniken mit Lösungen entlang der digitalen Patient Journey wie Online-Terminvergabe, Patientenformulare, Videosprechstunden und papierloser Zuweisung. Nun unterstützt das Unternehmen auch Corona-Impfzentren in zehn der 16 Bundesländer bei der Terminplanung und -koordination.

Nach Eingabe eines Buchungscodes oder entsprechenden Vorabfragen können impfberechtigte Personen gemäß der Priorisierung online einen Termin für die Impfung gegen das Coronavirus buchen. Dabei wird auch die zweite notwendige Impfdosis berücksichtigt, für die automatisch ein Folgetermin vereinbart wird. Die Terminvergabe erfolge DSGVO-konform unter höchsten Datenschutzanforderungen, so Samedi. Individuelle Prozesse der Impfzentren können dank maßgeschneiderter Konfiguration berücksichtigt werden. Neben der Terminkoordination lassen sich die Impfdokumentation und ein digitales Patientenleitsystem über die Wartemonitore mithilfe von Samedi abbilden.

Inspekto-Lösung prüft die Qualität von FFP2-Masken

[Di 22.12.2020, 18:32] Ein Hersteller von Masken mit Sitz in Baden-Württemberg installierte kürzlich das autonome Machine Vision System Inspekto S70, um die Qualität von FFP2-Masken zu prüfen. Der Maskenhersteller betreibt bereits mehrere Linien, auf denen jeweils 30 Masken pro Minute produziert werden. Das Bildverarbeitungssystem Inspekto S70 ersetzt die bisherige manuelle Prüfung und ermögliche so eine wirtschaftlichere Qualitätskontrolle der FFP2-Masken, so der Hersteller.

Inspekto S70 überprüft nach den Anforderungen des Kunden automatisch folgende Merkmale:

  • Korrekte Platzierung der Nasenbrücke
  • Ultraschallschweißung der Vlies- und Filterschichten
  • Verschweißung der Maskenbänder
  • Vorhandensein und Qualität des gedruckten Textes

Das System ist in die SPS der Produktionslinie integriert, um die Inspektionsergebnisse zuverlässig zu übermitteln und das automatische Ausschleusen defekter Masken sicherzustellen.

Hannover Messe 2021 wird rein digital

[Do 18.12.2020, 15:38] Die Deutsche Messe gibt bekannt, dass die Hannover Messe auch 2021 nur digital stattfinden wird. Eine Präsenz-Messe ist unter den gegebenen Umständen nicht umsetzbar. Vorstandsvorsitzender Jochen Köckler erklärt: „In enger Abstimmung mit unserem wichtigsten Ausstellergremium haben wir entschieden, dass die Ausrichtung einer Präsenz-Messe unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht zu realisieren und auch nicht zu verantworten ist.“

Für die digitale Hannover Messe sind ein umfassendes Konferenzprogramm, die Digitalisierung von Produktpräsentationen sowie das Software-basierte Business-Dating geplant. „Der virtuelle Besucher wird sich schnell einen Überblick über Produktinnovationen verschaffen und über neue Tools direkten Kontakt zu den für ihn relevanten Unternehmen aufnehmen können“, ergänzt Köckler.

Doctorbox und Roche digitalisieren die Corona-Schnelltest-Befundübermittlung

[Mi 16.12.2020, 13:55] National und international steigt der Gebrauch von Covid-19-Schnelltests. Mit dem „SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test“ bietet Roche eine schnelle Lösung zum Nachweis einer möglichen Corona-Infektion. Roches Digital-Healthcare-Partner Doctorbox sorgt mit der Software „Schnelltest to go“ für die DSGVO-konforme digitale Befundübermittlung. Die Software kann auch mit Tests unterschiedlicher Hersteller genutzt werden. Innerhalb von 15 bis 30 Minuten lassen sich die Testergebnisse via Barcodescan in der Doctorbox-App oder über die Website abrufen. Das Warten vor Ort wird somit hinfällig.

Via Doctorbox lassen sich neben Schnelltestergebnissen auch Corona-Testbefunde und Covid-19-Antikörpertestbefunde abrufen. Jeder Datenaustausch erfolgt Ende-zu-Ende verschlüsselt.

Dräger entwickelt Bevorratungskonzept für FFP-Masken

[Di 15.12.2020, 13:06] Um im Pandemiefall den Bedarf an FFP-Masken decken zu können, hat Dräger ein Bevorratungskonzept für FFP-Masken entwickelt. Dieses richtet sich an Industrie, Gesundheitswesen, Feuerwehren und Behörden. Montalich können FFP2- und FFP3-Masken-Kontingente bei Dräger vorbestellt werden. Der Medizin- und Sicherheitstechnikhersteller übernimmt das Lagern, Erneuern und Ausliefern der Masken. Produziert werden die Masken in Frankreich, Schweden oder Großbritannien. Kaufpreis und Lieferfristen werden im Vorfeld vereinbart. Bis zum Bedarfsfall zahlen die Kunden lediglich eine jährliche Bereitstellungsgebühr – eine verpflichtende Abnahme gibt es nicht.

VDMA erhöht Prognose für 2021

[Di 08.12.2020, 13:43] Der Maschinen- und Anlagenbau wird das Krisenjahr 2020 mit deutlichen Minusraten abschließen. Diese werden laut VDMA aber nicht so heftig ausfallen, wie erwartet. Für 2021 gibt es Hoffnung. „Für nicht wenige Betriebe dürfte dieses Jahr im Schatten der Corona-Pandemie das schwierigste seit Jahrzehnten werden. Umso bemerkenswerter ist es, dass die Betriebe ihre Produktion und ihren Service aufrechterhalten und den Personalabbau in engen Grenzen halten konnten“, resümierte VDMA-Präsident Karl Haeusgen auf der virtuellen Jahrespressekonferenz des Verbands. „Kreativität, Loyalität und Zusammenhalt in den Unternehmen waren intensive positive Erfahrungen. Damit hat der Maschinen- und Anlagenbau einen wichtigen Part gespielt, die Wirtschaft am Laufen zu halten und so in Deutschland und Europa weiterhin für ein stabiles wirtschaftliches Fundament zu sorgen.“

Angesichts eines besser als erwartet verlaufenen dritten Quartals korrigiert der VDMA seine Produktionsprognose 2020 leicht nach oben. Statt eines Rückgangs der realen Produktion von 17 Prozent rechnen die VDMA-Volkswirte nur mit einem Minus von 14 Prozent. Laut Angaben des Statistischen Bundesamts sank die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres um 13,1 Prozent. Die sich leicht aufhellende Konjunktur wirkt sich auch auf die Prognose für 2021 aus. „Wir rechnen jetzt mit einem realen Produktionszuwachs von 4 Prozent, statt der bisher erwarteten plus 2 Prozent“, sagte Haeusgen. Allerdings sei diese Prognose mehr als sonst unsicher, warnte er. Das hohe Maß an Unsicherheit in der globalen Wirtschaft treffe den Maschinen- und Anlagenbau in besonderer Weise, „es ist Gift für die Investitionsgüterkonjunktur“.

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Dräger öffnet eigenen Online-Shop für FFP-Masken

[Di 08.12.2020, 11:01] Um neben medizinischem Fachpersonal auch die Verbraucher mit FFP-Masken versorgen zu können, öffnet Dräger seinen ersten eigenen Online-Shop für Atemschutzmasken für den deutschen Markt. Zunächst kann dort die FFP2-Maske Dräger X-plore 1720 C ohne Ventil erworben werden. Es sollen in Zukunft aber auch FFP3-Masken folgen. „Wir wollen uns mit dem neuen FFP-Shop insbesondere an Menschen mit Kontakt zu Risikogruppen, Dienstleister mit Kunden- oder Kollegenkontakt und Menschen, die regelmäßig reisen, richten und diesen helfen, sich und andere zu schützen“, erläutert Rainer Klug, Vorstand des Unternehmensbereichs Sicherheitstechnik bei Dräger, den Hintergrund des Online-Shops. „Seit Beginn der Pandemie sehen wir bei Dräger eine weltweit stark erhöhte Nachfrage nach Atemschutzmasken. Dank der ausgeweiteten Kapazitäten können wir nun eine größere Zielgruppe versorgen und schützen.“ FFP2-Masken schützen zu 94 Prozent vor festen und flüssigen Partikeln und Aerosolen, FFP3-Masken sogar zu 99 Prozent. Sie können luftgetragene biologische Stoffe wie SARS-CoV-2 filtern. „Mit einem eigenen Online-Shop für FFP-Masken im Konsumentenbereich schlagen wir bei Dräger einen neuen Vertriebsweg ein“, betont Thomas Teckentrup, Leiter Marketing Region Deutschland. Bisher vertreibt das Unternehmen neben den klassischen Vertriebswegen Teile seines Portfolios wie Schutzmasken oder -brillen auf Amazon.

TÜV Rheinland zertifiziert Atemschutzmasken

[Di 08.12.2020, 09:06] TÜV Rheinland Intercert ist Benannte Stelle für die Zertifizierung von partikelfiltrierenden Masken. Hersteller können ihre umgangssprachlich auch Atemschutzmasken genannten Produkte nun in den Laboren von TÜV Rheinland prüfen und zertifizieren lassen. Für die Zertifizierung durch die Fachleute des internationalen Prüfdienstleisters müssen die Produkte den Vorgaben der maßgeblichen Verordnung 2016/425 für Persönliche Schutzausrüstung sowie der Norm EN 149 entsprechen. Anschließend dürfen Hersteller die Masken mit einer CE-Kennzeichnung versehen und als persönliche Schutzausrüstung auf den europäischen Markt bringen. Durch den Status als Benannte Stelle und das weltweite Labornetzwerk ist TÜV Rheinland ein wichtiger Anlaufpunkt für alle Unternehmen, die partikelfiltrierende Masken herstellen oder vertreiben. Weitere Informationen zur Benennung sind verfügbar auf der NANDO-Internetseite der Europäischen Union. NANDO steht für „New Approach Notified and Designated Organisations“.

DMEA auf Juni 2021 verschoben

[Mo 07.12.2020, 12:01] Angesichts der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie haben sich der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V. und die Messe Berlin dazu entschlossen, die DMEA – Connecting Digital Health auf den 8. bis 10. Juni 2021 zu verschieben. „Die Corona-Lage in Deutschland bleibt weiterhin ernst, dies zeigt auch die kürzlich beschlossene Verlängerung des Teil-Lockdowns bis Anfang Januar“, sagt bvitg-Geschäftsführer Sebastian Zilch. „Um unseren Ausstellern, Partnern, Besucherinnen und Besuchern größtmögliche Planungssicherheit zu bieten, haben wir uns daher schon jetzt – rund vier Monate vor Veranstaltungstermin – für eine Verschiebung entschieden. Wir sind zuversichtlich, dass sich das Infektionsgeschehen bis zum Frühsommer entspannt und wir die DMEA wie geplant als Präsenzveranstaltung hier in Berlin durchführen können.“

Vom 8. bis 10. Juni 2021 wird die DMEA auf dem Berliner Messegelände stattfinden. Vor Ort gewähren umfangreiche Hygienemaßnahmen die Sicherheit von Ausstellern sowie Fachbesucherinnen und -besuchern gleichermaßen. Die Präsenzveranstaltung wird durch digitale Elemente ergänzt, wie beispielsweise digitale Messerundgänge. Da die Vernetzung und Kontaktpflege zur DNA der DMEA gehören, soll dies live vor Ort möglich sein. Der neue Termin im Frühsommer wird dabei eine Verlagerung einzelner Netzwerk-Formate ins Freie ermöglichen.

Dräger sagt Danke

[Mo 07.12.2020, 10:48] Ein außergewöhnliches Jahr 2020 neigt sich für Dräger dem Ende zu. Die Mitarbeiter waren besonders gefordert. „Unsere Mitarbeiter haben in den vergangenen Monaten alle ihr Bestes gegeben. Viele von ihnen haben dafür private Belange hintenangestellt. Sie sind mit dem Herzen dabei“, sagt Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk Verwaltungs AG. „Der Vorstand hat deswegen entschieden, den Mitarbeitern noch in diesem Jahr einen einmaligen „Danke-Bonus“ auszuzahlen.“

In Deutschland besteht der Danke-Bonus aus zwei Teilen: Der erste Teil besteht aus fünf Dräger-Vorzugsaktien, die die Mitarbeiter bereits im November bestellen konnten. Fast 7.000 Mitarbeiter haben teilgenommen und sind jetzt Aktionäre. „Ihnen gehört nun ein Teil des Unternehmens, für das sie sich täglich einsetzen. Das eröffnet eine neue, ganzheitliche Sicht auf das Unternehmen. Darüber freue ich mich sehr“, führt Stefan Dräger weiter aus. Als zweiten Teil des Danke-Bonus werden die Mitarbeiter Ende Dezember zusammen mit der Gehaltsabrechnung einen zusätzlichen Geldbetrag ausgezahlt bekommen. Die Höhe des Bar-Betrags beträgt grundsätzlich mindestens 300 Euro und höchstens 1.000 Euro und richtet sich individuell nach der wöchentlichen Arbeitszeit und der Anwesenheit im Jahr 2020.

Lungengeräusche als Früherkennung für Covid-19-Infektionen

[Fr 04.12.2020, 11:45] Am Beispiel der Lunge hat sich ein Forschungsteam der TU Graz intensiv mit der Geräuschaufzeichnung und der Entwicklung von computergestützten Analysemethoden als Ergänzung für die medizinische Diagnose befasst. Die Arbeiten mündeten vor einigen Monaten in einem Prototypen eines Mehrkanal-Aufnahmegeräts und der laufenden Entwicklung eines dazugehörigen computergestützten Diagnosesystems. Die Gruppe rund um Franz Pernkopf vom Institut für Signalverarbeitung und Sprachkommunikation will das System nun für das Screening von Covid-19-Erkrankten weiterentwickeln. Pernkopf erklärt die Technik dahinter: „Das Lungengeräusch-Aufzeichnungssystem (lung sound recording system; LSRS) ist mehrkanalig und mit sehr leistungsstarken mikro-elektromechanischen Mikrofonen (MEMS) ausgestattet. Die Aufzeichnung der Lungengeräusche erfolgt nicht-invasiv: Der Patient oder die Patientin legt sich einfach in Rückenlage auf das Gerät.“ Dieses zeichnet in insgesamt 16 Kanälen die Lungengeräusche während der Atmung auf. Ganz entscheidend sind die Dämpfung von Umgebungs- und anderweitiger Körpergeräuschen und die Qualität der aufgezeichneten Lungensignale.

Filter für Arburg-Maske rundet Corona-Projekt ab

[Di 01.12.2020, 13:31] Seit Beginn der Pandemie ist Arburg im Kampf gegen Corona sehr aktiv. Ein Beispiel ist die multifunktionale Mund- und Nasenmaske. In 41 Tagen wurde diese zusammen mit Partnern entwickelt und zur Serienreife gebracht. Im Mai fiel der Startschuss für die Produktion der Mund- und Nasenmasken aus LSR (Liquid Silicone Rubber) und PP (Polypropylen) – zunächst als Version für den alltäglichen Gebrauch. Um sowohl den Träger der Maske als auch dessen Umfeld vor dem Virus zu schützen, folgte der nächste Schritt: Die Konzeptionierung und Herstellung eines ergänzenden Einwegfilters, der sich einfach auf die Maskenöffnung aufstecken lässt.

„Uns war wichtig, mit der Maske nicht nur ein Produkt für den Alltag zu entwickeln, sondern durch den zusätzlichen Filter auch den persönlichen Schutz in den Vordergrund zu stellen“, sagt Gerhard Böhm, Arburg-Geschäftsführer Vertrieb. Als weitere Anforderungen nannte er einen hohen Tragekomfort, die Sterilisierbarkeit und die Mehrfachverwendung im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Der Filter wurde zusammen mit der Firma Karl Küfner entwickelt. Die Experten für die Herstellung von Filtern setzen seit Jahrzehnten Arburg-Maschinen in der Spritzgießfertigung ein. Die Herstellung des Maskenfilters erläutert der Projektverantwortliche Manuel Frick, der als Arburg Sales Manager LSR die Mund- und Nasenmaske konzipiert hat: „Für die Herstellung der dünnwandigen Filtergehäuse aus PP haben wir einen Allrounder 470 H mit 1.000 kN Schließkraft und 4-fach-Werkzeug eingesetzt. Da diese hybride Hochleistungsmaschine für schnelllaufende Anwendungen konzipiert ist, können wir die Teile in einer Zykluszeit von rund 5,5 Sekunden fertigen“. So sei es möglich, effizient circa 2.500 Gehäuse pro Stunde zu produzieren, die dann mittels Ultraschall mit einem Hochleistungsvlies zum fertigen Filter verschweißt werden.

Wie SARS-CoV-2 in das Gehirn gelangt

[Mo 30.11.2020, 16:06] Ein Forschungsteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat anhand von Gewebeproben verstorbener COVID-19-Patienten analysiert, auf welche Weise das neuartige Coronavirus ins Gehirn eindringen kann und wie das Immunsystem dort auf das Virus reagiert. Die jetzt in Nature Neuroscience veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass SARS-CoV-2 über die Nervenzellen der Riechschleimhaut in das Gehirn übertritt. Den Forschenden ist es dabei erstmals gelungen, elektronenmikroskopische Aufnahmen intakter Coronaviruspartikel in der Riechschleimhaut anzufertigen.

Unter Leitung von Dr. Helena Radbruch vom Institut für Neuropathologie der Charité und Prof. Dr. Frank Heppner, Direktor desselben Instituts, hat ein multidisziplinäres Forschungsteam den Eintritt des Virus in das Nervensystem und seinen weiteren Weg im Gehirn jetzt nachgezeichnet. Dazu untersuchten Experten aus Neuropathologie, Pathologie, Rechtsmedizin, Virologie und der klinischen Versorgung die Gewebeproben von 33 Menschen, die an der Charité oder der Universitätsmedizin Göttingen infolge einer COVID-19-Infektion verstorben waren – im Schnitt in einem Alter von knapp 72 Jahren. Mit modernsten Methoden analysierten die Forschenden Proben aus der Riechschleimhaut sowie vier verschiedenen Hirnregionen: Sowohl im Gewebeverbund als auch in einzelnen Zellen fahndeten sie nach dem Erbgut von SARS-CoV-2 sowie einem Protein der Virushülle – dem sogenannten Spike-Protein. Dem Team gelang es so, das Virus in verschiedenen neuroanatomischen Strukturen nachzuweisen, die Auge, Mund und Nase mit dem Hirnstamm verbinden. Die höchste Viruslast zeigte sich dabei in der Riechschleimhaut. Dort konnte das Forschungsteam mithilfe von Spezialfärbungen und elektronenmikroskopischen Aufnahmen auch erstmals intakte Coronaviruspartikel sichtbar machen: Sie fanden sich sowohl im Inneren von Nervenzellen als auch auf den Fortsätzen der dort ansässigen Deckzellen. Für diese Analysen elementar war eine ausgezeichnete Gewebequalität, die die Forschungsgruppe durch eine enge Abstimmung zwischen krankenversorgenden und pathologischen Bereichen und eine ausgefeilte Infrastruktur erreichte.

„Auf Basis dieser Daten gehen wir davon aus, dass SARS-CoV-2 die Riechschleimhaut als Eintrittspforte ins Gehirn benutzen kann“, sagt Prof. Heppner. Das ist anatomisch auch naheliegend: Hier befinden sich Schleimhautzellen, Blutgefäße und Nervenzellen sehr nah beieinander. „Von der Riechschleimhaut aus nutzt das Virus offenbar neuroanatomische Verbindungen wie beispielsweise den Riechnerv, um das Gehirn zu erreichen“, ergänzt der Neuropathologe. „Wichtig zu betonen ist aber, dass die von uns untersuchten COVID-19-Betroffenen per Definition – sie gehören zu der kleinen Gruppe von Patientinnen und Patienten, die letztlich daran versterben – einen schweren Verlauf gezeigt hatten. Die Ergebnisse unserer Studie können deshalb nicht zwangsläufig auf leichte oder mittelschwere Fälle übertragen werden.“

Mehrzonen-Lösung für Impfstoff-Kühlung

[Mo 30.11.2020, 13:22] Sicherheit und Energieeffizienz miteinander vereint: Die Technotrans SE hat mit dem Ecotec Cold Storage eine neue Tieftemperatur-Containerlösung für die Impfstofflagerung entwickelt. Die Besonderheit liegt in einem effizienten Mehrzonen-System, bestehend aus einem Tieftemperaturlagerraum mit minus 80 Grad Celsius und einer Zone mit individuell gestaltbarer minus Temperatur – zum Beispiel minus 20 Grad Celsius. Da es sich bei diesen Räumen jeweils um isolierte Zellen handelt, verhindert das Konzept so einen unerwünschten Feuchteeintrag in die Tiefkühlzelle und spart dank geringerer Temperaturunterschiede deutlich Energie ein. Der wesentliche Vorteil dieses Konzeptes liegt jedoch in der Individualität: In einem einzigen Lagerraum können Impfstoffe unterschiedlichster Hersteller mit den jeweils für dieses Mittel optimalen Temperaturen sicher und stabil gelagert werden.

Corona-Impfstoff Logistik sichern

[Fr 27.11.2020, 11:18] Die Entwicklung von Corona-Impfstoffen schreitet mit Riesenschritten voran, jetzt muss die sichere Verteilung der Impfdosen realisiert werden. Der neue BionNTech Impfstoff muss bei -70 °C transportiert und gelagert werden und benötigt daher eine ununterbrochene Kühlkette. Als langjähriger Partner der Pharmabranche und Spezialist für extreme Temperaturen bietet Weisstechnik dafür passende Lagerlösungen.

Bei der Impfstoff-Logistik werden an verschiedenen Stationen der Lieferkette unterschiedliche Kühlkapazitäten benötigt. Viele der von Weisstechnik angebotenen Klima- und Temperaturprüfschränke erreichen schnell und sicher -70 °C. Damit eignen sie sich zur Zwischenlagerung kleinerer Impfstoffmengen in Impfzentren, Krankenhäusern oder Arztpraxen und bei kurzfristigen Kapazitäts-Engpässen. Große Chargen an Flughäfen und in Verteilzentren benötigen begeh- oder befahrbaren Temperaturkammern. Hier bietet das Unternehmen schnell betriebsbereite Container inklusive Schleusensystemen zur Vermeidung von Vereisung, ausfallsicher ausgelegten Kältekreisen und Zugangskontrollen.

Antimikrobielles Schutzschild

[Do 26.11.2020, 13:27] Mitten in der Corona-Pandemie setzt Heraeus im Kampf gegen Viren und Keime auf eine völlig neuartige umweltfreundliche Technologie. So hat der Hanauer Technologiekonzern von dem Berliner Start-up Largentec die Exklusiv-Lizenz für AGXX-Partikel, ein katalytisch wirkendes antimikrobielles Schutzschild, erworben. Heraeus wird nun das volle Potenzial der Technologie für diverse Anwendungsfelder zur Marktreife führen.

AGXX-Partikel haben eine hervorragende antimikrobielle Wirkung, die bereits erfolgreich gegen mehr als 130 Mikroorganismen getestet wurde, darunter auch Sars-CoV-2 Viren. Darüber hinaus bietet AGXX viele weitere Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen antimikrobiellen Lösungen: Die AGXX-Partikel enthalten weder Pharmazeutika noch schädliche Biozide und sind daher - im Gegensatz zu vielen anderen antimikrobiellen Technologien - nicht schädlich für Menschen, Tiere und die Umwelt. Die möglichen Anwendungsbereiche von AGXX sind vielfältig: Getestet wird der Einsatz in Gesichtsmasken, Medizinprodukten, Farben, Lacken, Textilien, Klimaanlagen oder auch auf Oberflächen und Haltegriffen in Bus oder Bahn.

Maschinenbauer im Anti-Corona-Einsatz

[Do 26.11.2020, 10:16] Seit Anfang 2020 stemmen sich Ärzte und Pflegekräfte auf der ganzen Welt gegen COVID-19. Dafür, dass sie dabei gut geschützt sind, tragen nicht zuletzt Maschinenbauer wie MBL Solutions Sorge: Innerhalb von nur vier Monaten entwickelte das Unternehmen aus Apulien eine der ersten italienischen Maschinen für die Herstellung medizinischer Gesichtsmasken. Das gelang auch dank des Supports durch den Bauteilexperten Misumi. Mehr dazu hier.

Wie SARS-CoV-2 die Medizintechnikbranche verändert

[Mi 25.11.2020, 16:09] Anlässlich der virtual.Medica haben Spectaris und Roland Berger in Kooperation mit der Medical Mountains GmbH den Trendreport „Wie SARS-CoV-2 die Medizintechnikbranche verändert“ veröffentlicht. Die Ergebnisse: der Wettbewerb verschärft sich, kleinere Unternehmen sind bedroht. Digitale Exzellenz und Vertriebsstrategien sind wichtiger denn je. Mehr dazu hier.

Diskutieren Sie mit in der XING Ambassador Community Medizintechnik

Hier treffen Ärzte und andere Mitarbeiter der Gesundheitswirtschaft auf Vertreter von Medizintechnikherstellern und -händlern sowie auf deren Dienstleister und Zulieferer.

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Forschungsprojekts für antimikrobielle und viruzide Beschichtungen

[Mi 25.11.2020 11:50] Viren wie SARS-CoV-2 können auf Kunststoffen, die aufgrund des Gewichts insbesondere in Flugzeugen weit verbreitet sind, lange überleben. Die PVD-Beschichtungslösungen von Oerlikon Balzers schützen nicht nur Werkzeuge und Komponenten: Die Ingenieure des Unternehmens verfügen auch über langjährige Erfahrung und umfassendes Know-how bei der Entwicklung von Lösungen für spezifische Anwendungen in der Medizinbranche. Als Partner eines internationalen Forschungsprojekts nutzt Oerlikon Balzers nun dieses Fachwissen aus der langjährigen Zusammenarbeit mit medizinischem Fachpersonal, Universitäten und Universitätskliniken, um antimikrobielle und viruzide Beschichtungen für Komponenten aus Kunststoff zu entwickeln.

Fraunhofer IPA vs. Corona

[Di 24.11.2020, 13:46] Die Corona-Pandemie stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen, denn es gilt, die Bevölkerung und den Wohlstand optimal zu schützen. Expertinnen und Experten von Fraunhofer wirken mit dem Aktionsprogramm „Fraunhofer vs. Corona“ bei der Bekämpfung an vorderster Front mit und unterstützen Wirtschaft und Gesellschaft dabei, direkte Auswirkungen und längerfristige Folgen zu bewältigen.

Das Fraunhofer IPA arbeitet mit Partnern an verschiedensten Technologien im Umfeld der Produktion und Automatisierung und koppelt so seine Kompetenz auf diesem Gebiet mit neuesten Entwicklungen im Kontext der Pandemie. Weitere Informationen und Anmeldungsmöglichkeiten gibt es hier.

Medizinische Gesichtsmaske mit CE-Zeichen

[Di 24.11.2020, 10:03] Die Fetter und Spiritini Gruppe hat die erfolgreiche CE-Zertifizierung ihrer neuen medizinischen Gesichtsmaske bekanntgegeben. Die Maske des Typs IIR entspricht der Norm DIN EN 14683:2019 und ist somit auch für medizinisches Fachpersonal geeignet.

Der Dienstleister aus Salzweg legt dabei Wert auf „Qualität Made in Germany“ – nicht nur die Herstellung erfolgt in Deutschland, auch die Materialien werden von deutschen Anbietern bezogen. „Wir sind uns der Verantwortung bewusst, ein Medizinprodukt auf den Markt zu bringen. Die Produktqualität und natürlich die Sicherheit der Menschen steht dabei für uns im Mittelpunkt.“, sagte Frank Gollwitzer, Geschäftsführer der F+S Produktion und Service GmbH, dem Produzenten der Masken. Für die Herstellung wurde eine Halle am Standort Salzweg neu hergerichtet und klimatisiert. Eine hochautomatisierte Fertigungslinie garantiert eine gleichbleibende Qualität. 60.000 Masken können hier täglich hergestellt werden.

Bei der Entwicklung, Industrialisierung, Prüfung und CE-Zertifizierung wurde die F+S durch die Activoris Medizintechnik beraten, die den gesamten Prozess begleitete. Über einen Zeitraum von sechs Monaten wurden Anforderungen dokumentiert, Risiken analysiert, Anlagen qualifiziert, um die Technische Dokumentation für ein Medizinprodukt zu erstellen. Grünes Licht für das Produkt aus dem Hause Fetter + Spiritini gab es dann vor kurzem vom Institut Hohenstein, welches als Prüflabor die notwendigen Tests nach der Prüfnorm DIN EN 14683:2919 Typ IIR durchführte.

Transportdrohnen für Laborproben

[Mi 18.11.2020, 07:00] In Berlin sind ab dem 17. November Drohnen im Einsatz, um Laborproben schneller bearbeiten zu können.

Durch den Einsatz von Drohnen soll die Transportzeit für besonders zeitkritische Proben zwischen einzelnen Klinikstandorten und dem Zentrallabor von Labor Berlin, dem ersten Gemeinschaftsunternehmen von Charité und Vivantes, deutlich verkürzt werden. Labor Berlin und Matternet bereiten sich daher seit längerem intensiv darauf vor, Laborproben per Drohnen zu transportieren. Die Initiatoren setzen damit den Grundstein für das erste innerstädtische BVLOS-Netzwerk (beyond visual line of sight) zur Lieferung medizinischer Materialien durch die Luft.

„Die Corona-Pandemie macht einmal mehr deutlich, dass Zeit Leben retten kann. Wir sind davon überzeugt, dass Drohnen eine wichtige Rolle spielen werden bei unserem Ziel, die Behandlung von Patienten bestmöglich zu unterstützen.“, so Klaus Tenning, Projektleiter Labor Berlin.

Sanner steigert Gesamtproduktion um mehr als zehn Prozent

[Di 17.11.2020, 14:13] Die Sanner GmbH ist bislang gut durch die Corona-Krise gekommen. Die Nachfrage nach Lösungen des internationalen Herstellers von pharmazeutischen Primärverpackungen und Medizintechnikprodukten ist sogar um mehr als zehn Prozent gestiegen. Besonders gefragt sind Verpackungslösungen für Brausetabletten. Darüber hinaus sind auch Medical Devices wie Komponenten für Corona- und andere Schnelltests sowie Inhalatoren stärker gefragt. Um diese Nachfrage zu erfüllen, hat das Unternehmen Kapazitäten aufgestockt – und tut alles, um die Kunden mit der gewohnt hohen Liefertreue und Qualität zu versorgen.

Aerobuster jagt herumfliegende Corona-Viren

[Do 12.11.2020, 09:02] Aerosole spielen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Covid-19. Beim Atmen, Sprechen oder Husten verbreiten sich die winzigen mit Corona-Viren beladenen Tröpfchen in Innenräumen. Besonders betroffen sind Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Uni-Hörsäle, Arztpraxen oder Restaurants. Eine effektive, sichere und vor allem schnell verfügbare Lösung haben jetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelt. Der Aerobuster ist einfach, kompakt, und kann sehr effektiv Viren und andere Krankheitserreger aus der Raumluft inaktivieren.

„Erste Ergebnisse zeigen, dass mit unserem Aerobuster luftgetragene Modell-Viren zu fast 100 Prozent inaktiviert werden können. Dabei ist der Aerobuster mit einem hohen Luftdurchsatz extrem leistungsstark und hat deutlich niedrigere Anschaffungskosten als handelsübliche Luftreinigungsgeräte“, sagt Professor Horst Hahn, Leiter des Instituts für Nanotechnologie des KIT und einer der Erfinder des Aerobusters. Simulationen der Aerosolbewegungen in einem durchschnittlichen Klassenzimmer mit 20 Schülern belegen, dass durch den Aerobuster die Konzentration aktiver Viren in der Raumluft drastisch gesenkt und so die Ansteckungsgefahr dauerhaft erheblich vermindert werden kann.

Durchführung von standortübergreifenden klinischen Studien und Patientenscreenings

[Di 10.11.2020, 10:48] Kontaktsperren, Mobilitäts- und Reisebeschränkungen – die Coronavirus-Pandemie und die mit ihr einhergehenden Restriktionen belasten die Gesundheitssysteme weltweit. So können sich u.a. Experten aus Industrie und Medizin nicht mehr persönlich treffen, um Patientenfälle gemeinsam zu erörtern und Behandlungspläne zu beschließen. Hier setzt das deutsche Unternehmen Clin-Flows an: Speziell entwickelte Online-Tools ermöglichen es medizinischen Spezialisten, sich auch auf Distanz auszutauschen, Fälle gemeinsam zu diskutieren und Daten auszuwerten.

Auszeichnung für Beatmungssystem

[Fr 06.11.2020, 07:25] Demcon hat den Deutsch-Niederländischen Wirtschaftspreis 2020 gewonnen. Das niederländische Hightech-Unternehmen entwickelte im Frühjahr in nur drei Wochen ein neues Beatmungssystem für Corona-Patienten und setzte sich mit dieser grenzüberschreitenden Kooperation gegen 28 weitere Kandidaten durch.

„Wir vergeben den Wirtschaftspreis dieses Jahr zum 13. Mal, doch noch nie in so herausfordernden Zeiten wie jetzt“, sagt DNHK-Geschäftsführer Günter Gülker mit Blick auf die Corona-Pandemie. „Demcon ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und dank binationalem Ansatz in Rekordzeit Lösungen anbieten können.“ An der Entwicklung des Beatmungssystems Demcair waren Partner aus beiden Ländern beteiligt. Auch eine Maschine für die Produktion medizinischer Masken entwickelte Demcon während der Krise in deutsch-niederländischer Zusammenarbeit. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung“, sagt Eric Tielemans, Managing Director von Demcon Advanced Mechatronics. „Eine wirklich schöne Anerkennung der harten Arbeit unserer Kollegen.“

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Aus Fehlern des ersten Lockdowns lernen

[Mi 04.11.2020, 08:27] Der Bundesverband Medizintechnologie, BV-Med, drängt auf intelligente Lösungen, um auch während der Corona-Pandemie die medizinische Gesamtversorgung der Menschen in Deutschland sicherzustellen. „Wir müssen aus den Fehlern des ersten Lockdowns lernen und vor dem Hintergrund, dass die Pandemie über den Winter andauern wird, die medizinische Gesamtversorgung sicherstellen“, so BV-Med-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. „Alle Patientengruppen, die notwendige stationäre Versorgung und insbesondere Operationen brauchen, benötigen den zeitnahen Zugang zu stationären Leistungen.“ Mehr dazu hier.

Hygienearmband für die Handdesinfektion

[Fr 30.10.2020, 14:19] Design und Funktionalität vereint: Das ist das Ziel der Gründer von Cleanbrace, einem Hygienearmband, das jederzeit die Handdesinfektion ermöglicht. Gemeinsam mit dem Spritzgussspezialisten Protolabs sind sie jetzt bereit für die Serienproduktion. Mehr dazu hier.

Pfaff und Sonotronic bündeln Know-how für Maschinenkonzept

[Do 29.10.2020, 10:03] Als Reaktion auf die steigende Nachfrage nach Schutzmasken in der aktuellen Corona-Pandemie, haben Ingenieure und Techniker reagiert und gemeinsam ein Maschinenkonzept entwickelt. In dem Produkt stecken 150 Jahre Kompetenz beim Verbinden von textilen Materialien und geballtes Know-how der Marken Pfaff Industrial, KSL und Sonotronic in den Bereichen Prozesssteuerung, Automatisierung und Robotik. Die Konfiguration erfolgt über eine Siemens-Steuerung mit 3 HMIs / Bedienfelder. Die Maskenanlage ist mit Ultraschall-Komponenten von Sonotronic für das kontinuierliche und getaktete Schweißen ausgestattet. Diese gewährleisten eine schnelle und zuverlässige Verarbeitung von Nonwoven, Nasenbügeln und Ohrbändern zur Herstellung von Masken. Alle Antriebe sind synchronisiert über Servomotoren gesteuert. Ein besonderes Merkmal bei diesem Anlagentyp ist die optimierte Prozessführung, die neben der sicheren Arbeitsweise auch eine sehr geringe Geräuschentwicklung erzielt.

Verschiebung nicht dringlicher Operationen

[Di 27.10.2020, 15:55] Angesichts steigender SARS-CoV-2-Infektionszahlen stellen sich die Krankenhäuser in Deutschland darauf ein, vielerorts planbare Operationen zu verschieben, so das Ärzteblatt. Es sei damit zu rechnen, dass „nicht notfallmäßige Eingriffe in besonders belasteten Regionen und Krankenhäusern wieder verschoben werden müssen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, der Augsburger Allgemeinen.

Baum nannte die stark steigende Zahl der Neuinfektionen „besorgniserregend“. „Wir wissen aus dem Frühjahr, dass aus diesen Neuinfektionen zwangsläufig stationäre Behandlungsfälle folgen.“ Damals habe jeder siebte Coronainfizierte mit einem zeitlich verzögertem Abstand im Verlauf der Krankheit stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen. Zudem müsse damit gerechnet werden, dass eine bestimmte Zahl von Betten freigehalten werden müsse. „Anders als im Frühjahr wird es aber keinen flächendeckenden und unkoordinierten Lockdown geben“, fügte Baum hinzu.

Insbesondere die überregionale Versorgung großer Kliniken für wichtige Eingriffe solle gewährleistet bleiben. Baum zufolge hat sich die Zahl der Coronapatienten auf den Intensivstationen seit Anfang Oktober von 373 auf 1.296 mehr als verdreifacht.

Rundumhygiene in Orthopädiewerkstätten

[Di 27.10.2020, 10:33] In der Medizintechnikbranche ist die richtige Hygiene entscheidend. Insbesondere die aktuellen Umstände während der Coronavirus-Krise stellen Orthopädietechniker vor eine essenzielle Frage: Wie schütze ich mich und meine Patienten vor einer Ansteckung? Die Antwort darauf gibt das niedersächsische Medizintechnikunternehmen Ottobock mit einem Hygieneportfolio für Orthopädiebetriebe, das sie auf dem Weg in die nächste Normalität begleiten soll. Die Initiative trägt den Namen #backtotreatment.

Ganz neu: Ein Plasma Generator desinfiziert die Raumluft im laufenden Betrieb. Davon profitieren insbesondere Mitarbeiter in Orthopädiewerkstätten. Und mit Calistair C300 kommt noch ein spezielles Dekontaminationsgerät mit Krankenhaus-Technologie auf den Markt – als optimale Ergänzung für bestehende Lüftungssysteme in der Patientenversorgung. Hinter Calistair steht ein französisches Unternehmen, eine Beteiligung des HGN Incubator Startup Portfolios. Calistair ist auf den Bereich der Luftdekontamination für ultrasaubere Umfelder, wie u. a. Reinräume, Labore oder Krankenhäuser spezialisiert.

„Beim Sprechen entstehen winzige unsichtbare Aerosole. Diese mikroskopisch kleinen Tröpfchen schweben in der Raumluft und können Viren und Bakterien enthalten, die sich von Mensch zu Mensch übertragen“, erklärt Produktmanager Sebastian Hoch. Um diese Gefahr zu bannen, hat Ottobock Equipment das Portfolio exklusiv um den Plasma Generator erweitert. Das Desinfektionsgerät erzeugt kaltes Plasma, das Viren und Bakterien in der Luft und auf Oberflächen effektiv angreift und innerhalb von 30 Minuten inaktiviert. In Form von Hydroxylradikalen löst das kalte Plasma eine chemische Kettenreaktion aus, bei der unter definierten Prüfbedingungen der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie bis zu 99,99 Prozent der Keime beseitigt werden.

Rapid Tech 3D wird 2021 hybrid

[Di 20.10.2020, 13:16] Nachdem die Rapid Tech 3D aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 eine Zwangspause eingelegt hat, kehrt die älteste deutsche Kongressmesse für additive Fertigung im Jahr 2021 mit einem neuen Konzept zurück: Vom 4. bis 6. Juni wird die Rapid Tech 3D als Hybrid-Event mit Live- und Digital-Formaten stattfinden. Wie die Veranstalter betonen, haben Gesundheit und Sicherheit der Teilnehmer oberste Priorität. Daher gibt es eine umfassendes Hygieneprotokoll und ein flexibles Raumnutzungskonzept.

Für viele Teilnehmer der Rapid Tech 3D ist der Fachkongress das Herzstück der Veranstaltung und das soll auch 2021 so bleiben. Daher wurde das hybride Eventkonzept um den Kongress gestaltet. Zunächst kann die Messe Erfurt ihre Räumlichkeiten flexibel den Teilnehmerzahlen anpassen und ein sicheres Tagen vor Ort ermöglichen. Darüber hinaus wird es erstmals das Angebot geben, alle Sessions des dreitägigen Kongresses online zu verfolgen und mit den Vortragenden zu interagieren. Neben dem Fachkongress wird die 3D-Ausstellung in den Messehallen stattfinden. Laut Veranstalter haben sich schon erste Aussteller aus Mittel- und Süddeutschland angemeldet. Um wem es sich genau handelt, wurde noch nicht kommuniziert.

VDGH begrüßt erweiterte Teststrategie

[Mo 19.10.2020, 11:33] Der VDGH begrüßt die erweiterte Teststrategie der Bundesregierung in Bezug auf das Coronavirus. Die Verordnung zum Anspruch auf Testung auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung) ist am 15. Oktober in Kraft getreten. Sie definiert den Testanspruch für bestimmte Personengruppen. „Zielgerichtete Testungen sind von entscheidender Bedeutung für die Eindämmung von Corona-Infektionsketten und die Verhinderung unkontrollierter Ausbrüche“, sagt der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Diagnostica-Industrie (VDGH), Ulrich Schmid. Der Herstellerverband unterstützt das in der Verordnung formulierte Ziel, nicht nur umfassender, sondern auch einfacher Personengruppen zu testen, bei denen noch keine Symptome vorliegen, aber eine Infektion naheliegt oder eine besondere Gefährdung darstellen kann. Durch die neue Testverordnung werden Antigentests jetzt als wichtige Ergänzung der diagnostischen Optionen anerkannt. Schmid sagt: „Antigentests tragen zum weiteren Ausbau von Testkapazitäten bei. Als Point-of-care-Anwendung stellen Antigentests ein niedrigschwelliges Testangebot dar und liefern schnelle Ergebnisse vor Ort.“

Test-Ergebnis in 15 Minuten

[Do 15.10.2020, 08:01] Siemens Healthineers hat einen schnellen und einfach anzuwendenden Antigentest auf den Markt gebracht, der das Covid-19 verursachende SARS-CoV-2 Virus nachweist. Der Clinitest Covid-19-Schnelltest ist ein Kassetten-Test für den Point-of-Care, der keine Laborgeräte oder spezialisiertes Laborpersonal zur Durchführung erfordert und Ergebnisse in 15 Minuten liefert.

Der CE-zertifizierte Test, der vom einem Partner von Siemens Healthineers entwickelt und getestet wurde, wies eine 96,72 prozentige Sensitivität und eine 99,22 prozentige Spezifität auf der Grundlage einer klinischen Studie mit 317 Probanden auf. Die Studie wurde mit Anwendern unterschiedlicher Qualifikationen an sechs verschiedenen Orten durchgeführt, unter anderem einem Krankenhaus, einer Gemeindeklinik, einem College-Campus und einer onkologischen Abteilung. Siemens Healthineers plant, den Testbedarf je nach Verlauf der Pandemie abzudecken. Es ist auch vorgesehen, die FDA-Notfallzulassung zu beantragen.

Professionelle Luftreinigung bei Medtech-Dienstleister

[Mi 14.10.2020, 13:28] Björn Thümler, Minister für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, besuchte die Notrufeinsatzzentrale von „Offshore Response and Safety“ in Rastede. Bei dem norddeutschen Dienstleister rund um Medizintechnik und Arbeitsschutz kommt ein einzigartiges Luft-, Raum- und Oberflächendesinfektionsgerät im Kampf gegen Corona-Viren zum Einsatz. Der Minister informierte sich über die besonderen Technologien, die in diesem erstmals in Deutschland verfügbaren Plasmadesinfektionsgerät „Plaze Safe W“ verbaut sind. „Es freut mich, dass neben Abstand, Hygiene und Alltagsmasken nun auch medizintechnische Innovationen im Kampf gegen Corona in Deutschland zum Einsatz kommen. Die Luft- und Raumdesinfektion ist als ergänzende Maßnahme ein sehr gutes Mittel um Leben und Arbeiten in geschlossen Räumen wieder sicherer zu machen“ sagte Björn Thümler.

Mit Plaze Safe W können bis zu 99,9 Prozent aller Viren sowie Bakterien, Milben, Feinstaub, Pilze, Pollen, Kleinpartikel und Gerüche unschädlich gemacht werden. Sieben Technologien leisten hier eine wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung. „Unabhängige Forschungsinstitute in den USA und in Südkorea haben die Wirkung insbesondere gegen humane Corona-Viren und Bakterien erfolgreich getestet und nachgewiesen“ erklärte Jutta Haupt-Szyza, Geschäftsführerin Apo-Care Pharma.

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Schnelltest-Fertigung zum Nachweis von SARS-CoV-2

[Mo 12.10.2020, 11:09] Durch die Corona-Pandemie wurden von einigen Kunden neue Lieferketten erforderlich und schlagkräftige Lieferanten mit schneller, flexibler Entwicklung und Produktion gefordert. Die Wirthwein Medical GmbH & Co. KG hat diese Herausforderungen am Beispiel einer Corona-Schnelltest-Produktion mit dem gesamten Team in kurzer Zeit unter kontrollierten Fertigungsbedingungen und zusätzlichen Hygienemaßnahmen umgesetzt. Mehr dazu hier.

Datenspende für das RKI

[Do 08.10.2020, 15:20] 529.281 Menschen haben die Datenspende-App bisher heruntergeladen, mehr als 111 Mio. Datensätze zu Vitalwerten wurden an das Robert-Koch-Institut übermittelt. Die App könnte damit zur Blaupause für die wissenschaftliche Kooperation zwischen Bürgern und Forschern werden. Seit Anfang April ist die Corona-Datenspende-App erhältlich. Die App, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) entwickelt wurde, erfasst vom Nutzer freigegebene Vitaldaten wie Ruhepuls, Schlaf und Aktivitätsniveau via Fitnessarmband oder Smartwatch. Bei einer akuten Atemwegserkrankung ändern sich diese Vitalzeichen in den meisten Fällen deutlich, typische Covid-19-Symptome wie Fieber können durch die App also erkannt werden. Dadurch soll beispielsweise eine Fieberkarte berechnet werden. Auf Landkreisebene und täglich aktualisiert soll dann laut RKI abgeschätzt werden, ob in einer Region überdurchschnittlich viele Menschen Fieber haben. Dies könne indirekt helfen, die Zahl der an Covid-19 Erkrankten zu schätzen und so zeitnah die Entstehung neuer Covid-19-Hotspots sichtbar machen.

Nach Auffassung der Bundesregierung ist es „mit der Corona-Datenspende-App gelungen, ein Instrument zu programmieren, das es erlaubt, bevölkerungsweit verschiedenste Gesundheitsdaten und Vitalwerte unter datenschutzrechtlich guten Bedingungen zusammenzutragen“. Der Datenschutz ist bei den sensiblen Daten von besonderer Bedeutung, die Daten werden in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland gespeichert, und der Server wird in der Open Telecom Cloud („OTC“) der Deutschen Telekom gehostet. Bei der automatisierten Fieberdetektion und dem daraus entwickelten Fiebermonitor soll es nicht bleiben. Das Monitor-System soll weiterentwickelt werden, zudem werden momentan neben den statistischen Verfahren, auf denen der Detektionsprozess beruht, Methoden aus dem Bereich der Mustererkennung und des maschinellen Lernens implementiert.

Eine wesentliche Erweiterung der Corona-Datenspende-App sei die Verbindung mit anderen am RKI verankerten Surveillance-Systemen, wie der „GrippeWebPlattform“. „Ganz allgemein werden wissenschaftliche Pläne für Citizen-ScienceProjekte in der Gesundheitsforschung entworfen, für die die Corona-Datenspende-App als Schablone dienen kann“, betont die Regierung. Mehr dazu hier.

Medizinische Ausbildung durch lebensechte Dummys in Zeiten von Covid-19

[Mi 07.10.2020, 13:35] In den letzten Monaten hat Covid-19 die Gesundheitssysteme vieler Länder auf den Kopf gestellt und es wurde mehr denn je deutlich, dass eine gute und umfassende Ausbildung von medizinischem Personal essentiell ist. Lebensechte Dummys, die mithilfe eines hochmodernen 3D-Scanners von Artec 3D, einem Entwickler und Hersteller von professionellen 3D-Scannern und Software, angefertigt werden, bieten Notärzten und Medizinern dabei eine einmalige Möglichkeit den Ernstfall an Silikonkörpern zu üben. In Zeiten der Pandemie wurden 2.000 medizinische Fachkräfte an diesen Dummys von Lifecast Body Simulation in zwei provisorischen Krankenhäusern für die Intensivpflege geschult, die in Großbritannien als Reaktion auf Covid-19 eingerichtet worden waren. Ziel der Ausbildung war und ist es, durch Covid-19 hervorgerufene Symptome, etwa Atemwegskomplikationen und Atembeschwerden, besser erkennen und behandeln zu können.

Während die verblüffend realen Dummys beweisen, dass die Technologie zum 3D-Scan fortgeschrittener ist als viele Menschen erahnen und zugleich für ein breites Anwendungsspektrum geeignet ist, sind die Nachbildungen mehr als nur schlichte Faksimile: Atemfähigkeit und Vitalzeichen, wie beispielsweise ein messbarer Puls, runden ihr Auftreten zusätzlich ab. Um sicherzustellen, dass die Dummys möglichst realistisch wirken, muss der Prozess der Herstellung detailliert und gründlich sein. Für die Erfassung und Nachbildung der Einzelheiten eines menschlichen Kopfes wurde der 3D-Scanner Artec Eva für die Detailarbeit genutzt. Als 3D-Scanner mit Strukturlicht, der auf die Erstellung präziser texturierter 3D-Modelle spezialisiert ist, eignet er sich ideal für mittelgroße Objekte wie den menschlichen Körper. Dabei erfasst Artec Eva jede Oberfläche sicher, schnell und hochpräzise. Dabei ist vor allem der Vergleich zu herkömmlichen Körperabformungsmethoden wichtig, um die Vorteile der modernen 3D-Scantechnologie zu erkennen. Im Gegensatz zu einem mehrstündigen, aufwändigen Prozess können so digitale Abbilde in wenigen Minuten entstehen.

Corona macht Medtech-Branche zu schaffen

[Fr 02.10.2020, 10:04] Die Covid-19-Pandemie hat auch auf die Medizintechnik-Branche dramatische Auswirkungen. Die Unternehmen, die im Bundesverband Medizintechnologie, BV-Med, organisiert sind, erwarten in diesem Jahr einen Umsatzrückgang von durchschnittlich 4,9 Prozent – nach einem Umsatzplus von 3,3 Prozent im Vorjahr. Der Absturz betrifft vor allem kleinere und mittlere Unternehmen. Bei einem Drittel der Unternehmen sind die Umsatzrückgänge sogar im zweistelligen Bereich. Das zeigt, wie dramatisch die Medtech-Branche von der Verschiebung elektiver Eingriffe und den rückgängigen Arztbesuchen betroffen ist. Diese Auswirkungen können auch bei weitem nicht durch den Mehrbedarf an medizinischer Schutzausrüstung und Hygieneprodukten kompensiert werden. Mehr zu den Ergebnissen der diesjährigen BV-Med-Herbstumfrage gibt es hier.

Fraunhofer IPA präsentiert Desinfektionsroboter

[Do 01.10.2020, 13:16] Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat das Fraunhofer IPA in kurzer Zeit den Prototyp eines mobilen Reinigungs- und Desinfektionsroboters, „DeKonBot“, entwickelt. Er fährt selbstständig zu potenziell kontaminierten Objekten wie Türgriffen, desinfiziert sie gründlich und ist dabei ressourcenschonend sowie zeiteffizient. Gegenüber verfügbaren Roboterlösungen am Markt unterscheidet sich DeKonBot in mehrerlei Hinsicht. Zum einen reinigt er relevante Oberflächen gezielt und direkt und versprüht die einzusetzenden Mittel nicht wie verschiedene andere Roboter großflächig im Raum. Zum anderen kann DeKonBot sicher unter Menschen eingesetzt werden. Desinfektionsroboter, die beispielsweise UV-Strahlen für das Abtöten von Viren nutzen, bedürfen aus Sicherheitsgründen einer menschenleeren Umgebung.

Damit DeKonBot erfolgreich arbeiten kann, wird er anfangs mithilfe eines Tablets, das auch ohne Robotik-Expertise zu bedienen ist, in seiner neuen Einsatzumgebung eingelernt. Im ersten Schritt fährt das Bedienpersonal den Roboter einmal durch die Umgebung, wobei dieser eigenständig eine Karte seiner Einsatzumgebung erstellt. Zudem »zeigt« der Anwender dem Roboter die zu reinigenden Objekte und die durchzuführende Reinigungsbewegung: Zu diesem Zweck führt der Anwender den Roboterarm mit dem Desinfektionswerkzeug zum Beispiel zum Türgriff und bewegt das Werkzeug, wie es für die Reinigung erforderlich ist. Der Roboter speichert die Bahn ab und kann sie im Folgenden selbstständig wiederholen. Das Erkennen der zu reinigenden Objekte erfolgt aktuell noch mithilfe sogenannter »Tags«, also kleiner, schwarzweißer Schilder. Relativ zu diesen positioniert sich der Roboter. Künftig werden keine Tags mehr gebraucht. Vielmehr werden neu am Fraunhofer IPA entwickelte Methoden zum Einsatz kommen, die zum einen die automatische Erkennung dieser Objekte in Kameradaten ermöglichen. Zum anderen wurde im Projekt ein neuer 3D-Sensor entwickelt, der die zu reinigenden Objekte und ihre Lage im Raum besser als verfügbare Sensoren erkennt.

Der Prototyp ist das Ergebnis einer gemeinschaftlichen IPA-Entwicklung der Abteilungen Roboter- und Assistenzsysteme, Laborautomatisierung und Bioproduktionstechnik sowie Reinst- und Mikroproduktion. DeKonBot erhielt dabei Förderungen aus dem internen Programm der Fraunhofer-Gesellschaft „Anti-Corona“, mit dem diese umfassende Forschungs- und Innovationsaktivitäten zur Bekämpfung der Pandemie realisiert.

Automatica abgesagt

[Di 29.09.2020, 11:44] Eine Durchführung der Automatica in diesem Dezember würde die Messe den Veranstaltern zufolge auf Dauer nachhaltig beschädigen. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen wurden in den letzten Wochen für immer mehr europäische Länder und Regionen Reisebeschränkungen verfügt. Auch die Reisesituation außerhalb Europas hat sich praktisch nicht verbessert. Zudem haben viele nationale und internationale Konzerne interne Reiseverbote ausgesprochen. Deshalb befürchten die meisten Aussteller, dass nur wenige der ursprünglich erwarteten Besucher vor Ort sein werden. Aus diesem Grund kommt für sie die Teilnahme an der Automatica 2020 nicht mehr in Betracht.

„Eine Messe lebt von ihren Teilnehmern. Doch zu viele unserer Aussteller und Besucher hätten wegen der Reisebeschränkungen nicht nach München kommen können“, sagt Falk Senger, Geschäftsführer Messe München, zu der Entscheidung. „Deshalb mussten wir uns letztendlich für eine Absage der Automatica 2020 entscheiden. Umso wichtiger ist jetzt der Blick nach vorn. Mit Nachdruck arbeiten wir an neuen Angeboten, um die Branche zusammen- und voranzubringen.“ Gemeinsam mit den Ausstellern entwickelt die Messe München ein neues, an die Rahmenbedingungen der Corona-Zeit angepasstes Präsenzformat mit digitalen Elementen. Das neue Event ist als kompakte ‚Messe vor der Messe‘ für den Frühsommer 2021 angedacht und soll ein Add-on zur Automatica werden. Ausführliche Informationen dazu folgen zeitnah.

Beatmungssystem für Wirtschaftspreis nominiert

[Di 29.09.2020, 11:09] Der niederländische Hightech-Konzern Demcon hat in der Corona-Pandemie echten Pioniergeist beweisen. In kürzester Zeit entwickelten die Medizintechnik-Ingenieure des Familienunternehmens ein Beatmungssystem für Corona-Patienten – gemeinsam mit niederländischen und deutschen Partnern. Damit ist das Unternehmen Unternehmen nun im Rennen um den Deutsch-Niederländischen Wirtschaftspreis 2020. Nach nur vier Wochen konnten der niederländischen Regierung 500 Exemplare für die Notversorgung zur Verfügung gestellt werden. In Zusammenarbeit mit der deutschen Demcon-Niederlassung in Münster entstand während der Krise außerdem eine Anlage für die Produktion medizinischer Mundschutzmasken.

BMBF fördert Entwicklung von Corona-Schnelltest

[Fr 25.09.2020, 14:53] Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert einen neuen PCR-basierten Corona-Schnelltest, den Bosch entwickelt hat und bei dem das Ergebnis in 39 Minuten vorliegt. An einer weiteren Beschleunigung des neuen Tests wird bereits gearbeitet. Der Test ermöglicht den dezentralen Einsatz vor Ort, ohne Probentransport zu Speziallabors. Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: „Mir ist wichtig, dass Menschen so schnell wie möglich Klarheit über ihren Gesundheitszustand haben. Hierbei können Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung dem Menschen große Dienste erweisen. Die rasante Weiterentwicklung unserer technologischen Möglichkeiten zeigt, zu welchen innovativen Leistungen deutsche Unternehmen gerade in Krisenzeiten fähig sind. Die Zeitersparnis und die vereinfachte Logistik gegenüber herkömmlichen PCR-Tests ist für Labore und andere Anwender sicherlich von großem Nutzen. Wir werden gerade in den nächsten Monaten vor der besonderen Herausforderung stehen, Menschen vermehrt testen zu müssen. Bei dieser komplexen Aufgabe kann das von Bosch mit Unterstützung des BMBF weiterentwickelte Testverfahren eine große Hilfe sein.“

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Antigentests für schnelle Entscheidungen

[Do 24.09.2020, 09:42] Der VDGH begrüßt die Ankündigung der Bundesregierung, die nationale Teststrategie zum 15. Oktober anzupassen und dabei die Nutzung von Antigentests einzubeziehen. „Angesichts wieder steigender Infektionszahlen gibt es keine Alternative zu einem umfassenden und zielgerichteten Testen. Für die Akutdiagnostik stellen Antigentests eine wichtige Ergänzung zu den PCR-Tests dar“, sagt der VDGH-Vorsitzende Ulrich Schmid. „Wo schnelle Entscheidungen vor Ort zu treffen sind, können Antigen-Schnelltests eine wertvolle Entscheidungshilfe darstellen“, so Schmid. Der VDGH verweist auf die breiten Einsatzmöglichkeiten, etwa in der hausärztlichen Praxis, beim Kinderarzt oder zum Schutz vulnerabler Gruppen in Pflegeeinrichtungen, Altenheimen und Krankenhäusern.

Derzeit sind bereits ein Dutzend verschiedener CE-markierter Antigentests als Schnelltests oder für das Zentrallabor in Deutschland verfügbar. In den nächsten Monaten werden weitere Hersteller die rechtlichen Voraussetzungen zum Inverkehrbringen der Tests erfüllen. Nach Einschätzung des VDGH wird spätestens Ende des Jahres die Verfügbarkeit von Antigentests stark angewachsen sein. Kleine und mittelständische Unternehmen sowie große Konzerne stehen parat. „Die Diagnostika-Industrie ist gerüstet, den politisch zu definierenden Bedarf an Antigentests zu decken“, unterstreicht Schmid.

Metav 2020 reloaded im März 2021

[Mi 23.09.2020, 11:48] „Nach der erfolgreichen Durchführung des Caravan Salons in Düsseldorf mit einem gut durchdachten und funktionierenden Hygienekonzept – Chapeau an die Kolleginnen und Kollegen – sind wir sehr zuversichtlich, auch die Metav 2020 reloaded an den Start bringen zu können“, sagt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer beim Metav-Veranstalter VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in Frankfurt am Main. Die Messe musste aufgrund der Corona-Pandemie vom März 2020 auf den März 2021 verschoben werden. Sie findet nunmehr vom 23. bis 26. März in den Hallen 5, 6 und 7a statt.

„Die Hallen sind ausgebucht, denn die Metav 2020 reloaded wird dann die erste bedeutende Messe für die Zerspanung seit über einem Jahr in Deutschland sein. Die Aussteller fiebern darauf, endlich wieder mit Kunden in den persönlichen Kontakt zu treten“, so Schäfer weiter. Für eine erfolgreiche Durchführung der Metav 2020 reloaded spricht zum jetzigen Zeitpunkt, dass sie schwerpunktmäßig auf den deutschen Markt abzielt. „90 Prozent der Besucher kamen bei der letzten Veranstaltung aus dem Inland“, sagt Schäfer. „Sie können, ähnlich wie beim Caravan Salon, ihren Messebesuch sehr gut planen, können die Situation vor Ort gut einschätzen und sind nicht von Reisewarnungen betroffen.“

Über 400 Aussteller der Metav 2020 aus 25 Ländern sind der Veranstaltung treu geblieben und werden auch 2021 dabei sein. Allerdings müssen sie in andere Hallen auf dem Düsseldorfer Messegelände einziehen als ursprünglich geplant. „Das hat jetzt den großen Vorteil, dass wir die Messe komplett neu aufplanen müssen und dabei allen behördlichen Anforderungen mit unserem Hygiene- und Infektionsschutzkonzept nachkommen können“, sagt Martin Göbel, Leiter Messen im VDW.

Cleanzone nun doch digital

[Di 22.09.2020, 10:00] Die Cleanzone findet am 18. und 19. November 2020 als rein virtuelle Veranstaltung statt. Die Messe Frankfurt hat sich im engen Schulterschluss mit der Strategiekommission der Cleanzone und der Branche zu diesem Schritt entschieden. Steigende Fallzahlen der Covid-19 Pandemie sowie verschärfte Reiserestriktionen machen es Ausstellern und Besuchern, vor allem auch aus dem Ausland, schwer bis unmöglich, physisch an der Cleanzone teilzunehmen. Kerstin Horaczek, Group Show Director Technology bei der Messe Frankfurt, führt aus: „Aufgrund dieser Umstände kann die Cleanzone am Standort in Frankfurt im November ihrem Anspruch als internationalem Branchentreff nicht gerecht werden. Die Reinraum-Community und ihre Anwenderindustrien jedoch brauchen im Herbst einen internationalen Treffpunkt, um sich über die aktuellen Entwicklungen in der Kontaminationskontrolle auszutauschen. Daher haben wir uns in enger Absprache mit der Branche und der Strategiekommission dazu entschlossen, diesen digital anzubieten.“

Die virtuelle Cleanzone bietet Ausstellern neue Businessfunktionen, die Gelegenheit ihre Produkte multimedial zu präsentieren und sich mit ihren Kunden durch KI-gestütztes Matchmaking aktiv zu vernetzen. Die Besucher können sich neben dem Austausch mit Ausstellern und anderen Besuchern Produktvorführungen ansehen und interaktiv an aktuellen Fachvorträgen teilnehmen. Darüber hinaus haben sie die Gelegenheit, den diesjährigen Preisträger des Cleanzone Awards zu wählen sowie die Preisverleihung live zu verfolgen.

Compamed und Medica werden virtuell

[Mi 16.09.2020, 07:12] Die Medica 2020 und die Compamed 2020 werden als die internationalen Informations- und Kommunikationsplattformen für die Medizintechnik-Branche und den Zuliefererbereich der Medizintechnik-Industrie vom 16. bis 19. November komplett im virtuellen Format stattfinden. Mehr dazu hier.

Antikörpertest-Partnerschaft

[Di 15.09.2020, Siemens Healthineers arbeitet mit den amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und der GFS (Gemeinsame Forschungsstelle) der Europäischen Kommission bei einem Forschungsprojekt zur Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zur Standardisierung von SARS-CoV-2-Tests zusammen. Die Tests sollen standardisiert werden, indem Konzentrationen von Antikörpern gegen spezifische virale Proteine definiert werden, die eine Neutralisierung des Virus bewirken. Diese könnten zukünftig auf Schwellenwerte extrapoliert werden, die als ausreichend angesehen werden, um Immunität zu verleihen. Die Standardisierung über Hersteller hinweg soll zudem die Patientenversorgung verbessern, indem ein langfristiger Vergleich des Levels an Antikörpern ermöglicht wird.

Pilotprojekt: „Würzburg Care“

[Di 15.09.2020, 13:43] Das Schweizer Hygienetechnologie-Unternehmen Livinguard mit deutschem Sitz in Karlstadt hat gemeinsam mit dem Stadtmarketing „Würzburg macht Spaß“ die Kampagne „Würzburg Care. Wir tragen Verantwortung“ ins Leben gerufen. Das Pilotprojekt verfolgt ein konkretes Ziel: Trotz Corona sichere Begegnungen im Alltag ermöglichen und so den lokalen Handel stützen. „Würzburg zählt zu den derzeit besonders stark betroffenen Regionen Deutschlands. Mit unserem Pilotprojekt möchten wir den Würzburgern wie auch lokalen Unternehmen und Einrichtungen in diesen herausfordernden Zeiten ein Stück Sicherheit zurückgeben“, so Sanjeev Swamy, Gründer und CEO von Livinguard. Im Rahmen der Kampagne stattet Livinguard 50 Würzburger Unternehmen mit Care Kits und Desinfektionsspendern im Wert von rund 150.000 Euro aus. Der größte Einzelposten an Care Kits geht an das Juliusspital Seniorenstift, das insgesamt 135 Pakete erhält. Die Care Kits enthalten Gesichtsmasken, Handschuhe, T-Shirts und Schürzen, die mit der antiviralen Technologie von Livinguard ausgestattet sind. Angewandt auf Oberflächen und Textilien wie Gesichtsmasken, zerstört diese Technologie Krankheitserreger, beispielsweise Influenza- oder Gelbfieberviren. Auch das Coronavirus wird dauerhaft zerstört.

Covid-19-Schnelltest: Maschinenkombination stellt bereit, beschriftet und verpackt

[Di 15.09.2020, 11:59] Corona stellt das Land vor Herausforderungen. Um mittels einer Blutprobe innerhalb weniger Minuten Antikörper nachzuweisen, werden Testkassetten benötigt. Die Nachfrage nach den Kassetten ist hoch, gefertigt werden sie vollautomatisiert in Anlagen. Die Kraus Maschinenbau GmbH versteht sich auf die hierfür benötigten Zuführsysteme. Im Auftrag der Senova Gesellschaft für Biowissenschaft und -technik projektiert, entwickelt und produziert das Team komplexe Packmaschinen. Diese übernehmen aus vorgeschalteten Prozessen Testkassetten und -streifen und verpacken sie gemeinsam in Beutel. Für die eindeutige Beschriftung der Beutel konform nach Pharmaregularien werden in enger Zusammenarbeit mit Cab das Druckmodul PX Q und das Etikettiergerät IXOR integriert.

Virtuelle Kooperationsbörse auf der Medica

[Mo 14.09.2020, 08:26] Die Medica ist für die Medizinbranche seit vielen Jahren eine feste Größe im Kalender aller Experten rund um das Thema Medizin. Das Jahr 2020 ist ein ganz besonderes Jahr. Aufgrund der Covid-19-Beschränkungen wird die vom NRW Europa-Team bei Zenit in Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Partnern des Enterprise Europe Network seit mehr als 20 Jahren dazu organisierte Kooperationsbörse nicht auf der Messe, sondern virtuell stattfinden. Teilnehmern wird weiterhin die Möglichkeit geboten, aus allen Bereichen der Medizintechnik Vertriebs-, Technologie- und Forschungspartner zu finden. Zusätzlich werden weitere Meetingtage und Online-Veranstaltungen angeboten. Mehr Informationen zur virtuellen Kooperationsbörse, zu den bereits bestätigten Zusatzevents und der Registrierung gibt es hier.

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Mit 20 Mio. Euro gegen Corona

[Fr 11.09.2020, 11:22] Die aktuelle Corona-Krise zeigt eindrücklich, wie sehr Gesundheitssysteme im Kampf gegen pandemische Infektionskrankheiten auf effektive Maßnahmen angewiesen sind. Das gilt insbesondere, wenn Erreger mit hohem Ansteckungspotenzial wie SarsCov2 im Spiel sind. In der aktuellen Corona-Pandemie spielen Medizinprodukte eine wesentliche Rolle. Um aktuellen Herausforderungen - etwa in der Diagnostik, der Prävention oder der mobilen Versorgung - besser begegnen zu können, soll die angewandte Forschung und Entwicklung gestärkt werden. Dafür will Bundesforschungsministerin Anja Karliczek 20 Mio. Euro investieren. Mehr dazu hier.

Lee liefert Miniaturventile und -drosseln

[Fr 11.09.2020, 09:37] Corona bestimmt momentan das Weltgeschehen. Bei besonders schweren Verläufen der Krankheit ist eine professionelle Versorgung und Atemwegstherapie unumgänglich, um Leben zu retten. In Sauerstoffkonzentratoren, Beatmungs- oder auch Analysegeräten leisten Miniaturkomponenten von Lee ihren Beitrag, damit Patienten schnell wieder durchatmen können. Insbesondere Magnetventile und Drosseln kommen in diesen medizinischen Geräten zum Einsatz, um den Luft- oder Sauerstoffdurchfluss zu überwachen und zu steuern.

Drosseln der Lee IMH-Gruppe etwa sorgen für eine fixe Reduktion des maximalen Volumenstroms. Zu den besagten Magnetventilen, die in Beatmungsgeräten und Sauerstoffkonzentratoren zum Einsatz kommen, gehören hauptsächlich die Lee-Baureihen LHD, LHL und LHQ. Sie zeichnen sich vor allem durch ihre Kompaktheit, ihren minimalen Stromverbrauch und ihr sehr geringes Gewicht aus. Spezielle Ausführungen mit sehr geringen Schallemissionen sind zusätzlich verfügbar.

Ottobock unterstützt Studierende finanziell

[Do 10.09.2020, 12:09] Im Winter- und Sommersemester 2020/2021 unterstützt das Medizintechnikunternehmen Ottobock mit Sitz in Duderstadt elf Studierende in der Region Südniedersachsen mit einem Deutschlandstipendium. „Medizintechnik braucht Talente – und Talente brauchen Förderung“, begründet CEO Philipp Schulte-Noelle das Engagement. Nicht zuletzt Studierende seien von der Corona-Pandemie stark betroffen, Verdienste durch Nebenjobs beispielsweise in der Gastronomie fielen weg. „Deswegen stiften wir dieses Jahr mehr Deutschlandstipendien, als in den Vorjahren. Die finanzielle Unterstützung soll Nachwuchskräften durch die Krise helfen.“

Gefördert werden herausragendes soziales Engagement sowie hervorragende Studienleistungen im Bereich Medizintechnik und Humanmedizin an drei Talentschmieden in der Stadt Göttingen: Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) und Private Fachhochschule Göttingen (PFH).

Paket mit Intensivbett-Komponenten

[Mi 09.09.2020, 13:55] Der Tuttlinger Medizintechnikhersteller Simeon Medical unterstützt Kliniken im Kampf gegen Corona mit dem einfach zu installierenden, sofort einsatzbereiten und kosteneffizienten „Simeon-Intensivpaket“. Das Paket enthält alle Komponenten, die für ein Intensivbett benötigt werden. Dadurch können die neu geschaffenen Kapazitäten auch nach Corona problemlos weiter genutzt werden. Die Versorgungskonsolen sind als wand- oder als deckeninstallierte Lösung verfügbar, dadurch haben die Krankenhäuser maximale Flexibilität hinsichtlich der räumlichen Anordnung sowie der Anpassung an lokale bauliche Gegebenheiten.

Strategiekommission steht hinter der Cleanzone

[Mo 07.09.2020, 10:59] Die Cleanzone Strategiekommission steht geschlossen hinter dem Konzept der internationalen Fachmesse für Kontaminationskontrolle und Reinraumtechnologie und erwartet am 18. und 19. November einen intensiven Austausch zu aktuellen Themen. Das ist das Ergebnis der Sitzung der Strategiekommission Anfang August. Kerstin Horaczek, Group Show Director Technology der Messe Frankfurt, freut sich über dieses Resultat: „Auch in Coronazeiten sind Fachmessen möglich. Wir erleben das gerade in China, wo das Messegeschäft wieder anläuft. In Frankfurt finden im Herbst unter Hygiene- und Schutzauflagen wieder Messen statt. Wir haben dazu ein mit den Behörden abgestimmtes Konzept entwickelt, das wir dem aktuellen Stand der Corona-Pandemie anpassen.“

Kommentar von VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann

[Mo 31.08.2020, 07:52] VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann äußert sich zur Maskenpflicht am Arbeitsplatz: „Eine zweite Corona-Welle würde sich auf die Wirtschaft, ja auf unser gesamtes gesellschaftliches Leben verheerend auswirken. Deshalb muss der Staat die bestehenden Hygienevorschriften durchsetzen und, wo nötig, nachbessern. Je geschlossener das Bild ist, welches Bund und Länder dabei der Öffentlichkeit vermitteln, desto größer wird auch die Akzeptanz für die notwendigen Maßnahmen sein. Da es im Maschinenbau keinen regen Publikumsverkehr gibt, wie beispielsweise in Geschäften oder Restaurants, ist aus unserer Sicht eine generelle Maskenpflicht am Arbeitsplatz nicht sinnvoll. In unseren Betrieben gelten wie überall die üblichen Abstandsregeln, und dort, wo sie mal nicht eingehalten werden können, selbstverständlich auch die Maskenpflicht. Unsere Unternehmen achten auf die Einhaltung der Regeln schon deshalb, da auch für sie eine neue Ansteckungswelle ein schwerer Rückschlag wäre.“

Inhouse-Schulungen als Alternative in Corona-Zeiten

[Do 27.08.2020, 11:52] Das Weiterbildungsprogramm der Medical Mountains GmbH ist vom Grunde her auf Präsenzveranstaltungen ausgelegt. Der Kontakt zu und der fachliche Austausch mit den weiteren Teilnehmern und Referenten gibt den Inhalten zusätzliche Tiefe. Gleichwohl besteht die Möglichkeit, die Seminare im eigenen Unternehmen abzubilden. „Es ist nachvollziehbar, dass man auf Nummer sicher gehen möchte und die Reisetätigkeit noch eingeschränkt. Gerade vor diesem Hintergrund sind Inhouse-Schulungen eine Alternative“, sagt Alwin Reger, bei der Medical Mountains GmbH verantwortlich für den Bereich Weiterbildung. Eine Vielzahl der angebotenen Seminare kann auch direkt bei den Kunden realisiert werden. Sie melden Thema und Anzahl der Teilnehmer – die Medical Mountains GmbH erstellt ein entsprechendes Angebot und übernimmt die weitere Organisation. Abgesehen von wegfallenden Wegstrecken, hat dieses Format weitere Vorzüge: Der Ablauf kann individueller auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten, vorab Schwerpunkte besprochen und weitere Themen hinzugenommen werden. Und indem man in den eigenen vier Wänden bleibt, ist auch die Frage nach dem Hygienekonzept bereits beantwortet. Weitere Informationen zu Inhouse-Schulungen erteilt Alwin Reger, reger@medicalmountains.de, Telefon 07461 969721-60.

VDGH: Überprüfung der Corona-Teststrategie

[Do 27.08.2020, 09:34] Angesichts der sprunghaft gestiegenen Auslastung der medizinischen Labore bei der Testung auf das Coronavirus hält der Verband der Diagnostica-Industrie eine Überprüfung der Teststrategie von Bund und Ländern für nachvollziehbar. Hierzu erklärt VDGH-Vorstandsvorsitzender Ulrich Schmid: „In der Pandemie ist ein umfassendes und zielgerichtetes Testen auf das Coronavirus unverzichtbar. Es liegt in der Verantwortung der Politik, die Teststrategie im Bedarfsfall neu zu justieren. Neue Testtechnologien können die bisherige Diagnostik ergänzen und Engpässe abmildern.“ Die Diagnostika-Industrie hat ihre Kapazitäten allein von Februar bis Juni 2020 um 1800 Prozent gesteigert. Trotz eines weltweit explodierenden Bedarfs können die Hersteller von Reagenzien, Testkits und Geräten die Belieferung in Deutschland sicherstellen. Die in den letzten Wochen nochmals deutlich gestiegene Zahl der in den ärztlichen Laboren durchgeführten Akutdiagnostik (PCR-Tests) und die hohe Kapazitätsauslastung auf allen Seiten zeigen aber Handlungsbedarf an.

Die Diagnostika-Industrie kann weitere Testtechnologien zur Verfügung stellen, die als Ergänzung für den direkten Erregernachweis geeignet sind. Knappheiten in der Akutdiagnostik kann damit entgegengetreten werden. „Die Hersteller entwickeln mit Hochdruck Testmöglichkeiten, die sowohl im fachärztlichen Labor als auch patientennah einsetzbar sind“, sagt Verbandschef Schmid. Insbesondere Antigentests bieten ein großes Potenzial. Sie ermöglichen schnelle Testergebnisse und sind breit anwendbar. Des Weiteren stellen patientennahe PCR-Test-Applikationen (Point-of-Care-Tests) sowie Multiplex-Tests, die z. B. Coronaviren und Influenzaviren in einem Schritt detektieren und unterscheiden, eine sinnvolle Ergänzung für den Erregernachweis dar.

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Corona führt zu einem Digitalisierungsschub

[Mi 26.08.2020, 10:30] Die Corona-Pandemie hat bei größeren Unternehmen in Deutschland zu einem Digitalisierungsschub geführt. Drei Viertel (75 Prozent) der Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern haben aufgrund der Erfahrungen in der Corona-Krise ihre Investitionen in digitale Geräte, Technologien und Anwendungen erhöht. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des IT-Dienstleisters Tata Consultancy Services (TCS) unter 955 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Im Branchenvergleich hat vor allem der Maschinen- und Anlagenbau seine Investitionen in Digitalisierung erhöht (80 Prozent), Banken und Versicherungen sind besonders zurückhaltend (66 Prozent). Eine Beschleunigung der Digitalisierung des eigenen Geschäftsmodells erleben vor allem Chemie- und Pharmaunternehmen (48 Prozent).

Medizinische Gesichtsmaske für den hygienischen Mund-Nasen-Schutz

[Di 25.08.2020, 16:06] Hengst entschied bereits zu Beginn der Corona-Pandemie sein Know-how in der Filtration zu nutzen, um einen hochwertigen Mund-Nasen-Schutz zu entwickeln und unter höchsten hygienischen Bedingungen in Deutschland zu produzieren. Die für die Filterwirkung entscheidende Mittellage ist bei den von Hengst angebotenen Masken aus einem sehr hochwertigen Material aus Polypropylen, dem sogenannten Meltblown Medium. Dadurch weist die Maske eine hohe Filterwirksamkeit für Bakterien (BFE) von ≥98 Prozent auf und zeichnet sich durch einen geringen Atemwiderstand aus. Die drei Filterlagen und Ohrbänder sind Ultraschallverschweißt und dadurch kleberfrei. Dies wurde bereits durch ein unabhängiges Prüfinstitut nach der Norm DIN EN 14683 für medizinische Gesichtsmasken getestet und bestätigt. Nach der Norm wurden verschiedene Leistungsanforderungen überprüft, um einen hohen Qualitätsstandard sicherzustellen. Hierbei wurden die Filterwirksamkeit für Bakterien (BFE), die Druckdifferenz zur Messung des Atemwiderstandes, die biologische Unbedenklichkeit sowie die mikrobiologische Reinheit überprüft. Auf Grundlage der Prüfungen wurde die Maske MNS 03 als Typ II nach DIN 14683 eingestuft. Die medizinische Gesichtsmaske wurde im Hengst Entwicklungszentrum in Münster entwickelt und wird auch dort in der Luftfilterfertigung unter strengen hygienischen Bedingungen produziert.

M&A-Aktivität stark von Corona geprägt

[Do 20.08.2020, 10:17] Auch vor den M&A-Aktivitäten in der Medizintechnikbranche im ersten Halbjahr 2020 hat der Coronavirus nicht Halt gemacht. Es gibt Gewinner sowie Verlierer und besondere Entwicklungen, die teils initiiert, teils verstärkt oder wieder ins Scheinwerferlicht gerückt wurden. Mehr dazu hier.

Covid-19-Antikörpertest für Zuhause

[Mi 19.08.2020, 12:30] Der neue Doctorbox Covid-19-Antikörpertest „Be-Tro-Box“ ist ein Bluttest nach der ELISA-Methode (Enzyme-linked Immunosorbant Assays). Die Wiederholungstests bei positivem Befund gewährleisten maximale Zuverlässigkeit und vermeiden sogenannte falsch-positive Ergebnisse. Diese kommen vor, wenn sich eine Person in der Vergangenheit mit harmlosen Corona-Schnupfenviren infiziert hat. Testsysteme können Antikörper gegen diese Schnupfenviren mit Antikörpern gegen das neue SARS-CoV-2-Virus verwechseln. Diese Gefahr besteht vor allem bei herkömmlichen Schnelltests. Die Blutproben des Be-Tro-Box-Tests analysiert das akkreditierte deutsche Partnerlabor, Labor Becker & Kollegen, das auf Immunreaktionen von Blutbestandteilen (Immunhämatologie) spezialisiert ist. Dr. Marc Becker, Geschäftsführer des Labor Becker, erklärt: „Unser Ziel war es, einen Antikörpertest für die Heimanwendung zu entwickeln, der den gleichen Anforderungen standhält wie den Testungen mit venöser Blutabnahme in der Arztpraxis. Das ist uns gelungen.“

Sprint-Entwicklung schafft neue Kapazitäten in Corona-Zeiten

[Di 18.08.2020, 17:02] Mehr Analytik, Forschung, Arzneimittel, Medizintechnik und Schutzkleidung: die Corona-Pandemie schafft einen ungeahnt dringenden Bedarf. Dieser wiederum wirft die Frage nach neuen räumlichen Kapazitäten in Form von zügig realisierten Laboren, Reinräumen und Life Science Produktionsstätten auf. Carpus+Partner, zukunftsgerichteter und branchenerfahrener Generalplaner mit Standorten in Aachen, Frankfurt und München, hat deshalb Sprintkonzepte entwickelt. Sie verbinden die besondere Zeitkomponente mit Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.

Die Sprint Planungen umfassen alle jeweils projektspezifische Fachdisziplinen, wie z.B. Laborplanung, Geräteplanung, Automatisierung, Architektur, Haustechnik, Statik und GMP Qualifizierung. Neben Erfahrung und In-House-Expertise basiert der Zeitgewinn auf Networking und den Einsatz moderner Tools. Die frühe Einbindung von Unternehmen des erprobten und umfassenden Partnernetzwerks beschleunigt die prozesssichere Planung und die schnittstellenfreie Umsetzung. Modernste Standards, Module und Digitalisierungstools werden jeder Planungsvariante und -größe gerecht – ob Neubau, Umbau im Bestand im GMP Umfeld oder modulare Interimslösung.

Corona-Krise drückt Aufträge in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie

[Mo 17.08.2020, 11:14] Im zweiten Quartal 2020 sank der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 46 Prozent. Dabei gingen die Bestellungen aus dem Inland um 36 Prozent zurück. Die Auslandsorders verloren 51 Prozent. Im ersten Halbjahr 2020 sanken die Bestellungen um 35 Prozent. Die Inlandsaufträge notierten 28 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die Auslandsorders verbuchten 39 Prozent weniger. „An den Zahlen des zweiten Quartals lässt sich die Wucht des Corona-Lockdowns eindrücklich ablesen“, kommentiert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), Frankfurt am Main, das Ergebnis.

Firmen, die in die Medizintechnik, die Elektronik, getrieben durch Digitalisierung und 5G-Ausbau, sowie Teile des Maschinenbaus liefern, stehen etwas besser da. „In allen Bereichen besteht jedoch nach wie vor große Unsicherheit im Hinblick auf die Risiken einer zweiten Infektionswelle, so dass sich über den Zeitpunkt einer Stabilisierung der internationalen Investitionstätigkeit kaum verlässliche Aussagen machen lassen“, sagt Schäfer. Die Firmen setzten jetzt alles daran, durch die Krise zu kommen, trieben ihre Entwicklungen voran und versuchten, zumindest die Stammbelegschaft mit Hilfe von Kurzarbeit zu halten.

Imstec fertigt FFP2-Masken

[Do 13.08.2020, 16:45] Zu Beginn der Corona-Krise ist Imstec dem Aufruf des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zur Produktion von Atemschutzmasken gefolgt. Ende Juli konnte die Produktion gestartet werden: insgesamt elf vollautomatische Produktionslinien mit integrierter Qualitätssicherung im Stammhaus der Imstec und bei zwei Lohnfertigern fertigen ca. 3 Mio. Masken pro Woche. Mehr dazu hier.

Flexibles Luftfiltersystem entwickelt

[Mi 12.08.2020, 09:15] Beim Kampf gegen das Coronavirus taten sich die US-amerikanischen Filtrationsexperten der Mann+Hummel Tochter Tri-Dim mit den Ventilatorspezialisten von EBM-Papst in den USA zusammen. In rekordverdächtig kurzer Zeit entwickelten sie gemeinsam das portable Tri-Kleen 500UV Unterdruck-Luftfiltersystem. Mehr dazu hier.

Displays für die Medizintechnik

[Di 11.08.2020, 12:33] Während der Covid-19-Pandemie bieten Midas Displays (Vertrieb Karl Kruse) eine Reihe von Displays für die medizinische Industrie an. Karl Kruse und Midas verzeichneten einen enormen Anstieg der Nachfrage nach Displays aus der medizinischen Industrie und arbeiten eng mit vielen Partnern zusammen, um Geräte herzustellen, mit denen Coronavirus-Patienten identifiziert und behandelt werden können.

Karl Kruse liefert medizinischen Displays für Dialyse-, Patienten- oder Ultraschallüberwachungsgeräte suchen - als medizinische Anwendungen haben alle die gleichen Hauptanforderungen an Displaylösungen. Eine der wichtigsten ist die langfristige Verfügbarkeit, da fast jede Änderung des Antrags eine erneute Genehmigung oder Zertifizierung erfordert. Hohe Qualität und damit niedrige Ausfallraten, aber auch hohe Auflösungen sind weitere Kriterien - denn nur so kann der Arzt anhand des Bildes auf dem Display die richtige Diagnose stellen. Auch Ablesbarkeit des Displays und eine gute Belüftung des Inneren Gerätes müssen gewährleistet sein.

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Neuer Wirkstoffkandidat gegen SARS-CoV-2

[Mo 10.08.2020, 11:20] Im Kampf gegen die weltweite Corona-Pandemie entwickelt das Berliner Forschungs- und Entwicklungsunternehmen Immuno Logik ein Breitband-Virostatikum, das Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung zu einer schnellen Genesung verhelfen soll. Die als IML-206 bezeichnete Substanz blockiert zelluläre Strukturen, die sehr wahrscheinlich für die Vermehrung des Virus unerlässlich sind. Die Erwartung der Wissenschaftler ist, dass die Ausbreitung des Virus im Körper zuverlässig gestoppt werden kann. „Wir glauben, dass unser neuartiger Wirkstoffkandidat wesentlich effektiver wirkt und dazu besser verträglich ist als die bislang getesteten umgewidmeten Medikamente“, so Dr. Christian Setz, Geschäftsführer der Berliner Immuno Logik GmbH.

FDA Notfallzulassung für Antikörpertest

[Mi 05.08.2020, 14:10] Siemens Healthineers gab bekannt, dass es die FDA Notfallzulassung für den SARS-CoV-2 IgG (COV2G) Antikörpertest erhalten hat. Dies ist der erste Antikörpertest, der die Zulassung für einem semiquantitativen Nachweis erhalten hat. Zudem ist es der nunmehr fünfte EUA-zugelassene Antikörpertest des Unternehmens, der eine Empfindlichkeit und Spezifität von mehr als 99 Prozent ausweist. Der COV2G-Antikörpertest bietet sowohl ein qualitatives Ergebnis, ausgedrückt als positives bzw. negatives Ergebnis für IgG-Antikörper, als auch ein numerisches Ergebnis, ausgedrückt als Indexwert. Der Test ist bereits CE-zertifiziert und ist nun weltweit verfügbar.

Beatmungsgerät für zwei Patienten

[Di 04.08.2020, 15:37] Das Institute for Manufacturing of Cambridge (IfM), ein Teil der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Cambridge, arbeitet gemeinsam mit dem NHS Papworth Hospital in Cambridge an einer Methode, um den Luftstrom eines Beatmungsgerätes so aufzuteilen, dass zwei Covid-19 Patienten gleichzeitig von einem Beatmungsgerät versorgt werden können. Mit einem solchen Gerät könnten die Kapazitäten zur sicheren Beatmung von Patienten kurzfristig verdoppelt werden. Eine Anforderung der Mediziner war es, den Luftstrom zu jedem Patienten individuell messen und steuern zu können. So soll sichergestellt werden, dass eine Verschlechterung oder Verbesserung der Atmung bei einem Patienten keine Auswirkungen auf die Luftzufuhr oder die Überwachung des anderen Patienten hat. Dazu entwickelte das IfM ein Auslesemessgerät, das die Echtzeit-Messung des Tidalvolumens für jeden Patienten sowie die Überwachung des Gesamtdrucks und des Luftstroms im Gerät ermöglicht. Um den Luftstrom für jeden Patienten individuell feinabstimmen zu können, werden Ventile benötigt, die zum einen eine exakte Dosierbarkeit des Luft-Sauerstoffgemischs gewährleisten und die zum anderen leicht zugänglich sein sollten. Zur Lösung dieser beiden Herausforderungen arbeiten die Wissenschaftler gemeinsam mit den Spezialisten des Ventilherstellers Gemü zusammen. Mehr dazu hier.

Arburg trotzt Corona

[Di 04.08.2020, 09:04] Der Loßburger Maschinenhersteller Arburg hat in der Corona-Krise früh mit großer Besonnenheit reagiert und agiert: zur Eindämmung der Pandemie fertigte das Unternehmen hochwertige Masken und Schutzbrillen. Aber auch für die Zukunft wird gesorgt: die Fertigung läuft kontinuierlich weiter und die Entwicklung innovativer Lösungen für das Spritzgießen, die industrielle additive Fertigung und den Fortschritt in der Digitalisierung werden vorangetrieben. Mehr dazu hier.

App für Beatmungsgeräte

[Fr 31.07.2020, 10:40] Festo und das Fraunhofer IPA wurden bei der Award Ceremony der Give a Breath-Challenge in München, einem Ideenwettbewerb der Munich Re und der Fraunhofer Gesellschaft zur Bekämpfung der Corona-Krise, für ihre entwickelte App „Virus Fighters Handbook“ ausgezeichnet.

Bei ihrem Projekt haben sich Festo und ein Team des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) zusammengeschlossen und entwickelten mit Medizinern aus mehreren Kliniken ein Konzept für ein digitales Handbuch auf Basis einer bereits bestehenden App. Über die App erhalten registrierte Benutzer Informationen zu Benutzung und Wartung der neu entwickelten Beatmungsgeräte des Wettbewerbs sowie spezifisches Wissen zum Umgang mit Covid-19-Patienten. Festo stellte mit Smartenance eine vorhandene und stabile Plattform zur Verfügung, die nur mit minimalem Aufwand umprogrammiert werden musste. Die Software Smartenance dient normalerweise der Wartung und Instandhaltung von Maschinen und Anlagen in der industriellen Produktion. Das Fraunhofer-Team, das auf die Entwicklung von didaktischem Material im Bereich Medizintechnik spezialisiert ist, lieferte die Schulungsinhalte. Das Virus Fighters Handbook soll Nutzern weltweit kostenlos zur Verfügung stehen, als App zum Download und als Webanwendung.

Gesichtsmaske: 3-lagige Filtration für Schutz und Zuverlässigkeit

[Do 30.07.2020, 16:02] Das Unternehmen Hengst entschied bereits zu Beginn der Corona-Pandemie sein über 60-jähriges Know-how in der Filtration zu nutzen, um einen hochwertigen Mund-Nasen-Schutz zu entwickeln und unter höchsten hygienischen Bedingungen in Deutschland zu produzieren. Die für die Filterwirkung entscheidende Mittellage ist bei den von Hengst angebotenen Masken aus einem sehr hochwertigen Material aus Polypropylen, dem sogenannten Meltblown Medium. Dadurch weist die Maske eine hohe Filterwirksamkeit für Bakterien (BFE) von ≥98 Prozent auf und zeichnet sich durch einen geringen Atemwiderstand aus. Die drei Filterlagen und Ohrbänder sind ultraschallverschweißt und dadurch kleberfrei.

Dies wurde bereits durch ein unabhängiges Prüfinstitut nach der Norm DIN EN 14683 für medizinische Gesichtsmasken getestet und bestätigt. Nach der Norm wurden verschiedene Leistungsanforderungen überprüft, um einen hohen Qualitätsstandard sicherzustellen. Hierbei wurden die Filterwirksamkeit für Bakterien (BFE), die Druckdifferenz zur Messung des Atemwiderstandes, die biologische Unbedenklichkeit sowie die mikrobiologische Reinheit überprüft. Auf Grundlage der Prüfungen wurde die Maske MNS 03 als Typ II nach DIN 14683 eingestuft. Die medizinische Gesichtsmaske wurde im Hengst Entwicklungszentrum in Münster entwickelt und wird auch dort in der Luftfilterfertigung unter strengen hygienischen Bedingungen produziert und garantiert dadurch eine mikrobiologische Reinheit.

Nachbesserung der Corona-Warn-App

[Mi 29.07.2020, 14:47] 16,2 Mio. Downloads kann die Corona-Warn-App mittlerweile verzeichnen. Doch nicht auf allen Mobiltelefonen lief die Anwendung der App ohne Einschränkungen. Diese Probleme sollen nun behoben sein. Die App hat zwar die automatisch generierten Codes zwischen den Endgeräten ausgetauscht, aber der Austausch der Schlüssel von positiv getesteten Nutzern funktionierte bei einigen Nutzern nicht zuverlässig. Eigentlich soll der Austausch immer automatisch im Hintergrund laufen, doch bei einigen Geräten klappte dies nur, wenn die App einmal geöffnet wurde. Diese Manko soll nun ausgermerzt sein. Wie die Bundesregierung bekannt gibt, habe das Entwicklerteam einen Weg gefunden, die Einschränkungen auf jenen Mobiltelefonen zu umgehen, die den automatischen Datenabgleich im Hintergrund blockiert hatten – sowohl für Android-Geräte als auch für iOS-Geräte: Nutzer von Android-Geräten können nun in den Einstellungen der App (Version 1.1.1) dafür sorgen, dass der Abgleich mit dem Server wieder automatisch im Hintergrund stattfindet. Nach dem App-Update unter iOS (Version: 1.1.2) gleicht die Corona-Warn-App die Schlüssel auch auf allen Apple-Geräten wieder automatisch ab. Um die Hintergrundaktualisierung für dieses Update vollständig zu aktivieren, sollen Nutzer die App aber einmal öffnen.

„Wie bei jeder neuen Entwicklung gibt es technische Herausforderungen“, kommentiert die Bundesregierung. Von Anfang an sei klar gewesen, dass die Entwicklung der Corona-Warn-App nicht mit dem Start abgeschlossen sei, „sondern ein Projekt, an dem wir täglich weiterarbeiten, um die App zu verbessern“.

Dankesschreiben an AMS

[Di 28.07.2020, 08:51] AMS, ein weltweiter Anbieter von Hochleistungssensorlösungen, erhielt ein Dankesschreiben von seinem langjährigen Kunden United Imaging Healthcare Co., Ltd für den herausragenden Beitrag zur Unterstützung von chinesischen Krankenhäusern bei der Diagnose von Atemwegserkrankungen bei einigen der ersten Covid-19 (SARS-CoV-2)-Patienten. Die CS-Scanner von United Imaging wurden von Krankenhäusern in China und zunehmend auch weltweit rasch benötigt. In dieser Zeit der anhaltenden Gesundheitskrise in einer Reihe von Ländern liefert AMS seine CT-Detektortechnologie an United Imaging. Beide Unternehmen stellten gemeinsam ihre soziale Verantwortung als Unternehmen unter Beweis, indem sie die Untersuchungen in Krankenhäusern an vorderster Front bei der Bekämpfung von Covid-19 (SARS-CoV-2) in China und dem Rest der Welt unterstützen, heißt es in einer Pressemitteilung. United Imaging entwickelt und produziert fortschrittliche medizinische Produkte, digitale Gesundheitslösungen und intelligente Lösungen, die den gesamten Prozess der Bildgebung, Diagnose und Behandlung abdecken.

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Fakuma findet nicht statt

[Do 23.07.2020, 15:15] Gemeinsam mit dem Ausstellerbeirat der Fakuma 2020 hat das Messeunternehmen Schall entschieden, die 27. Fakuma – Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung – auf das Jahr 2021 zu verschieben. Das nächste Branchenhighlight rund um die Kunststoffbe- und verarbeitung findet vom 12. bis 16. Oktober 2021 statt.

Die diesjährige Fakuma wird ins nächste Jahr verschoben. Von der Warte des Messeveranstalters aus hätte die 27. Fakuma vom 13. bis 17. Oktober 2020 in Friedrichshafen stattfinden können, heißt es in einer Pressemeldung. „Wir haben lange dafür gekämpft, die coronabedingt erforderlichen Rahmenbedingungen mit allen Beteiligten so anzupassen, dass die Fakuma 2020 hätte erfolgreich durchgeführt werden können, sagt Bettina Schall, Geschäftsführerin der P. E. Schall GmbH & Co. KG. Dazu wurde ein Hygiene- und Sicherheitskonzept für eine sichere Durchführung der Messe entwickelt. „Wir hatten alle Voraussetzungen geschaffen. Doch gemeinsam mit dem Ausstellerbeirat haben wir nun entschieden, die Fakuma 2020 auf den Oktober 2021 zu verschieben.“

ACE hilft mit Gasfedern

[Mi 22.07.2020, 08:20] Besonders während der Corona-Pandemie benötigen Intensivmediziner schnell Bilder vom Zustand der Lunge infizierter Patienten. Mobile Röntgengeräte gehören dabei zu den effektivsten medizinischen Hilfsmitteln bei der Diagnostik. Als Wuhan von der ersten Infektionswelle getroffen wurde, war das Unternehmen Wandong in der Lage, schnell Röntgengeräte zu liefern, auch weil man sich für Gaszugfedern von ACE entschieden hatte.

Die ausgewählten Gaszugfedern vom Typ GZ-28-450 wirken sich in vielerlei Hinsicht positiv auf die Bedienungsfreundlichkeit aus: Sie halten den Strahlarm zuverlässig in der gewünschten Röntgenposition und unterstützen zudem die Muskelkraft beim Anheben, Absenken und Einklappen der Mechanik. Dabei wirken sie in umgekehrter Weise zu herkömmlichen Gasdruckfedern. Ihre Kolbenstange befindet sich im unbelasteten Zustand im Zylinder. Durch den Gasdruck im Zylinder wird die Kolbenstange nach innen gezogen. Konstrukteure haben bei den wartungsfreien und einbaufertigen Gaszugfedern von ACE die Wahl zwischen Körperdurchmessern von 15 mm bis 40 mm sowie Kräften von 40 N bis 5.000 N. In den mobilen Röntgenlösungen von Wandong kommen Modelle mit einem Außendurchmesser von 28 mm und einer maximalen Zugkraft von 1.200 N bei einer Hublänge von 450 mm zum Einsatz. Alle Gasfedern von ACE zeichnen sich durch hart verchromte Kolbenstangen sowie integrierte Gleitlager aus und bieten dadurch sehr hohe Standzeiten. Ein großer Zusatzvorteil: Egal, welche Hublänge, die Zugkraft ist nachträglich über ein Ventil anpassbar, indem man Gas entweichen lässt oder dieses mit dem von ACE lieferbaren Füllkoffer je nach Anforderung befüllt.

Chiron Group setzt auf Medizintechnik

[Di 21.07.2020, 16:03] Aufgrund der Krise in der Automobilindustrie und den Auswirkungen der Corona-Pandemie in der Luftfahrt sieht sich die Chiron Group mit einem deutlichen Nachfragerückgang konfrontiert. Um die Zukunft der Unternehmensgruppe zu sichern, haben Geschäftsführung, Verwaltungsrat und Eigentümer eine umfangreiche Neuausrichtung eingeleitet. Die Chiron Group plant, alle deutschen Fertigungs- und Montage-Kapazitäten in den Werken Tuttlingen und Neuhausen o. E. zu bündeln. Entsprechend werden die Bereiche Montage und Applikation der Stama Maschinenfabrik GmbH von Schlierbach in das rund 150 Kilometer entfernten Werk in Neuhausen verlagert. Der Standort Schlierbach wird sich künftig auf den Vertrieb und Service der Marke Stama konzentrieren.

„Diese Maßnahmen werden Einschnitte mit sich bringen. Gleichzeitig bündeln wir unsere Fertigungskapazitäten in einer der modernsten Werkzeugmaschinenfabriken Europas. Außerdem stärken wir die Branche Präzisions- und Medizintechnik durch eine Kooperation mit einem Schweizer Hersteller für kleine Bearbeitungszentren. Auch die erfolgreich gestarteten Aktivitäten im Bereich Additive Fertigung intensivieren wir weiter. All diese Entscheidungen haben wir nach gründlichen Analysen und sorgfältigen Abwägungen getroffen und sind davon überzeugt, die richtige Strategie zu einer erfolgreichen Neuausrichtung im Sinne unserer Kunden zu verfolgen“, erklärt Geschäftsführerin Vanessa Hellwing.

Gerresheimer liefert Primärpackmittel für Dexamethason-Verpackung

[Di 21.07.2020, 10:12] Gerresheimer wurde von einem Kunden beauftragt, Kunststoffbehälter zu produzieren, in denen der Wirkstoff Dexamethason abgefüllt werden soll. Der Wirkstoff kann laut einer Studie die Sterblichkeit von schwer an Covid 19 erkrankten Menschen senken. „Wir haben durch weltweit vereinheitlichte Prozesse und Technologien die Möglichkeit flexibel, lokal und nachhaltig zu produzieren. Dazu gehört auch, dass wir für unsere Kunden die Beschaffungs- und Transportwege optimieren,“ sagt Jens Friis, der als Vice President Europe & Latin America bei Primary Plastic Packaging für den Vertrieb zuständig ist. „Für die Verpackung von Dexamethason liefern wir 100 ml-Medikamentendosen mit Verschluss.“

Gerresheimer ist für die Verpackung des Wirkstoffs gut aufgestellt, so dass Unternehmen in einer Pressemitteilung. Schon am Anfang der Corona-Pandemie reagierte das Unternehmen flexibel auf die Wünsche seiner Kunden nach Behältern zur Abfüllung von Handdesinfektionsmittel. Die Faktoren Beschaffungssicherheit, Supply-Chain-Management und klar definierte Durchlaufzeiten sind bei Gerresheimer entscheidende Schlüsselfaktoren für eine hohe Kundenzufriedenheit im Dienst der Gesundheit von Menschen.

Herrmann Ultraschalltechnik: keine Fakuma-Teilnahme

[Fr 17.07.2020, 13:29]Die Herrmann Ultraschalltechnik GmbH & Co.KG wird angesichts der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht in gewohnter Form aktiv an der Fakuma teilnehmen. Man sehe aufgrund der erforderlichen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen keine Möglichkeit, ein informatives und entspanntes Messeerlebnis zu bieten, heißt es in einer Pressemitteilung. Auf die Fakuma als wichtige Innovations- und Netzwerkmesse zu verzichten, falle nicht leicht, aber die Gesundheit der Mitarbeiter und Besucher stehe absolut im Vordergrund. Nachdem bereits andere wichtige Marktteilnehmer der Kunststoffbranche in der letzten Woche ihre aktive diesjährige Teilnahme absagten, schließt sich Herrmann Ultraschall diesem Schritt an. Als Unternehmen freue man sich nun auf ein Wiedersehen bei der Fakuma 2021.

Dräger beliefert Großbritannien mit Atemschutzmasken

[Do 16.07.2020, 15:45] Im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie hat Dräger von der britischen Regierung den Zuschlag für die Lieferung von Atemschutzmasken (FFP3) erhalten. Die Auslieferung der Masken wird noch in 2020 beginnen und sich bis in das darauffolgende Jahr erstrecken. Der erwartete Umsatz liegt bei ungefähr 100 Mio. Euro.

Dazu wird Dräger eine Maskenproduktion in Großbritannien, in der Umgebung von Blyth in Northumberland, aufbauen. Hier hat Dräger bereits seit über 50 Jahren einen Entwicklungs- und Produktionsstandort für Atemschutztechnik für Feuerwehr und Industrie. Diese Erweiterung der Kapazitäten erfolgt zusätzlich zu dem bestehenden Produktionsverbund in Schweden und Südafrika und den vor kurzem beschlossenen neuen Produktionsstandorten in Frankreich und den USA. Rainer Klug, Vorstand Sicherheitstechnik bei Dräger: „Wir freuen uns sehr über den Großauftrag der britischen Regierung. Wir bekommen so die Möglichkeit, unseren internationalen Produktionsverbund für FFP-Masken zu erweitern. Dräger wird mit dieser zusätzlichen Produktionseinheit schnell und flexibel Volumen steigern. Unser internationaler Produktionsverbund ermöglicht es uns, einerseits sehr zielgerichtet und schnell auf nationale oder lokale Bedarfe zu reagieren, und andererseits eng vernetzt und flexibel internationale Bedarfe zu decken. Damit betreibt Dräger ein sehr reaktionsfähiges Herstellungssystem für zertifizierte FFP-Atemschutzmasken, deren Produktdesign aus der eigenen Entwicklung in Deutschland stammt.“

Masken als Virenkiller

[Mi 15.07.2020, 12:33] Ein hochspezialisiertes Unternehmen aus Eisenach setzt der höchsten Schutzklasse für Atemschutzmasken noch eins drauf: Intercept Technology hat jetzt FFP3-Masken und weitere Schutzprodukte mit Kupfer-Polymeren auf den Markt gebracht. Deren Vorteil: Sie filtern Viren und Bakterien nicht nur passiv heraus, sondern töten sie aktiv ab. So sind die Träger und deren Mitmenschen sicher geschützt. „Unsere Produktfamilie Intercept CU22 ist die erste, die in vollem Umfang auf Filtrationsschutz und auf aktive Viren- und Bakterienabtötungsleistung im Kontakt getestet wurde, einschließlich Corona-Viren“, sagt Frank P. Krökel, Geschäftsführender Gesellschafter bei der Intercept Technology GmbH. Optimal sind die Masken für alle, die berufsbedingt Kontakt zu vielen Menschen oder (potenziell) Erkrankten haben, sei es im Gesundheitswesen oder öffentlichen Dienst. Weil das Material atmungsaktiv ist und auch bei langer Tragezeit viel Sauerstoff durchlässt, lassen sich die Masken auch im Alltag gut tragen.

Touchscreens neutralisieren Coronaviren

[Di 14.07.2020, 15:49] Touchscreens sind aus dem Alltag der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken und sind gleichzeitig auch ein Hort für Keime und Bakterien. Eine in Corona-Zeiten nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle, die viele Menschen verunsichert. Der irische Experte für antimikrobielle Beschichtungen Kastus hat nun eine Beschichtung entwickelt, die nicht nur wirksam gegenüber herkömmlichen Viren ist, sondern auch gegenüber dem neuartigen Coronavirus. Durchschnittlich etwa 100 verschiedene Bakterienarten tummeln sich allein auf einem privat genutzten Smartphone. Dabei handelt es sich jedoch meist um körpereigene Bakterien, die aus dem Mund, der Haut oder dem Darm stammen und daher leicht von einem intakten Immunsystem abgewehrt werden können. Die Bakterienzahl auf öffentlich oder im beruflichen Kontext genutzten Touchscreens dürfte um ein Vielfaches höher liegen – ebenso wie die Wahrscheinlichkeit krank zu werden. Eine wirkliche Reinigung dieser Oberflächen gestaltet sich schwierig. Antimikrobielle Beschichtungen können jedoch den größten Teil der Keime abtöten und so zur Eindämmung von Krankheitswellen beitragen. Eine Beschichtung, die sich auch wirksam gegenüber dem neuartigen Coronavirus zeigt, gab es bislang jedoch nicht.

Das Dubliner Unternehmen Kastus konnte nun in unabhängig durchgeführten Tests einen Erfolg verbuchen. Die Iren haben eine Beschichtung für unterschiedliche Oberflächen entwickelt, darunter Glas, Keramik und Touchscreens, die auch Coronaviren neutralisiert. Zu diesem Zweck nutzt die neuartige und patentierte Beschichtung Feuchtigkeit und Licht aus der Umgebung als Brennstoffquelle, um Sauerstoffradikale zu erzeugen, die sich an Bakterien und Viren anlagern und diese letztendlich abtöten. Die Beschichtung wird werkseitig aufgetragen, das heißt, sie wird während des Herstellungsprozesses aufgesprüht und bildet so einen extrem haltbaren, immobilisierten dünnen Film.

UV-System zur Abtötung von Viren

[Di 14.07.2020, 13:05] Heraeus Noblelight hat eine neue Waffe gegen Viren auf Oberflächen entwickelt: die UV-Disinfection Chamber aus dem Soluva Pro-Programm. Die neue UV-Disinfection Chamber ist für die Desinfektion von berührungsempfindlichen Objekten in Seniorenpflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens. Mit der Kammer können Benutzer schädliche Viren auf Masken und anderen Objekten in nur zwei Minuten desinfizieren und eine Desinfektionsrate von bis zu 99,9 Prozent erreichen. Die Kammer verwendet UVC-Lampen und hochreflektierendes Aluminium, um die Oberfläche eines Objekts vollständig mit UVC-Licht zu umgeben oder zu „baden“, um Viren und Mikroorganismen auf der Oberfläche effektiv und zuverlässig abzutöten.

UVC-Licht, insbesondere Wellenlängen zwischen 200 nm und 280 nm, ist eine bewährte Methode zur Desinfektion von Oberflächen, Luft und Wasser. UVC-Lampen werden häufig als keimtötende UV-Bestrahlung (UVGI) bezeichnet. So desinfizieren UVC-Lampen beispielsweise Behälter für Babynahrung in der Lebensmittelindustrie und Wasser in kommunalen Trinkwasseraufbereitungsanlagen. UVC-Lampen sorgen für eine trockene und chemikalienfreie Desinfektion und hinterlassen keine bleibenden Schäden an Materialien oder elektronischen Bauteilen.

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Medtech-Unternehmen erwarten Umsatzminus

[Fr 10.07.2020, 06:44] Die zweite Umfrage der Medical Mountains GmbH und des Deutschen Industrieverbandes Spectaris innerhalb von drei Monaten zur wirtschaftlichen Situation der Medizintechnikunternehmen Deutschlands bestätigt die im April geäußerten Befürchtungen eines Umsatzrückgangs. Auch im Juni erwarteten die Unternehmen im Durchschnitt noch ein Umsatzminus für das Jahr 2020. Mehr dazu hier.

parts2clean abgesagt

[Do 09.07.2020, 08:32] Die unsichere Lage im Zuge der Coronavirus-Pandemie, weitgehende Restriktionen und Hygienevorgaben für die Veranstaltung von Messen in Baden-Württemberg sowie die Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr führen dazu, dass die für den 27. bis 29. Oktober geplante Messe parts2clean sowie die Surface Technology Germany in diesem Jahr nicht ausgerichtet werden. Die Entscheidung hat der Veranstalter in enger Abstimmung mit den jeweiligen Fachmessebeiräten getroffen.

„Wir haben für beide Messen sehr gekämpft, am Ende aber gibt es zu einer Absage keine Alternative mehr“, sagt Olaf Daebler, Global Director Surface Technology Germany und parts2clean im Team der Deutschen Messe AG. „Unter den gegebenen Umständen wäre es nicht möglich gewesen, im Oktober in Stuttgart die beiden Messen erfolgreich zu veranstalten. Die Unternehmen brauchen Planungssicherheit. Deshalb war eine zeitnahe Entscheidung notwendig. Wir werden nun unsere ganze Kraft investieren, um im Oktober 2021 mit der parts2clean und im Juni 2022 mit der Surface Technology Germany wieder voll durchzustarten. Wenn die aktuelle Ausnahmesituation überwunden ist, werden die Messen umso mehr gebraucht.“

Corona-Warn-App erreicht 15 Mio. Downloads

[Mi 08.07.2020, 15:05] Die deutsche Corona-Warn-App hat nach knapp drei Wochen die Schwelle von 15 Mio. Downloads erreicht. Auffällig bei der Analyse der Zahlen aus den App-Stores von Apple und Google ist die Tatsache, dass die Corona-Warn-App bei Anwendern mit einem iPhone deutlich populärer ist als unter Nutzern eines Android-Smartphones.

Anwender der Corona-Warn-App sollten die Anwendung auf die jüngsten Versionen aktualisieren, in denen einige kleinere Fehler ausgebügelt wurden, beispielsweise bei der Darstellung der Tage, seitdem die App aktiviert ist.. Bei iOS und Android lautet die aktuelle Version jeweils 1.0.4.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bezeichnete die App zuletzt als „ein Werkzeug von vielen, um neue Ausbrüche einzudämmen.“ Sie sei aber kein Allheilmittel. „Wir müssen trotzdem weiter aufeinander achtgeben, Abstand halten, Alltagsmaske tragen, Hygieneregeln einhalten.“

Schott liefert Fläschchen für Impfungen

[Do 02.07.2020, 11:34] Schott unterstützt im Kampf gegen Covid-19 mit Pharmafläschchen für rund 2 Mrd. Impfungen. Der Hersteller hat Lieferabkommen mit führenden Pharmaunternehmen getroffen – darunter auch Teilnehmer der so genannten „Operation Warp Speed“, einer von der US-Regierung ins Leben gerufenen Initiative zur Herstellung von Impfstoffen gegen das neue Coronavirus.

Der Spezialglashersteller Schott stellt bereits heute über 11 Mrd. Pharmaverpackungen pro Jahr her, und zwar in einem weltweiten Produktionsnetzwerk. In den vergangenen Monaten hat das Unternehmen 350 Mio. Euro in die Erweiterung seiner Produktionskapazität investiert.

Vollautomatische Desinfektionsroboter

[Di 30.06.2020, 15:48] Die „neue Normalität“ bedeutet im Gesundheitswesen, aber auch darüber hinaus, einen verstärkten Fokus auf Hygienemaßnahmen. Um die zusätzliche Belastung für das Personal dabei möglichst gering zu halten, bietet Hoz Medi Werk jetzt einen neuartigen Desinfektionsdienst an. Dabei kommen vollautomatische Desinfektionsroboter zum Einsatz, die Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger mithilfe von UVC-Licht abtöten. UVC steht für eine bestimmte Bandbreite des Ultraviolettlichts. Die hochintensiven Strahlen zerstören das Erbgut von Erregern und machen diese damit unschädlich. Dabei werden nicht nur Oberflächen, sondern auch die Raumluft desinfiziert. Um einen Raum vollständig zu desinfizieren, benötigt der UVC-Roboter nur 10 bis 20 Minuten. Die Dauer hängt von der Größe des Raums ab, die der Roboter mithilfe von Sensoren selbst ermittelt. Während der Bestrahlung muss der Roboter nicht gesteuert werden. Der Fortschritt der Desinfektion wird jedoch in Echtzeit auf einem Tablet angezeigt, das mit dem Roboter verbunden ist. Dieses Tablet wird auch zum Starten der UVC-Bestrahlung eingesetzt, denn während der Bestrahlung darf sich im gleichen Raum keine Person aufhalten. Sollte eine Person den Raum betreten, während der Roboter aktiviert ist, sorgen Bewegungssensoren dafür, dass das Bestrahlungsprogramm sofort automatisch gestoppt wird.

Anlagen zur Verarbeitung von Coronavirus-Vials

[Mo 29.06.2020, 11:53] Die Zahoransky AG hat von einem US-amerikanischen Unternehmen einen Großauftrag in Höhe von 25 Mio. Euro über elf Automatisierungsanlagen und sechs Entnahmeeinheiten für Impfstoffcontainer (Vials) enthalten. Während weltweit nach einer Vakzinierung gegen COVID-19 geforscht wird, laufen die Vorbereitungen zur Herstellung der Wirkstoffampullen bereits auf Hochtouren. Zahoransky liefert dem Fabrikanten der beschichteten COP (Cyclo-Olefin-Polymer)-Impfstoffcontainer bereits ab August die ersten der dazu notwendigen Automationsanlagen, weitere folgen sukzessive. Zum Einsatz kommen die Modelle Z.SIROC, Z.MISTRAL und Z.LODOS. Damit im Fertigungsprozess sowohl eine durchgängige Automatisierung wie auch Qualität gewährleistet ist, werden insgesamt 120 Kameras und 53 Roboter verbaut. Sobald die Anlagen vollständig montiert und in Betrieb genommen sind, können 600.000 Vials pro Tag verarbeitet werden. Dazu Michael Schmidt, Geschäftsführer bei Zahoransky Automation & Molds GmbH: „Der Umgang mit COP-Behältern für sensible Impfstoffe ist nicht trivial. Hier konnten wir jedoch mit unserer langjährigen Erfahrung bei der Integration unserer Anlagen in die Fertigung des Kunden sowie Qualität ‚made in Germany‘ überzeugen.“

Michael Schmidt geht ins Detail: „Bei diesem Projekt waren wir in vielfacher Hinsicht gefordert. Denn es galt, unterschiedliche Anforderungen abzudecken – angefangen bei der Integration der Spritzblasmaschinen des Kunden über eine lückenlose Dokumentation sowie Rückverfolgbarkeit (Track & Trace) mittels Laserbeschriftung und Einbindung ins MES-System bis hin zu einer durchgängigen Kamerakontrolle mit speziell entwickelten Algorithmen nur für diese Anwendung.“ Im vollen Ausbau der automatisierten Fertigung entnehmen die elf Z.SIROC-Automationsanlagen die COP-Vials aus der Spritzblasmaschine und übergeben sie an die Z.MISTRAL. Dort werden die Impfstoffcontainer gekühlt und mit Laser individuell markiert. Die Z.LODOS entnimmt anschließend die bearbeiteten sowie geprüften Teile und übergibt sie zur Weiterverarbeitung in die NEST/TUB zur Nanobeschichtung. In allen Phasen durchlaufen die Vials kontinuierliche Qualitätsüberprüfungen mit diversen Kameras.

VDE: Corona-Warn-App installieren

[Fr 26.06.2020, 14:32] Die jüngsten Corona-Vorfälle in den Schlachthöfen in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen haben erneut gezeigt, mit welcher Wucht Covid-19 zuschlägt. Um die Zahl der Infizierten zu reduzieren und damit alle Bürgerinnen und Bürgern zu schützen, ruft der VDE die Öffentlichkeit, seine 100.000 ehrenamtlichen Experten und Mitglieder sowie alle Mitgliedsunternehmen und die 2.000 Mitarbeiter dazu auf, die kostenlose Corona-Warn-App der Bundesregierung auf ihre Smartphones und Tablets zu installieren. „Bitte machen Sie mit! Als neutrale Technologieorganisation steht der VDE für Sicherheit, Schutz und Nachhaltigkeit. Mit ihrer Unterstützung retten Sie Leben und ermöglichen uns allen eine baldige Rückkehr zur Normalität“, appelliert Ansgar Hinz, CEO des VDE. Der VDE steht bereits seit über 125 Jahren als globale Organisation weltweit für die Themen Wissenschaft, Standardisierung, Prüfung, Zertifizierung und Anwendungsberatung und das VDE Zeichen seit nunmehr 100 Jahren als Synonym für höchste Sicherheitsstandards und Verbraucherschutz „Made in Germany“. Seitens der Bundesregierung wird dieses engagierte Vorgehen durch die VDE Gruppe sehr begrüßt, so die Stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung, Ulrike Demmer.

Corona-Medikamente mit 3D-Bioprinter entwickeln

[Fr 26.06.2020, 10:19] Das biotechnologische Forschungslabor 3D Bioprinting Solutions (3D Bio) arbeitet aktiv an pharmakologischen Studien zu verschiedenen antiviralen Medikamenten. Die Wissenschaftler von 3D Bio nutzen ihre Erfahrung mit den modernsten Methoden der Pathologie und prädiktiven Toxikologie und der additiven Fertigung, um die Zeit zu minimieren, die benötigt wird, um Lösungen für die Behandlung von Patienten mit Covid-19 und anderen Viruserkrankungen zu finden. Die derzeit bestehenden traditionellen zweidimensionalen Protokolle für die Prüfung antiviraler Wirkstoffe liefern zum Teil sehr widersprüchliche Daten, da die Ergebnisse der 2D-Modellierung perspektivischer Anti-Covid-19-Medikamente radikal von der tatsächlichen Reaktion des menschlichen Körpers auf ihre Wirkung abweichen können. Im Gegensatz dazu bilden dreidimensionale Gewebesphäroide die Organisation des nativen Gewebes vollständig nach und dienen als ideales in-vitro-Modell für die Prüfung pharmakologischer Moleküle unter physiologischen Bedingungen.

Um den Übergang von präklinischen Studien mit Labortieren zu klinischen Studien mit Menschen zu beschleunigen, entwickelten die Forscher von 3D Bio eine Methode zur skalierbaren Herstellung von 3D-Sphäroiden in den Mengen, die notwendig sind, um die spezifische Aktivität pharmakologischer Moleküle im Körper infizierter Patienten genau zu bestimmen.

Anamnesebogen bei Verdacht auf Covid-19

[Do 25.06.2020, 14:50] Die medizinische Dokumentation der Verdachtsabklärung auf Covid-19 soll erleichtert werden. Dafür hat die Sektion „Notaufnahmeprotokoll“ der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) nun einen passenden Anamnesebogen entwickelt. „Unser Ziel ist, die Dokumentation in allen Sektoren des Gesundheitswesens passend in den Arbeitsablauf zu integrieren. Das gilt auch für temporäre Einrichtungen wie Fieberambulanzen“, sagt Projektinitiator Markus Baacke , Mitglied der Sektion und Notfallmediziner am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier. Der nun vorgelegte Anamnesebogen dient vor allem der Informationsübermittlung an weiterbehandelnde Ärzte im ambulanten und stationären Sektor, um dort eine erneute Covid-19-spezifische Anamneseerhebung unnötig zu machen.

Zudem dient der neue Anamnesebogen einer gesteuerten Aufzeichnung der eigenen Tätigkeit, um die getroffenen Schritte transparent darzustellen. Dieses Modul ist auf die spezifischen Anforderungen eines Szenarios vorbereitet, bei dem eine große Anzahl an Patienten in Praxen, Fieberambulanzen und Notaufnahmen bei Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung untersucht und dokumentiert werden soll. Das Szenario berücksichtigt zudem, dass möglicherweise ein größerer Anteil der eingesetzten Mitarbeiter in der Erstbehandlung respiratorisch erkrankter Patienten ungeübt sein kann.

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Antikörpertest erhält CE-Kennzeichnung

[Mi 24.06.2020, 16:08] Beckman Coulter gab bekannt, dass der Access SARS-CoV-2-IgG-Assay des Unternehmens jetzt auf die CE-Kennzeichnung akzeptierenden Märkten erhältlich ist. Das Unternehmen hat bereits Tests an mehr als 400 Krankenhäuser, Kliniken und diagnostische Labore in den USA geliefert und mit der weltweiten Auslieferung an Kunden begonnen. Beckman Coulter verfügt weltweit über mehr als 16 000 Immunoassay-Analysesysteme und hat seine Produktionskapazität zur Auslieferung von monatlich mehr als 30 Mio. Tests erhöht. Das Henry Ford Health System war eines der ersten Gesundheitssysteme, die Beckman Coulters Test erhalten und unabhängig hinsichtlich seiner Leistung validiert haben.

„Wir haben uns für Beckman Coulters Access SARS-CoV-2-IgG-Antikörpertest als das Rückgrat des serologischen Covid-19-Testprogramms von Henry Ford entschieden, da dieser Test eine hervorragende Leistung bei unserer strengen unabhängigen Bewertung gezeigt hat“, so Dr. Bernard C. Cook, Division Head of Chemistry-Pathology, Henry Ford Health System. „Henry Ford hat bei der Durchführung von Beckman Coulters SARS-CoV-2-IgG-Assay mit 204 PCR-positiven Covid-19-Patientenproben 14 Tage nach der PCR eine Testsensitivität von 100 Prozent festgestellt, und Tests mit 80 Patientenproben aus der Zeit vor Covid-19 ergaben eine Spezifität von 100 Prozent.“

Viele Analysesysteme von Beckman Coulter können bis zu 400 Routinetests pro Stunde durchführen. Eine große Anzahl der Analysesysteme ist mit Krankenhausinformationssystemen vernetzt, sodass die Labore die Meldung der serologischen Testergebnisse automatisieren können. Der Access SARS-CoV-2-IgG-Test kann zudem mit Beckman Coulters Access 2-Analysesystem, einem kompakten Benchtop-Immunoassay-System, das qualitativ hochwertige serologische Tests in kleineren Krankenhäusern und Kliniken ermöglicht, durchgeführt werden. Dieser Test lässt sich nahtlos in die Laborabläufe integrieren, sodass routinemäßige Blutuntersuchungen im Rahmen stationärer Diagnostik und Vorsorgetests einfach durch serologische Tests ergänzt werden können und Gesundheitssysteme damit beginnen können, den Immunstatus ihrer lokalen Gemeinden umfassend zu bestimmen.

Erster europäischer Standard zu Alltagsmasken

[Di 23.06.2020, 10:12] Das Europäische Komitee für Normung, CEN, hat einen ersten Standard für nicht-medizinische Alltagsmasken für Verbraucher als CEN Workshop Agreement (CWA) veröffentlicht. Das „CWA 17553:2020 - Community face coverings - Guide to minimum requirements, methods of testing and use“ legt Mindestanforderungen für deren Design, Herstellung und Leistungsbewertung fest. CEN hat die Vereinbarung auf Bitte der Europäischen Kommission erarbeitet.

Alltagsmasken sind in Europa Teil der meisten nationalen Strategien, um die pandemiebedingten Einschränkungen schrittweise aufzuheben. Europaweit einheitliche Sicherheitsstandards können dazu beizutragen, die Covid-19-Pandemie länderübergreifend einzudämmen. „Das CWA unterstützt insbesondere Hersteller, die ihre Produktion auf nicht-medizinische Alltagsmasken umgestellt haben oder auf diesem Gebiet tätig sein wollen. Sie erhalten damit schnell und unkompliziert Hilfestellung zu den wichtigsten Anforderungen an solche Masken“, sagt Elisabeth Beck, Leiterin der Gruppe Gesundheit bei DIN. Das Dokument enthält zudem einen Anhang mit praktischen Hinweisen zur richtigen Handhabung und Reinigung der Masken.

Verantwortlich für die Erarbeitung des Standards war das französische Normungsinstitut AFNOR, zahlreiche europäische Experten brachten ihr Fachwissen und vorhandene nationale Leitlinien mit ein. Das CWA 17553:2020 steht kostenlos auf www.cencenelec.eu zum Download bereit.

Dräger baut Produktion von FFP-Masken in Europa aus

[Mo 22.06.2020, 07:55] Als Folge der Covid-19-Pandemie hat Dräger entschieden, seine Produktionskapazitäten für leichten Atemschutz in Europa auszubauen. Dafür wird das Unternehmen bestehende Produktionsstandorte in Schweden und Deutschland erweitern und eine komplett neue Fabrik in Frankreich errichten. Rainer Klug, Vorstand Sicherheitstechnik bei Dräger: „Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach leichtem Atemschutz langfristig höher sein wird als vor Corona. Unser Ziel ist es, eine stabile Versorgung mit qualitativ hochwertigen FFP-Atemschutzmasken in Europa zu sichern.“ Um ein stabiles europäisches Produktionsnetzwerk für Schutzausrüstung aufzubauen, hat Dräger folgende Maßnahmen beschlossen: Den bereits existierenden Produktionsstandort für FFP-Atemschutzmasken in Schweden wird Dräger deutlich erweitern. Hier werden künftig pro Jahr mehr als doppelt so viele FFP-Masken produziert wie bisher – eine Stückzahl im mittleren zweistelligen Mio.bereich. In Deutschand schafft Dräger zudem zusätzliche Kapazitäten für Gebläsefiltergeräte für den leichten Atemschutz. Darüber hinaus wird das Unternehmen einen neuen Produktionsstandort in Frankreich errichten. Hier werden künftig FFP2- und FFP3-Masken für ganz Europa hergestellt. Die Investitionen in neue Maschinen werden im Geschäftsjahr 2020 einen niedrigen zweistelligen Mio.betrag erfordern. Klug: „Wir freuen uns besonders über die sehr enge und konstruktive Zusammenarbeit mit der französischen Regierung. Der gute Austausch und das gemeinsame Ziel, die Menschen mit hochwertigem Atemschutz zu versorgen, haben uns die Entscheidung für einen zusätzlichen Standort im Elsass erleichtert.“

Taiwans „Anti-Covid-19-Pavilion“

[Do 18.06.2020, 10:48] Mit dem „Taiwan Anti-Covid-19 Pavilion" bietet der Taiwan External Trade Development Council (TAITRA) einen neuen kostenlosen Online-Service für Informationen und internationale Geschäftskontakte an. Experten unterschiedlicher Fachbereiche, hochrangige medizinische Einrichtungen und über 2.000 Unternehmen Taiwans informieren auf dieser Plattform umfassend über aktuelle Forschungen und Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung sowie zu neuen Geschäftsmöglichkeiten mit Taiwan.

Auf der Plattform gibt wichtige Antworten zu medizinischen Fragen und die Möglichkeit, diese in Zusammenarbeit mit 20 führenden medizinischen Institutionen Taiwans per Videoanruf beantworten zu lassen. Fachleute geben Antworten zu häufig gestellten Fragen und aktuelle Nachrichten zu Gesundheit, Biotechnologie und KI-Covid-19-Diagnoseverfahren halten die Nutzer stets auf dem Laufenden. Eine Datenbank mit mehr als 2.000 taiwanesischen Lieferanten bietet dann noch die Möglichkeit, Anti-Covid-19-Schutzausrüstungen direkt online zu bestellen. Ergänzend zum „Anti-Covid-19 Pavilion“ lassen sich auch auf der Plattform „Medical Taiwan“ hochwertige Produkte und zuverlässige Partner finden. Der Schwerpunkt liegt auf dem Ökosystem der Epidemieprävention und intelligenten Lösungen für das Gesundheitswesen.

Formnext mit neuem Gesundheitskonzept

[Mi 17.06.2020, 14:25] Die additive Leitmesse Formnext hat den Vorteil, dass sie erst im November stattfinden soll. Genügend Zeit also, um ein neues Gesundheits- und Hygienekonzept zu erarbeiten. Jetzt hat der Messeveranstalter Mesago das umfassende Konzept vorgestellt, mit dem die Formnext vom 10. bis 13. November 2020 in Frankfurt stattfinden soll. Mit dem umfangreichen Konzept zum Gesundheitsschutz, das zusammen mit der Messe Frankfurt GmbH erarbeitet wurde, gehen die Messeveranstalter über die gesetzlichen Vorgaben hinaus und zielen auf den höchsten Schutz für Aussteller, Besucher und Mitarbeiter. Das Konzept basiert auf einem Maßnahmenpaket, bei dem Hygiene (u.a. höhere Reinigungsintervalle), striktere Abstandsregeln (u.a. professionelles Crowdmanagement) und eine höhere Frischluftzufuhr (u.a. mehrmaliger Austausch der Hallenluft pro Stunde) wichtige Faktoren sind.

Für Besucher ist eine Vollregistrierung sowie Tickets, die nur an bestimmten Tagen gültig sind, geplant. Durch das vollständig elektronische Registrieren und Bezahlen werden unnötige Kontakte reduziert. Eine Selbsterklärung, z.B. über den aktuellen Gesundheitszustand, ist zudem verpflichtend. Auch bei der Planung der Messehallen und Stände geht die Formnext buchstäblich neue Wege: So werden die Gänge zwischen den Ständen deutlich verbreitert (von 3 auf 6 Metern) und zusätzlich durch einen 1 Meter breiten Kommunikationsstreifen an jeder Seite flankiert. Per Videotechnik und geschultem Personal in der Halle wird zudem überwacht, ob die Corona- und Abstandsregeln eingehalten werden.

EPHJ findet im September statt

[Mi 17.06.2020, 08:58] Die Ausgabe 2020 der wichtigsten jährlich stattfindenden Fachmesse der Schweiz wurde Covid-19-bedingt auf September verlegt. Nun bestätigen die Veranstalter, dass die Messe wie vorgesehen vom 15. bis 18. September in Genf stattfinden wird, um zur Wiederbelebung sämtlicher Hochpräzisionsbrachen beizutragen. „Wir haben versucht, uns in den letzten Wochen in engem Austausch mit zahlreichen Ausstellern ein möglichst realistisches Bild der Situation zu verschaffen“, erläutert Alexandre Catton, Leiter des Salon EPHJ. „Die Meinungen sind geteilt. Ein Teil von ihnen sieht sich angesichts der schwierigen Lage und der Marktentwicklung sowie der anhaltenden Unsicherheit und angesichts eines möglichen Besucherrückgangs genötigt, sich auf andere Prioritäten zu konzentrieren. Die überwiegende Mehrzahl jedoch wünscht sich vorrangig eine Rückkehr zur Normalität und die Möglichkeit, auf der Messe ihre Innovationen auszustellen und Kunden und Interessenten zu treffen.“

Die Veranstalter sind sich dessen bewusst, dass die Messe unter Umständen im Hinblick auf Besucher und Aussteller anders aussehen wird als gewohnt. Dennoch dürften sich die in einigen großen Unternehmen geltenden Reisebeschränkungen nicht maßgeblich auf in der Schweiz ansässigen Hersteller und Unternehmen auswirken, die keinen größeren Einschränkungen im Hinblick auf eine Reise nach Genf unterliegen sollten. „Die Entscheidung beruht auf unserem aktuellen Wissensstand“, betont Catton. „Je nachdem, wie sich die Hygienemaßnahmen bis September entwickeln und welche Auflagen der Salon EPHJ zu befolgen haben wird, werden wir entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergreifen.“

Antriebssysteme gegen Corona

[Di 16.06.2020, 07:44] Um die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verlangsamen, werden weltweit zum Teil sehr drastische Maßnahmen ergriffen. Gleichzeitig werden Labor- und Analysekapazitäten auf- und ausgebaut, um Tests schneller auswerten zu können und an Gegenmitteln oder Impfstoffen zu forschen. Aber auch der Schutz der Menschen, die etwa in Krankenhäusern um das Leben der Patienten kämpfen, muss lückenlos sein und ebenso zuverlässig funktionieren wie die Beatmungsgeräte für erkrankte Patienten. Für diese wichtigen, zum Teil lebenserhaltenden Systeme entwickelt und liefert Faulhaber mit seinen Antriebssystemen Schlüsselkomponenten.

In der neuen Publikation „Fokus Covid-19 – Faulhaber Branchenlösungen – Antriebssysteme für Gesundheitsversorgung, Medizin & Laborgeräte“ erfährt man, welche Antriebe sich für Medizintechnikanwendungen aus den Bereichen Beatmungssysteme, Personenschutz (PAPR), Laborautomation, Point of Care (POC) Analyse sowie Infrarotthermographie besonders eignen, welche Vorteile Faulhaber für die Anwendungen bietet und welche Optionen möglich sind. Die Publikation kann in elektronischer Form (PDF) kostenlos auf der Faulhaber Internetseite unter der Adresse https://www.faulhaber.com/Covid19/de heruntergeladen werden.

Flexible Telemedizinlösung von Siemens Healthineers

[Mo 15.06.2020, 11:01] Mit der Software Teamplay my Care Companion bringt Siemens Healthineers eine neue flexible Telemedizinlösung auf den Markt, die die Betreuung von Patienten mit chronischen Krankheiten aus der Ferne ermöglicht. Mit Teamplay my Care Companion können Gesundheitsdienstleister ihre eigenen Telemedizinprogramme planen und die zugrundeliegende Technologie flexibel an ihre Bedürfnisse anpassen. Die Lösung ist zunächst für die Betreuung von Patienten mit chronischer Herzschwäche im Herz- und Diabetescenter Bad Oeynhausen unter dem Namen „Herz Connect“ im Einsatz. Ein weiteres Einsatzgebiet in der aktuellen Covid-19-Pandemie: Die Betriebsärzte in der Stabsstelle Arbeitsmedizin des Universitätsklinikums Mannheim setzen die Dokumentations- und Kommunikationskomponenten des Teamplay my Care Companions als „Corona-Tagebuch“ für das klinische Personal gemäß den Regeln des Robert Koch-Instituts ein. Die Mitarbeiter erfassen täglich ihren Gesundheitszustand, die Betriebsärzte können schnell auf Veränderungen reagieren. „Während wir früher stapelweise Papier in Form von Tagebüchern bekommen haben, ist jetzt alles geordnet in einer Software verfügbar“, erläutert Betriebsärztin Dr. Margit Eisenbarth. „Die Mitarbeiter können über eine App oder eine Website ihre Daten komfortabel eingeben. Sie sparen wertvolle Zeit und wir haben sofort den Überblick.“

Point-of-Care-Antikörpertests

[Mo 15.06.2020, 08:27] AMS, ein weltweiter Anbieter von hochwertigen Sensorlösungen, und Senova, ein Hersteller von medizintechnischen Produkten zur in-vitro Diagnostik mit Sitz in Deutschland, geben den erfolgreichen Abschluss von Testreihen bekannt, in denen eine Kombination der Technologie von Senova und der Spektralsensortechnologie von AMS eingesetzt wurde, um die Leistungsfähigkeit und Benutzerfreundlichkeit eines Lateral Flow-basierten Tests auf Antikörper für den Covid-19 (SARS-CoV-2) Virus zu verbessern. Ein speziell entwickeltes Sensormodul auf Basis der Spektralsensorlösung AS7341L von AMS ermöglicht dabei das Auslesen von Lateral-Flow-Immunoassays auf der Basis von Spektralanalyse.

Die Spektralsensortechnologie von AMS wurde erfolgreich in Kombination mit dem kommerziell verfügbaren serologischen IgG/M Covid-19-Testassay von Senova getestet, der als Bestätigungsdiagnostik in einem späteren Stadium der Erkrankung und in Massen-Screeningprogrammen auf Antikörper eingesetzt wird. Das Gerät, das die Lateral-Flow-Technologie mit einem Spektralsensor verbindet, ermöglicht eine genaue, kostengünstige und quantitative Auswertung und liefert ein objektives Testergebnis, das keine Interpretation durch den Benutzer erfordert. Im Gegensatz zur etablierten PCR-Methode kann das Testkit kostengünstig in Arztpraxen und anderen dezentralen Diagnostiksituationen („Point-of-Care“) eingesetzt werden.

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