Coronavirus: Branchen-Ticker für die Medizintechnik

Kooperation für Massenproduktion / Norm für Krankenhausreinigung

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Boom bei Philips

[Di 21.04.2020, 08:19] Wie das Ärzteblatt berichtet, hat die Corona-Pandemie beim niederländischen Medizintechnikkonzern Philips für einen Boom im Neugeschäft gesorgt. Wegen einer starken Nachfrage nach Monitor-Systemen und Beatmungsgeräten stieg der Auftragseingang im ersten Quartal auf vergleichbarer Basis um 23 Prozent, wie der Konzern mitteilte. Bereits zum Jahresauftakt habe Philips die Produktion von Beatmungsgeräten erhöht. Das Unternehmen plane, die Herstellung bis zum dritten Quartal zu vervierfachen. Philips investiere hierfür mehr als 100 Mio. Euro. Dieses Jahr will der Medizintechnikkonzern 43.000 voll funktionsfähige Beatmungsgeräte für die Intensivpflege an die US-Regierung liefern und weitere an den Rest der Welt.

Task Force Corona

[Di 21.04.2020, 07:35] Nach einem Aufruf der EU-Kommission am 17. März zur Unterstützung bei der Fertigung von Schutzmasken im Kampf gegen Corona hat sich spontan eine Task Force Corona in der Hauptstadtregion gegründet. Es handelt sich dabei um eine Initiative der Technischen Universität Berlin und des Verbands 3D-Druck, der sich die Unternehmen IFA 3D Medical Solutions GmbH aus Berlin und Canto GmbH aus Lüdenscheid angeschlossen haben. Es gab nach wenigen Tagen einen Aufruf bei Mitgliedern und Partnern, Hilfsangebote und Kapazitäten zur Herstellung von gedruckten Schutzmasken oder Teile für Medizinprodukte an die Task Force zu melden. Darauf haben sich viele Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und auch Privatpersonen gemeldet. Damit es ein zentrales Verzeichnis gibt, wurden die detaillierten Daten zu Druckverfahren und Materialien von 21 Unterstützern mit deren Einverständnis an 3YOURMIND zur Aufnahme in die vorhandene Plattform für Angebote und Bedarfe an gedruckten Komponenten im medizinischen Umfeld übergeben. Insgesamt stehen allein bei diesen 21 Unterstützern rund 190 3D-Drucker zur Verfügung. Interessenten können sich auch direkt auf der Plattform eintragen.

3D-Druck vs. Corona

Die Crowd Innovation Plattform gegen Corona – werden auch Sie ein Teil davon!

(Bildquelle: VCG)

Die Corona-Pandemie bringt für die Medtech-Branche viele neue Herausforderungen mit sich. Unternehmen müssen jetzt schnell und flexibel reagieren, um die rasante Ausbreitung bewältigen zu können. Genau hier setzt unsere neue Crowd-Innovation-Plattform an:

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Schnelle Hilfe für Kliniken

[Mo 20.04.2020, 14:47] In Kliniken werden derzeit viele Gebrauchsmaterialien knapp, nicht nur Atemmasken. Schnelle Hilfe ist gefragt. Die Mannheimer Projektgruppe für Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie PAMB, ein Ableger des Fraunhofer IPA, kennt die Probleme, denn sie hat täglich mit den Medizinern zu tun. Die Medizintechniker der Projektgruppe helfen mit ihrem Know-how beim Kampf gegen die Corona-Pandemie – mit Lösungen für medizinische Schutzbrillen, Spender für Desinfektionsmittel und Beatmungsgeräte aus dem 3D-Drucker.

Intelligentes Beatmungsgerät

[Mo 20.04.2020, 13:03] Als Teil der Initiativen zur Deckung dringend benötigter Mittel zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie unterstützte das 3D-Experience Lab von Dassault Systèmes das indische Start-up Inali bei der raschen Entwicklung eines sicheren und erschwinglichen „intelligenten Beatmungsgeräts“, das schnell hergestellt und für Notfälle eingesetzt werden kann. Die Entwicklung dauerte weniger als acht Tage. Durch den Einsatz cloudbasierter digitaler Anwendungen arbeitete Inali mit Experten und Innovatoren in Echtzeit zusammen – unabhängig von ihrem Standort – und nutzte das gesamte Wissen, um in kürzester Zeit ein 3D-Modell des intelligenten Beatmungsgerätes zu entwerfen, zu konstruieren, seine Funktion zu simulieren und einen Prototyp herzustellen und zu validieren. Das smarte Beatmungsgerät wurde entwickelt, um Leistungsmetriken für Parameter wie Luftgeschwindigkeit und Luftdruck zu ermitteln. Dadurch kann der benötigte Sauerstoffgehalt für jeden Patienten sowie erforderliche Sicherheitsmetriken für eine zuverlässige und sichere Anwendung individuell ermittelt werden.

Siemens Healthineers unterstützt Bayern

[Mo 20.04.2020, 11:45] Siemens Healthineers hat vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege den Auftrag erhalten, Krankenhäuser in Bayern mit Labortests, Bildgebungs- und Blutgas-Analysesystemen zur Diagnostik und Überwachung von Covid-19-Patienten auszustatten. Mit der kurzfristigen Lieferung von 25 Computertomographen (CT) – darunter 12 Container-Lösungen –, 16 mobilen Röntgengeräten, 300 Blutgas-Systemen und einem großen Volumen molekulardiagnostischer Labortests zur Erkennung des SARS-CoV-2-Virus – der Ursache von Covid-19 – intensiviert das Unternehmen seinen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie. Container-basierte CT-Lösungen von Siemens Healthineers werden in der aktuellen Situation bereits in zahlreichen Ländern weltweit mit Erfolg eingesetzt, um die vorhandenen Diagnostik-Kapazitäten flexibel zu erweitern.

DMEA 2020 findet digital und kostenlos statt

[Mo 20.04.2020, 11:01] Die Messe Berlin und der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) haben beschlossen, die diesjährige DMEA – Connecting Digital Health im Juni ausschließlich digital auszurichten. Der zentrale Tag für die digitale DMEA ist der 16. Juni 2020. An diesem Tag werden ausgewählte Programmpunkte per Livestream übertragen. Geplant ist beispielsweise das interaktive Format E-Health Hot Seat mit Gematik-Chef Dr. Markus Leyck Dieken. Am Tag selbst sowie den Folgetagen sind diese und viele weitere Vorträge, Talks und Panels mit hochkarätigen Expertinnen und Experten auch online zum Abruf verfügbar. Zusätzlich werden viele Aussteller der DMEA vom 16. bis 18. Juni Vorträge, Webinare und Produktpräsentationen anbieten, um ihre Lösungen vorzustellen.

Mittelständler Kempf produziert wichtige Metallteile

[Mo 20.04.2020, 09:51] „Als produzierender mittelständischer Betrieb steht man derzeit immer zwischen drohendem Nachschubmangel auf der einen Seite und dem Rückgang der Nachfrage auf der anderen“, sagt Andreas Kempf, Geschäftsführer der Kempfgroup in Gochsheim. Die Auftragslage sei derzeit zufriedenstellend aber nicht vergleichbar mit Vorjahren. Durch breite und flexible Möglichkeiten in der Metallbearbeitung kann das Unternehmen eine Vielzahl von Kunden mit Zulieferteilen auch weiterhin bedienen. „Wenn auch manche Teile unscheinbar sind, haben sie dennoch oft eine große Bedeutung. Denn ohne sie könnten viele größere Produkte nicht fertig gestellt werden“, sagt Kempf. Durch eine eigene Konstruktionsabteilung kann die Firma jederzeit, Teile selbst entwickeln, anpassen und herstellen. Dies gilt auch für Werkzeuge oder Metallteile, die zum Beispiel für die Herstellung von Beatmungsgeräten gebraucht werden. Kempf ist mit Laserschneidemaschinen und Pressen, mit Laserschweißkabine und einer eigenen Pulverbeschichtungsanlage bestens ausgestattet für qualitätsvolle Produkte in Klein- und Großserien.

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