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Patientensicherheit Anforderungen und Vorteile von drahtlosen medizinischen Geräten mit Innenraum-Ortung

Autor / Redakteur: Anssi Saarela* / Kristin Breunig

Die Überwachung oder Behandlung von Patienten mithilfe drahtloser, batteriebetriebener medizinischer Geräte kann bei der Lösung vieler Herausforderungen im Gesundheitswesen helfen. Es ist wichtig, den Überblick über die medizinische Infrastruktur in Krankenhäusern und Kliniken zu behalten und in Notfällen schnell handeln zu können. Hierzu ist es unerlässlich, dass das medizinische Personal jederzeit weiß, wo sich die benötigten medizinischen Geräte befinden.

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Im Krankenhausbetrieb können drahtlose Geräte in Kombination mit Standortinformationen zu Verbesserungen der Behandlungsprozesse und einer höheren Patientenzufriedenheit führen.
Im Krankenhausbetrieb können drahtlose Geräte in Kombination mit Standortinformationen zu Verbesserungen der Behandlungsprozesse und einer höheren Patientenzufriedenheit führen.
(Bild: Bittium)

Kritische Gesundheitsdaten werden dank drahtlosen medizinischen Geräten in Echtzeit sowohl vom Krankenhausbett als auch von mobilen Geräten im ambulanten Bereich übertragen. Dies erhöht nicht nur die Effizienz und Reichweite der Gesundheitsversorgung, sondern auch den Komfort und die Sicherheit der Patienten. Da die Nachfrage nach drahtlosen medizinischen Geräten schnell wächst, steigt auch der Bedarf an spezialisiertem Fachwissen in der Geräteentwicklung. Entwickler müssen Know-how über verschiedene Funktechnologien besitzen. Eine Herausforderung für das Antennendesign stellten die heutigen drahtlosen medizinischen Geräte dar. So genannte Wearables oder anderweitig nah am Körper platzierte Geräte besitzen einen sehr kompakten Formfaktor.

Neben dem richtigen Know-how aus der Funk- und Antennentechnologie ist in diesem Zusammenhang das Energiemanagement ein wichtiger Aspekt. Da die Geräte batteriebetrieben sind, ist die Energieoptimierung entscheidend und muss alle Elemente des Geräts berücksichtigen, um den gewünschten Betrieb zu gewährleisten. Um jeder Zeit auf den Standort der Geräte zugreifen zu können, müssen die medizinischen Geräte mit einer leistungsstarken Innenraum-Ortungstechnologie versehen werden.

Innenraum-Geräteortung sorgt für Sicherheit und Effizienz

Dank Ortungssystemen wie GPS in Fahrzeugen, Mobiltelefonen und anderen Geräten ist es heutzutage möglich, fast überall und jederzeit auf Standortinformationen im Freien zuzugreifen. Potenziell lebensrettende Möglichkeiten zur Ortung von medizinischen Geräten und anderem behandlungsrelevanten Klinik-Zubehör in Innenräumen sind jedoch nach wie vor nur sehr eingeschränkt verfügbar. Denn es gibt einige Anforderungen an eine in drahtlosen medizinischen Geräten integrierte Innenraum-Ortungslösung:

  • Skalierbarkeit: Eine Ortungslösung sollte skalierbar sein und mit den Anforderungen „mitwachsen“ können, sodass sie nicht nur zur Ortung der medizinischen Geräte, sondern auch zur Positionsbestimmung verschiedener anderer Assets, wie Krankenhausbetten, Rollstühle etc., eingesetzt werden kann.
  • Flexibilität: Flexibilität ist auch im geographischen Bereich gefragt. Die Ortungsleistung, die anfangs nur für ein Gebäude erbracht wird, sollte problemlos auf weitere Gebäude oder Stationen erweitert werden können.
  • Variabilität: Die Lösung sollte in der Lage sein, sowohl Echtzeit-Standortinformationen als auch Standortstatistiken anzubieten.
  • Anwenderfreundlichkeit: Ortungssysteme sollten durch eine einfache Installation, Bedienbarkeit und Wartung überzeugen. Ferner sollte die Lösung auch bei bestehenden medizinischen Geräten nachgerüstet werden können.
  • Stabilität: Um einen reibungslosen Betrieb unter schwierigen Bedingungen, wie Interferenzen, andere Funksignale oder zahlreiche Zwischenmauern, in mehrstöckigen Gebäuden zu ermöglichen, sollte die Lösung eine widerstandsfähige Konstruktion und eine lange Akkulaufzeit aufweisen.
  • Sicherheit: Für maximale Datensicherheit sollte die Ortungslösung in sich geschlossen, also autark und ohne Internetverbindung nutzbar sein.
  • Präzision: Krankenhausumgebungen erfordern unterschiedliche Grade der Ortungsgenauigkeit. Manchmal reicht die Angabe des Flurs oder Zimmers aus, manchmal ist aber auch eine Genauigkeit von 50 cm oder mehr erforderlich. Die Ortungslösung sollte dem gerecht werden.

Der Medizintechnik-R&D-Experte Bittium und der Ortungsspezialist Exafore arbeiten in diesem Bereich zusammen.

* Anssi Saarela arbeitet als Senior Manager für Produkt- und Servicebereiche von Connectivity Solutions bei Bittium.

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