Coronavirus: Branchen-Ticker für die Medizintechnik

App für Beatmungsgeräte / 3-lagige Filtration für Schutz und Zuverlässigkeit

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Lungenultraschall bei Covid-19-Patienten

[Mi 27.05.2020, 12:37] Rund 7,5 Prozent aller Covid-19-Erkrankten werden intensivmedizinisch behandelt. Grund dafür ist meist die Lungenentzündung, die durch das neuartige Coronavirus ausgelöst wird. Sie kommt schleichend, bleibt lange unbemerkt, kann dann aber innerhalb von wenigen Stunden zu schweren Atemproblemen führen, die eine sofortige Behandlung auf der Intensivstation erfordern. Die Erfahrungen der vergangenen Wochen zeigen, dass dann der Lungenultraschall ein unverzichtbares Überwachungsinstrument für die kontinuierliche und schnelle Verlaufskontrolle der Schwerkranken darstellt. Die Thoraxsonografie ist unkompliziert, strahlungsfrei, direkt am Intensivbett einsetzbar und kann beliebig oft wiederholt werden.

Investitionen für digitales Gesundheitswesen

[Mi 27.05.2020, 09:15] Von Corona-Screening-Apps über Meldesysteme für Intensivkapazitäten bis hin zur Videosprechstunde – In Zeiten der Corona-Pandemie wird an einer ganzen Reihe von Beispielen deutlich, wie digitale Anwendungen unser Gesundheitssystem unterstützen können. „Das Potenzial ist groß. Es auch nachhaltig zu erschließen ist aber alles andere als ein Selbstläufer“, kommentiert Sebastian Zilch, Geschäftsführer des bvitg. „Deshalb dürfen Politik und Selbstverwaltung nach der Krise nicht auf ausgetretene Pfade zurückfallen. Stattdessen müssen wir diese einmalige Chance ergreifen und die umfassende und nachhaltige Digitalisierung unseres Gesundheitssystems vorantreiben.“

Erforderlich sind hierzu nach Meinung des bvitg vor allem weitere Investitionen in die digitale Infrastruktur sowie die Vernetzung von Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen. Zudem muss sich die Qualität der Gesundheitsdaten verbessern und diese einfacher verfügbar gemacht werden. Von zentraler Bedeutung sind laut dem Positionspapier insbesondere Projekte mit realen Mehrwerten für die Versorgung, weshalb der Verband eine zügige Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA), eRezept, elektronischer Krankschreibung sowie die Ausweitung von Telemedizin-Anwendungen fordert.

Weltweite Auslieferung von Covid-19-Antikörpertest

[Mi 27.05.2020, 07:42] Siemens Healthineers liefert seinen laborbasierten Gesamtantikörpertest zum Nachweis von SARS-CoV-2 IgM- und IgG-Antikörpern im Blut nun weltweit aus. Der Test hat eine CE-Zertifizierung, und die Testdaten weisen eine 100-prozentige Empfindlichkeit und 99,8 Prozent Spezifität auf. Der Gesamtantikörpertest ermöglicht die Identifizierung von Patienten, die eine adaptive Immunantwort entwickelt haben, was auf eine kürzliche Infektion oder vorherige Exposition hinweist. Das Unternehmen kann seine Produktion entsprechend der Entwicklung der Pandemie hochfahren und ab Juni Kapazitäten von mehr als 50 Mio. Tests pro Monat für seine Plattformen bereitstellen.

Kooperation für Massenproduktion

[Di 26.05.2020, 10:22] Vier unterschiedliche Branchen aus dem deutschen Mittelstand mit einer Mission: die derzeitige Versorgung an Schutzmasken zu gewährleisten. Die Sonotronic Nagel GmbH hat dafür eine komplette Produktionsstraße mit Ultraschall-Systemen ausgestattet. In weiterer Kooperation mit dem Fraunhofer IPT aus Aachen und des Maschinenbauers IBF Automation aus Freudenberg, hat die Moss GmbH die Fertigungsanlage beauftragt. Ziel: Pro Tag bis zu 600.000 qualitativ hochwertige, mit Ultraschall konfektionierte Masken zu produzieren und das zu 100 Prozent Made in Germany.

Der Einsatz von Sonotronic konzentrierte sich bei diesem Projekt auf die effiziente Integration der Ultraschall-Werkzeuge, welche die Vliesstoffe miteinander verschweißen. Die Ultraschall-Komponenten werden am Firmenstandort in Karlsbad nach hohen Qualitätsstandards hergestellt und gewährleisten damit hohe Verfügbarkeiten und kurze Lieferzeiten.

Norm für Krankenhausreinigung

[Mo 25.05.2020, 11:28] Krankenhäuser stehen bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie vor vielfältigen Herausforderungen. Eine besondere Voraussetzung für einen erfolgreichen Kampf gegen das Virus ist die Hygiene in medizinischen Einrichtungen. Dazu gehört insbesondere auch die Reinigung. Die Norm DIN 13063 „Krankenhausreinigung - Anforderungen an die Reinigung und desinfizierende Reinigung in Krankenhausgebäuden und anderen medizinischen Einrichtungen“ setzt genau hier an. Im Rahmen des Erarbeitungsprozesses der Norm hat DIN (Deutsches Institut für Normung) einen Entwurf zur Kommentierung durch die Fachöffentlichkeit bereitgestellt. In Deutschland existieren bislang beispielsweise die Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO), an denen sich Krankenhäuser bei der Erstellung ihres einrichtungsspezifischen Hygieneplans orientieren. Einen einheitlichen Reinigungsstandard für deutsche Krankenhäuser gibt es bislang jedoch nicht. Der Norm-Entwurf legt nun erstmalig Anforderungen für die Krankenhausreinigung fest. Mehr als 40 Experten haben ihn erarbeitet, darunter Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft, von Fachverbänden und Politik sowie Hygieneexperten und Vertreter des DIN-Verbraucherrats.

3D-Druckerfarm produziert Masken

[Mo 25.05.2020, 09:24] Craft Unique, ein ungarischer 3D-Drucker-Hersteller setzt seinen 3D-Druckermodell Craft Bot im Kampf gegen Covid-19 ein, um persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu fertigen. Um mehr PSA in kürzerer Zeit fertigen zu können investierte das Unternehmen jetzt in eine eigne Druckerfarm in Ungarn. Diese besteht aus 12 Druckern, Software und Printmaterialien. In dieser 3D-Printfarm wurden schon etwa 5.000 Masken additiv gefertigt, welche an ungarische Krankenhäuser und Unternehmen in der Umgebung überreicht wurden. Auch Vertriebspartner in anderen Ländern sind von der Idee angetan und wollen das Konzept umsetzen.

In Deutschland stellten schon drei Partner von Craft Unique ihre Produktion auf die Fertigung von Masken, sowie weiterer medizinischer Materialien um. Dabei kommen neben dem Craft Bot auch noch andere 3D-Drucker des ungarischen Unternehmens zum Einsatz. 3dl.berlin stellt neben den Masken auch Gesichtsvisiere mithilfe von 3D-Druck her. 5.000 Gesichtsschutzschilder konnte das Unternehmen schon an Krankenhäuser weitergeben. Zum Druck werden verschiedene Modelle des Craft Bot verwendet. Die Drucker laufen rund um die Uhr, um weitere Schutzausrüstung zu produzieren. Heuron druckt Masken im Ruhrgebiet. Dort werden auch verschiedene Modell des Craft Bot eingesetzt, um Masken zu produzieren, welche nicht nur an medizinisches Fachpersonal, sondern auch an die Polizei, Feuerwehr, Kosmetiker oder Privatpersonen ausgegeben werden. Ein weiteres Unternehmen aus der 3D-Druck-Branche nutzt diverse Craft Bot-Modelle für den Druck von Gesichtsvisieren und Mund-Nasen-Masken: Ruhrsource. Mehr als 1.000 Visiere und Türöffner produzierte das Unternehmen seit Ende März zum Selbstkostenpreis.

DEVK spendet 10.000 Atemschutzmasken

[Fr 22.05.2020, 13:15] Die DEVK hat 10.000 FFP2-Masken an die Marienhaus Stiftung gespendet, einem der größten christlichen Träger von sozialen Einrichtungen in Deutschland. „Als wir Mund-Nasen-Masken für unsere Mitarbeitenden bestellen wollten, bekamen wir das Angebot, auch die FFP2-Masken einzukaufen“, sagt Hans-Joachim Nagel, Leiter Unternehmenskommunikation bei der DEVK. „Wir haben jedoch keinen Bedarf an medizinischen Masken. Deshalb haben wir uns sofort dazu entschlossen, die Masken stattdessen zu spenden, damit sie Menschen schützen, die sie dringend brauchen.“ Zunächst wurden die 10.000 Exemplare an das Zentrallager der Stiftung in Neunkirchen geliefert. Von dort werden sie nach Bedarf an die einzelnen Einrichtungen verteilt.

Schutzgesetz für Medizinfirmen

[Mi 20.05.2020, 14:51] Das Bundeskabinett hat heute den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vorgelegten Entwurf zur Novellierung der Außenwirtschaftsverordnung (AWV) beschlossen. Im Mittelpunkt dieser 15. AWV-Novelle steht der Gesundheitssektor. Zukünftig greift eine Meldepflicht, wenn unionsfremde Unternehmen Anteile von mehr als 10 Prozent an deutschen Unternehmen erwerben wollen, die Impfstoffe, Arzneimittel, persönliche Schutzausrüstung (zum Beispiel Mund-Nase-Masken) oder Medizingüter zur Behandlung hochansteckender Krankheiten (unter anderem Beatmungsgeräte) entwickeln oder herstellen. Die Novelle tritt mit Verkündung im Bundesanzeiger in Kraft. Altmaier: „Mit der aktuellen Novelle der Außenwirtschaftsverordnung stellen wir sicher, dass die Bundesregierung von kritischen Unternehmenserwerben im Gesundheitssektor erfährt und diese prüfen kann. Die aktuelle Corona-Krise zeigt, wie wichtig medizinisches Know-how und eigene Produktionskapazitäten in Deutschland und Europa in Krisensituationen sein können. Gleichzeitig ist die Novelle ein wichtiger Beitrag zur dauerhaften Aufrechterhaltung eines funktionierenden Gesundheitssystems in Deutschland.“

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