Coronavirus: Branchen-Ticker für die Medizintechnik

Compamed und Medica werden virtuell / Antikörpertest-Partnerschaft

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Produktion von Ventilatorkomponenten hochgefahren

[Di 05.05.2020, 08:00] Als Schlüssellieferant für die Herstellung von medizinischen Geräten hat Precision Micro nun als Marktführer im Bereich des photochemischen Ätzens die Produktion von Sensoren und Ventilkomponenten für Beatmungsgeräte um ein Sechsfaches gesteigert. Das Unternehmen fertigt und liefert in kürzester Zeit den sprunghaften Bedarf von zehntausenden Teilen für Beatmungsgeräte mit Einsatz von Spezial-Anlagen für photochemisches Ätzen. Damit produziert es präzise Teile für Beatmungsgeräte-Hersteller in ganz Europa, die sich aktuell für die Bekämpfung von Covid-19 einsetzen. Angesichts der beispiellosen Nachfrage nach Beatmungsgeräten ist Precision Micro dank seines photochemischen Ätzverfahrens nun in der Lage der steigenden Nachfrage schnell nachzukommen und die wiederholte Herstellung von präzisen und zuverlässigen Komponenten ohne Kompromisse zu meistern. Als langjähriger Lieferant von Komponenten für die Medizinbranche ist Precision Micro außerdem nach der international anerkannten Norm für Medizingerätehersteller ISO 13485:2016 zertifiziert.

Atemschutzmasken wirtschaftlich produzieren

[Mo 04.05.2020, 15:23] Die Massenproduktion von Atemschutzmasken beschäftigt heute ganz unterschiedliche Branchen. Viele Unternehmen werden zu Quereinsteigern, um die benötigten Stückzahlen zu fertigen. Ultraschalltechnologie kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten, denn mit ihrer Hilfe lassen sich Atemschutzmasken besonders ressourcenschonend, schnell und wirtschaftlich konfektionieren. Der Ultraschallspezialist Telsonic hat auf die aktuelle Situation reagiert und bietet bei deutlich verkürzten Lieferzeiten für die Produktion von Atemschutzmasken passgenaues Equipment einschließlich kompetenter Beratung an.

Atemschutzmasken bestehen je nach Verwendungszweck aus verschiedenen Vlies- und Deckstoffschichten. Die flachen Zuschnitte, die das Ausgangsprodukt für die Masken bilden, müssen einer bestimmten Form entsprechen und dürfen an den Schnittkanten nicht offen sein. Beide Anforderungen lassen sich mit der Ultraschalltechnik in nur einem Arbeitsgang erfüllen. Mit einer Formmatrize und eines mit Ultraschallfrequenz schwingenden Werkzeuges lassen sich Konturteile wirtschaftlich austrennen und gleichzeitig wird durch Erwärmung im Schnittbereich die Randzone versiegelt. Auch Öffnungen für Ventile oder Durchführungen zum Einschlaufen der Tragebänder lassen sich mit dem Trenn-Schweißverfahren schnell und mit sauberen Schnittkanten realisieren. An der Klinge bilden sich keine Rückstände, das Verfahren ist praktisch verschleißfrei, benötigt nur wenig Energie und keine Zusatzstoffe, wie z.B. Kleber. Zudem sind die Zykluszeiten ausgesprochen kurz. Die modular aufgebauten Ultraschallkomponenten von Telsonic sind zudem sehr flexibel in automatische Fertigungslinien integrierbar. Die Steuerungssoftware der Ultraschallsysteme bietet verschiedene Schweißmodi und Trigger-Funktionen sowie die Möglichkeit mehrstufiger Amplituden- und Kraftprofile. Damit lassen sich alle Schneid-, Trennschweiß- und Fügeoperationen bei der Schutzmaskenproduktion in hoher Fertigungsqualität abdecken, angefangen vom Zuschnitt und der Schnittkantenversiegelung bis hin zum Einschweißen des Atemventils und der Fixierung von Nasenbügeln sowie der Tragebänder.

Formlabs druckt Prototypen für Corona-Schnelltests

[Mo 04.05.2020, 09:54] Das britische Medizintechnologie Unternehmen Mologic hat mit 3D-Druckern von Formlabs, dem Entwickler und Hersteller von leistungsstarken und leicht zugänglichen 3D-Drucksystemen, einen Schnelltest für die Diagnose von Covid-19 entwickelt. Die Teile für die Prototypen der Testkits konnten binnen weniger Stunden gedruckt werden. Der 3D-Druck unterstützt somit einen raschen Fortschritt der Forschung. Zur Herstellung der Schnelltests nutzte Mologic den Form 2, einen Stereolithografie-Drucker (SLA) von Formlabs. Die Stereolithografie bietet ein ausgewogenes Verhältnis von Detailauflösung, Oberflächenqualität, Beständigkeit, Materialauswahl und Maßgenauigkeit bei vollständiger Tauglichkeit für Tests und Iterationen.

Dank Hilfeaufruf: 5.000 Gesichtsschutzschilde für Johanniter

[Sa 02.05.2020, 10:03] Wie bereits berichtet, startete Mobility goes Additive im Laufe ihrer Initiative Printing fights Corona einen Aufruf, mit einer konkreten Bitte der Johanniter-Unfall-Hilfe. Daher rief das Netzwerk zuletzt seine Mitglieder und viele weitere 3D-Druck Unternehmen auf, in der akut schwierigen Beschaffungssituation zu unterstützen und Gesichtsschilde mittels additiver Fertigung herzustellen und zu spenden. Durch den Hilfeaufruf von MGA wurden Druckerhersteller, 3D-Druckdienstleister und Makerspaces um Unterstützung gebeten. Nahezu 50 verschiedene Hersteller nahmen an dem Aufruf teil und trugen dadurch rund 5.000 Gesichtsschilde zusammen, die nun dem Schutz der Mitarbeiter zu Gute kommen. Bemerkenswert ist die Bandbreite engagierter Spender, von Einzelpersonen, Maker Communities wie MakerVsVirus.org, 3D-Druckherstellern wie Igus und EOS über Forschungsinstitute wie das DMRC - Direct Manufacturing Research Center und die Fraunhofer Initiative Generative Fertigung bis hin zu Großkonzernen wie Airbus und die Deutsche Bahn.

Schutzausrüstung aus Schnorchelmasken

[Do 30.04.2020, 15:45] Engpässe bei der Bereitstellung von Schutzausrüstung für medizinisches Personal, das in direkten Kontakt mit Covid-19-Patienten kommt, zählen zu den großen Herausforderungen bei der Bekämpfung des Coronavirus. Das US-amerikanische Non-Profit-Projekt Masks On verwandelt deshalb gewöhnliche Schnorchelmasken in höchsten Sicherheitsstandards genügende Schutzausrüstung für Klinikpersonal. Für diese Umrüstung bedarf es eines Adapters, der aus dem 3D-Drucker kommt und von PTC-Ingenieuren mit Hilfe der Produktdesignplattform Onshape entwickelt wurde. Das kollaborative Tool erlaubt ihnen die kontaktlose Interaktion mit den Herstellern der Tauchmasken und anderen Projektbeteiligten. Bis zu 1.000 Masken entstehen so täglich.

Keine Sensor+Test 2020

[Do 30.04.2020, 13:07] Die Vorbereitungen für die Sensor+Test 2020 in Nürnberg liefen bereits auf Hochtouren. Vom 23. bis 25. Juni 2020 sollte es wieder heißen: Willkommen zum Innovationsdialog! Wie viele andere Messen, wird nun auch die Sensor+Test in diesem Jahr nicht stattfinden können. Grund ist die weiterhin kritische Entwicklung und die bestehende Gefährdungslage aufgrund der Covid-19-Pandemie (SARS-CoV-2). Dies hat zu einer Ausweitung des Veranstaltungsverbots im Freistaat Bayern geführt, das eine Durchführung der Sensor+Test unmöglich macht. Als wichtigste Plattform für die gesamte messtechnische Systemkompetenz bei Mess-, Prüf- und Überwachungsaufgaben aller Branchen, ist sich der Veranstalter der Sensor+Test seiner Verantwortung bewusst, trotz der wirtschaftspolitischen Herausforderungen der kommenden Wochen und Monate, die Kommunikation zwischen Ausstellern, Wissenschaftlern und Besuchern aufrecht zu erhalten. So werden auch weiterhin die regelmäßigen Newsletter mit spannenden, neuen Produkten und Technologien ein Bindeglied darstellen. Auch die permanente Präsenz in den Social-Media-Kanälen und das digitale Informationsangebot werden Ausstellern und Besuchern die Möglichkeit zum Technologieaustausch geben.

Konsequente Digitalisierung zahlt sich aus

[Do 30.04.2020, 10:44] Die German Edge Cloud unterstreicht die Aussage von Experten und Branchenverbänden wie Bitkom, dass die Corona-Krise die Digitalisierung Deutschlands stark vorantreiben könnte. Die Pandemie hat den Bedarf nach Digitalisierung, die Schwachstellen und Potenziale klar aufgedeckt. Dieses bewährt sich gerade ganz besonders, wenn es um die Abhängigkeit von anderen Zulieferern in Wertschöpfungsnetzwerken geht. „Gerade jetzt zeigt sich, dass Unternehmen, die bereits eine stringente Digitalisierungsstrategie umgesetzt haben, deutlich besser durch die aktuelle Lage manövrieren. An den Stellen, an denen sie von Zulieferern in der Wertschöpfungskette abhängig sind, stehen sie allerdings auch vor Herausforderungen“, erklärt Ertan Mutlu, Chief Sales Officer bei German Edge Cloud. Er ergänzt: „Genau hier sehen wir einen großen Mehrwert in einer übergreifenden Lösung, die dabei unterstützt, Prozesse schnell und sicher zu digitalisieren, die Netzwerke transparent zu halten und im Bedarfsfall schnell zu reagieren.“

Trelleborg beliefert Boeing

[Do 30.04.2020, 08:27] Ende März 2020 hatte Boeing Trelleborg mit der Lieferung eines Elastomerbands beauftragt, das als verstellbares Kopfband für additiv gefertigte Gesichtsschutzvisiere benötigt wird. An seinem auf Produkte für die Luft- und Raumfahrt spezialisierten Standort Northborough, Massachusetts, stellte Trelleborg Sealing Solutions binnen 48 Stunden erste Prototypen unter Verwendung von Technologien wie dem 3D-Druck bereit. Nach wenigen Passformversuchen konnten Boeing und Trelleborg das endgültige Design festlegen. Bereits sieben Tage später erreichte die Produktionskapazität 5.000 dieser aus luft- und raumfahrttauglichem Silikon hergestellten Bänder pro Woche.

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