Coronavirus: Branchen-Ticker für die Medizintechnik

Antigen-Test erlangt CE-Zulassung für Probenentnahme aus dem vorderen Nasenbereich / Doctolib koordiniert die Impftermine in der Hauptstadt

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Forschungsprojekts für antimikrobielle und viruzide Beschichtungen

[Mi 25.11.2020 11:50] Viren wie SARS-CoV-2 können auf Kunststoffen, die aufgrund des Gewichts insbesondere in Flugzeugen weit verbreitet sind, lange überleben. Die PVD-Beschichtungslösungen von Oerlikon Balzers schützen nicht nur Werkzeuge und Komponenten: Die Ingenieure des Unternehmens verfügen auch über langjährige Erfahrung und umfassendes Know-how bei der Entwicklung von Lösungen für spezifische Anwendungen in der Medizinbranche. Als Partner eines internationalen Forschungsprojekts nutzt Oerlikon Balzers nun dieses Fachwissen aus der langjährigen Zusammenarbeit mit medizinischem Fachpersonal, Universitäten und Universitätskliniken, um antimikrobielle und viruzide Beschichtungen für Komponenten aus Kunststoff zu entwickeln.

Fraunhofer IPA vs. Corona

[Di 24.11.2020, 13:46] Die Corona-Pandemie stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen, denn es gilt, die Bevölkerung und den Wohlstand optimal zu schützen. Expertinnen und Experten von Fraunhofer wirken mit dem Aktionsprogramm „Fraunhofer vs. Corona“ bei der Bekämpfung an vorderster Front mit und unterstützen Wirtschaft und Gesellschaft dabei, direkte Auswirkungen und längerfristige Folgen zu bewältigen.

Das Fraunhofer IPA arbeitet mit Partnern an verschiedensten Technologien im Umfeld der Produktion und Automatisierung und koppelt so seine Kompetenz auf diesem Gebiet mit neuesten Entwicklungen im Kontext der Pandemie. Weitere Informationen und Anmeldungsmöglichkeiten gibt es hier.

Medizinische Gesichtsmaske mit CE-Zeichen

[Di 24.11.2020, 10:03] Die Fetter und Spiritini Gruppe hat die erfolgreiche CE-Zertifizierung ihrer neuen medizinischen Gesichtsmaske bekanntgegeben. Die Maske des Typs IIR entspricht der Norm DIN EN 14683:2019 und ist somit auch für medizinisches Fachpersonal geeignet.

Der Dienstleister aus Salzweg legt dabei Wert auf „Qualität Made in Germany“ – nicht nur die Herstellung erfolgt in Deutschland, auch die Materialien werden von deutschen Anbietern bezogen. „Wir sind uns der Verantwortung bewusst, ein Medizinprodukt auf den Markt zu bringen. Die Produktqualität und natürlich die Sicherheit der Menschen steht dabei für uns im Mittelpunkt.“, sagte Frank Gollwitzer, Geschäftsführer der F+S Produktion und Service GmbH, dem Produzenten der Masken. Für die Herstellung wurde eine Halle am Standort Salzweg neu hergerichtet und klimatisiert. Eine hochautomatisierte Fertigungslinie garantiert eine gleichbleibende Qualität. 60.000 Masken können hier täglich hergestellt werden.

Bei der Entwicklung, Industrialisierung, Prüfung und CE-Zertifizierung wurde die F+S durch die Activoris Medizintechnik beraten, die den gesamten Prozess begleitete. Über einen Zeitraum von sechs Monaten wurden Anforderungen dokumentiert, Risiken analysiert, Anlagen qualifiziert, um die Technische Dokumentation für ein Medizinprodukt zu erstellen. Grünes Licht für das Produkt aus dem Hause Fetter + Spiritini gab es dann vor kurzem vom Institut Hohenstein, welches als Prüflabor die notwendigen Tests nach der Prüfnorm DIN EN 14683:2919 Typ IIR durchführte.

Transportdrohnen für Laborproben

[Mi 18.11.2020, 07:00] In Berlin sind ab dem 17. November Drohnen im Einsatz, um Laborproben schneller bearbeiten zu können.

Durch den Einsatz von Drohnen soll die Transportzeit für besonders zeitkritische Proben zwischen einzelnen Klinikstandorten und dem Zentrallabor von Labor Berlin, dem ersten Gemeinschaftsunternehmen von Charité und Vivantes, deutlich verkürzt werden. Labor Berlin und Matternet bereiten sich daher seit längerem intensiv darauf vor, Laborproben per Drohnen zu transportieren. Die Initiatoren setzen damit den Grundstein für das erste innerstädtische BVLOS-Netzwerk (beyond visual line of sight) zur Lieferung medizinischer Materialien durch die Luft.

„Die Corona-Pandemie macht einmal mehr deutlich, dass Zeit Leben retten kann. Wir sind davon überzeugt, dass Drohnen eine wichtige Rolle spielen werden bei unserem Ziel, die Behandlung von Patienten bestmöglich zu unterstützen.“, so Klaus Tenning, Projektleiter Labor Berlin.

Sanner steigert Gesamtproduktion um mehr als zehn Prozent

[Di 17.11.2020, 14:13] Die Sanner GmbH ist bislang gut durch die Corona-Krise gekommen. Die Nachfrage nach Lösungen des internationalen Herstellers von pharmazeutischen Primärverpackungen und Medizintechnikprodukten ist sogar um mehr als zehn Prozent gestiegen. Besonders gefragt sind Verpackungslösungen für Brausetabletten. Darüber hinaus sind auch Medical Devices wie Komponenten für Corona- und andere Schnelltests sowie Inhalatoren stärker gefragt. Um diese Nachfrage zu erfüllen, hat das Unternehmen Kapazitäten aufgestockt – und tut alles, um die Kunden mit der gewohnt hohen Liefertreue und Qualität zu versorgen.

Aerobuster jagt herumfliegende Corona-Viren

[Do 12.11.2020, 09:02] Aerosole spielen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Covid-19. Beim Atmen, Sprechen oder Husten verbreiten sich die winzigen mit Corona-Viren beladenen Tröpfchen in Innenräumen. Besonders betroffen sind Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Uni-Hörsäle, Arztpraxen oder Restaurants. Eine effektive, sichere und vor allem schnell verfügbare Lösung haben jetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelt. Der Aerobuster ist einfach, kompakt, und kann sehr effektiv Viren und andere Krankheitserreger aus der Raumluft inaktivieren.

„Erste Ergebnisse zeigen, dass mit unserem Aerobuster luftgetragene Modell-Viren zu fast 100 Prozent inaktiviert werden können. Dabei ist der Aerobuster mit einem hohen Luftdurchsatz extrem leistungsstark und hat deutlich niedrigere Anschaffungskosten als handelsübliche Luftreinigungsgeräte“, sagt Professor Horst Hahn, Leiter des Instituts für Nanotechnologie des KIT und einer der Erfinder des Aerobusters. Simulationen der Aerosolbewegungen in einem durchschnittlichen Klassenzimmer mit 20 Schülern belegen, dass durch den Aerobuster die Konzentration aktiver Viren in der Raumluft drastisch gesenkt und so die Ansteckungsgefahr dauerhaft erheblich vermindert werden kann.

Durchführung von standortübergreifenden klinischen Studien und Patientenscreenings

[Di 10.11.2020, 10:48] Kontaktsperren, Mobilitäts- und Reisebeschränkungen – die Coronavirus-Pandemie und die mit ihr einhergehenden Restriktionen belasten die Gesundheitssysteme weltweit. So können sich u.a. Experten aus Industrie und Medizin nicht mehr persönlich treffen, um Patientenfälle gemeinsam zu erörtern und Behandlungspläne zu beschließen. Hier setzt das deutsche Unternehmen Clin-Flows an: Speziell entwickelte Online-Tools ermöglichen es medizinischen Spezialisten, sich auch auf Distanz auszutauschen, Fälle gemeinsam zu diskutieren und Daten auszuwerten.

Auszeichnung für Beatmungssystem

[Fr 06.11.2020, 07:25] Demcon hat den Deutsch-Niederländischen Wirtschaftspreis 2020 gewonnen. Das niederländische Hightech-Unternehmen entwickelte im Frühjahr in nur drei Wochen ein neues Beatmungssystem für Corona-Patienten und setzte sich mit dieser grenzüberschreitenden Kooperation gegen 28 weitere Kandidaten durch.

„Wir vergeben den Wirtschaftspreis dieses Jahr zum 13. Mal, doch noch nie in so herausfordernden Zeiten wie jetzt“, sagt DNHK-Geschäftsführer Günter Gülker mit Blick auf die Corona-Pandemie. „Demcon ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und dank binationalem Ansatz in Rekordzeit Lösungen anbieten können.“ An der Entwicklung des Beatmungssystems Demcair waren Partner aus beiden Ländern beteiligt. Auch eine Maschine für die Produktion medizinischer Masken entwickelte Demcon während der Krise in deutsch-niederländischer Zusammenarbeit. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung“, sagt Eric Tielemans, Managing Director von Demcon Advanced Mechatronics. „Eine wirklich schöne Anerkennung der harten Arbeit unserer Kollegen.“

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