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Exoskelett Aktive Handorthese für Hermes Award 2012 nominiert

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Das Assistenzsystem „Exohand“ ist eine aktive Handorthese aus dem Hause des Automatisierungsspezialisten Festo. Vorgesehen für den Einsatz im Produktionsumfeld oder aber in der medizinischen Reha, ist das Exoskelett für den diesjährigen „Hermes Award“ nominiert, der im Rahmen der Hannover Messe vergeben wird.

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Die „Exohand“ ist ein an die menschliche Hand individuell angepasstes Exoskelett, mit dem Finger aktiv bewegt, die Kraft in den Fingern verstärkt und Bewegungen der Hand aufgenommen sowie in Echtzeit auf Roboterhände übertragen werden können
Die „Exohand“ ist ein an die menschliche Hand individuell angepasstes Exoskelett, mit dem Finger aktiv bewegt, die Kraft in den Fingern verstärkt und Bewegungen der Hand aufgenommen sowie in Echtzeit auf Roboterhände übertragen werden können
(Bild: Festo)

Die „Exohand“ ist ein an die menschliche Hand individuell angepasstes Exoskelett, mit dem Finger aktiv bewegt, die Kraft in den Fingern verstärkt und Bewegungen der Hand aufgenommen sowie in Echtzeit auf Roboterhände übertragen werden können. Das Exoskelett, eine Struktur, die die menschliche Hand von außen stützt, bildet dabei die physiologischen Freiheitsgrade der Hand nach.

Acht pneumatische Aktoren bewegen das Exoskelett. Kräfte, Winkel und Strecken werden mittels Sensoren aufgenommen. Servopneumatische Steuerungs- und Regelungsalgorithmen erlauben das präzise Bewegen der einzelnen Fingerglieder. Die „Exohand“ unterstützt somit die vielfältigen Möglichkeiten des Greifens und Tastens einer menschlichen Hand. Die pneumatischen Komponenten ermöglichen eine besonders nachgiebige und ergonomische Ansteuerung der einzelnen Fingerglieder.

Auf kleinem Raum können so bei geringem Gewicht große Kräfte gezielt übertragen werden, ohne dass das System starr und einschränkend wird. In der Mensch-Maschine-Interaktion ist diese Nachgiebigkeit von besonders hoher Bedeutung, da so das Verletzungsrisiko minimiert werden kann.

Technische Unterstützung der Hand

Die „Exohand“ kann bei Tätigkeiten in der Montage zur Kraftunterstützung getragen werden und dient so als Assistenzsystem. In der Rehabilitation wiederum können Lähmungserscheinungen bei Schlaganfall-Patienten in der Therapie mit der Handorthese überwunden werden. Die „Exohand“ bietet dabei zusammen mit einem Brain Computer Interface die Möglichkeit einer geschlossenen Feedbackschleife.

Sie kann Schlaganfall-Patienten mit Lähmungserscheinungen unterstützen, die fehlende Verbindung von Gehirn zur Hand wieder zu erneuern. Dabei wird mit einem am Kopf gemessenen Elektroenzephalografie-Signal (EEG) der Wunsch des Patienten erkannt, die Hand zu öffnen oder zu schließen. Die aktive Handorthese führt die Bewegung aus. So entsteht ein Trainingseffekt, der im Laufe der Zeit dazu führt, dass Patienten ihre Hand auch wieder ohne technische Unterstützung bewegen können.

Kontakt:

Festo AG & Co. KG

D-73734 Esslingen

www.festo.com

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