Coronavirus: Branchen-Ticker für die Medizintechnik

Labor setzt Transportdrohnen ein / Auszeichnung für Beatmungssystem

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Mit 20 Mio. Euro gegen Corona

[Fr 11.09.2020, 11:22] Die aktuelle Corona-Krise zeigt eindrücklich, wie sehr Gesundheitssysteme im Kampf gegen pandemische Infektionskrankheiten auf effektive Maßnahmen angewiesen sind. Das gilt insbesondere, wenn Erreger mit hohem Ansteckungspotenzial wie SarsCov2 im Spiel sind. In der aktuellen Corona-Pandemie spielen Medizinprodukte eine wesentliche Rolle. Um aktuellen Herausforderungen - etwa in der Diagnostik, der Prävention oder der mobilen Versorgung - besser begegnen zu können, soll die angewandte Forschung und Entwicklung gestärkt werden. Dafür will Bundesforschungsministerin Anja Karliczek 20 Mio. Euro investieren. Mehr dazu hier.

Lee liefert Miniaturventile und -drosseln

[Fr 11.09.2020, 09:37] Corona bestimmt momentan das Weltgeschehen. Bei besonders schweren Verläufen der Krankheit ist eine professionelle Versorgung und Atemwegstherapie unumgänglich, um Leben zu retten. In Sauerstoffkonzentratoren, Beatmungs- oder auch Analysegeräten leisten Miniaturkomponenten von Lee ihren Beitrag, damit Patienten schnell wieder durchatmen können. Insbesondere Magnetventile und Drosseln kommen in diesen medizinischen Geräten zum Einsatz, um den Luft- oder Sauerstoffdurchfluss zu überwachen und zu steuern.

Drosseln der Lee IMH-Gruppe etwa sorgen für eine fixe Reduktion des maximalen Volumenstroms. Zu den besagten Magnetventilen, die in Beatmungsgeräten und Sauerstoffkonzentratoren zum Einsatz kommen, gehören hauptsächlich die Lee-Baureihen LHD, LHL und LHQ. Sie zeichnen sich vor allem durch ihre Kompaktheit, ihren minimalen Stromverbrauch und ihr sehr geringes Gewicht aus. Spezielle Ausführungen mit sehr geringen Schallemissionen sind zusätzlich verfügbar.

Ottobock unterstützt Studierende finanziell

[Do 10.09.2020, 12:09] Im Winter- und Sommersemester 2020/2021 unterstützt das Medizintechnikunternehmen Ottobock mit Sitz in Duderstadt elf Studierende in der Region Südniedersachsen mit einem Deutschlandstipendium. „Medizintechnik braucht Talente – und Talente brauchen Förderung“, begründet CEO Philipp Schulte-Noelle das Engagement. Nicht zuletzt Studierende seien von der Corona-Pandemie stark betroffen, Verdienste durch Nebenjobs beispielsweise in der Gastronomie fielen weg. „Deswegen stiften wir dieses Jahr mehr Deutschlandstipendien, als in den Vorjahren. Die finanzielle Unterstützung soll Nachwuchskräften durch die Krise helfen.“

Gefördert werden herausragendes soziales Engagement sowie hervorragende Studienleistungen im Bereich Medizintechnik und Humanmedizin an drei Talentschmieden in der Stadt Göttingen: Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) und Private Fachhochschule Göttingen (PFH).

Paket mit Intensivbett-Komponenten

[Mi 09.09.2020, 13:55] Der Tuttlinger Medizintechnikhersteller Simeon Medical unterstützt Kliniken im Kampf gegen Corona mit dem einfach zu installierenden, sofort einsatzbereiten und kosteneffizienten „Simeon-Intensivpaket“. Das Paket enthält alle Komponenten, die für ein Intensivbett benötigt werden. Dadurch können die neu geschaffenen Kapazitäten auch nach Corona problemlos weiter genutzt werden. Die Versorgungskonsolen sind als wand- oder als deckeninstallierte Lösung verfügbar, dadurch haben die Krankenhäuser maximale Flexibilität hinsichtlich der räumlichen Anordnung sowie der Anpassung an lokale bauliche Gegebenheiten.

Strategiekommission steht hinter der Cleanzone

[Mo 07.09.2020, 10:59] Die Cleanzone Strategiekommission steht geschlossen hinter dem Konzept der internationalen Fachmesse für Kontaminationskontrolle und Reinraumtechnologie und erwartet am 18. und 19. November einen intensiven Austausch zu aktuellen Themen. Das ist das Ergebnis der Sitzung der Strategiekommission Anfang August. Kerstin Horaczek, Group Show Director Technology der Messe Frankfurt, freut sich über dieses Resultat: „Auch in Coronazeiten sind Fachmessen möglich. Wir erleben das gerade in China, wo das Messegeschäft wieder anläuft. In Frankfurt finden im Herbst unter Hygiene- und Schutzauflagen wieder Messen statt. Wir haben dazu ein mit den Behörden abgestimmtes Konzept entwickelt, das wir dem aktuellen Stand der Corona-Pandemie anpassen.“

Kommentar von VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann

[Mo 31.08.2020, 07:52] VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann äußert sich zur Maskenpflicht am Arbeitsplatz: „Eine zweite Corona-Welle würde sich auf die Wirtschaft, ja auf unser gesamtes gesellschaftliches Leben verheerend auswirken. Deshalb muss der Staat die bestehenden Hygienevorschriften durchsetzen und, wo nötig, nachbessern. Je geschlossener das Bild ist, welches Bund und Länder dabei der Öffentlichkeit vermitteln, desto größer wird auch die Akzeptanz für die notwendigen Maßnahmen sein. Da es im Maschinenbau keinen regen Publikumsverkehr gibt, wie beispielsweise in Geschäften oder Restaurants, ist aus unserer Sicht eine generelle Maskenpflicht am Arbeitsplatz nicht sinnvoll. In unseren Betrieben gelten wie überall die üblichen Abstandsregeln, und dort, wo sie mal nicht eingehalten werden können, selbstverständlich auch die Maskenpflicht. Unsere Unternehmen achten auf die Einhaltung der Regeln schon deshalb, da auch für sie eine neue Ansteckungswelle ein schwerer Rückschlag wäre.“

Inhouse-Schulungen als Alternative in Corona-Zeiten

[Do 27.08.2020, 11:52] Das Weiterbildungsprogramm der Medical Mountains GmbH ist vom Grunde her auf Präsenzveranstaltungen ausgelegt. Der Kontakt zu und der fachliche Austausch mit den weiteren Teilnehmern und Referenten gibt den Inhalten zusätzliche Tiefe. Gleichwohl besteht die Möglichkeit, die Seminare im eigenen Unternehmen abzubilden. „Es ist nachvollziehbar, dass man auf Nummer sicher gehen möchte und die Reisetätigkeit noch eingeschränkt. Gerade vor diesem Hintergrund sind Inhouse-Schulungen eine Alternative“, sagt Alwin Reger, bei der Medical Mountains GmbH verantwortlich für den Bereich Weiterbildung. Eine Vielzahl der angebotenen Seminare kann auch direkt bei den Kunden realisiert werden. Sie melden Thema und Anzahl der Teilnehmer – die Medical Mountains GmbH erstellt ein entsprechendes Angebot und übernimmt die weitere Organisation. Abgesehen von wegfallenden Wegstrecken, hat dieses Format weitere Vorzüge: Der Ablauf kann individueller auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten, vorab Schwerpunkte besprochen und weitere Themen hinzugenommen werden. Und indem man in den eigenen vier Wänden bleibt, ist auch die Frage nach dem Hygienekonzept bereits beantwortet. Weitere Informationen zu Inhouse-Schulungen erteilt Alwin Reger, reger@medicalmountains.de, Telefon 07461 969721-60.

VDGH: Überprüfung der Corona-Teststrategie

[Do 27.08.2020, 09:34] Angesichts der sprunghaft gestiegenen Auslastung der medizinischen Labore bei der Testung auf das Coronavirus hält der Verband der Diagnostica-Industrie eine Überprüfung der Teststrategie von Bund und Ländern für nachvollziehbar. Hierzu erklärt VDGH-Vorstandsvorsitzender Ulrich Schmid: „In der Pandemie ist ein umfassendes und zielgerichtetes Testen auf das Coronavirus unverzichtbar. Es liegt in der Verantwortung der Politik, die Teststrategie im Bedarfsfall neu zu justieren. Neue Testtechnologien können die bisherige Diagnostik ergänzen und Engpässe abmildern.“ Die Diagnostika-Industrie hat ihre Kapazitäten allein von Februar bis Juni 2020 um 1800 Prozent gesteigert. Trotz eines weltweit explodierenden Bedarfs können die Hersteller von Reagenzien, Testkits und Geräten die Belieferung in Deutschland sicherstellen. Die in den letzten Wochen nochmals deutlich gestiegene Zahl der in den ärztlichen Laboren durchgeführten Akutdiagnostik (PCR-Tests) und die hohe Kapazitätsauslastung auf allen Seiten zeigen aber Handlungsbedarf an.

Die Diagnostika-Industrie kann weitere Testtechnologien zur Verfügung stellen, die als Ergänzung für den direkten Erregernachweis geeignet sind. Knappheiten in der Akutdiagnostik kann damit entgegengetreten werden. „Die Hersteller entwickeln mit Hochdruck Testmöglichkeiten, die sowohl im fachärztlichen Labor als auch patientennah einsetzbar sind“, sagt Verbandschef Schmid. Insbesondere Antigentests bieten ein großes Potenzial. Sie ermöglichen schnelle Testergebnisse und sind breit anwendbar. Des Weiteren stellen patientennahe PCR-Test-Applikationen (Point-of-Care-Tests) sowie Multiplex-Tests, die z. B. Coronaviren und Influenzaviren in einem Schritt detektieren und unterscheiden, eine sinnvolle Ergänzung für den Erregernachweis dar.

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