Precision Micro

Ätzspezialist plant ISO-13485-Zertifizierung für 2018

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Im fotochemischen Ätzverfahren lassen sich Flachfedern für Hörgeräte herstellen. Die Herausforderung besteht darin, dass die Scheiben zwischen 38 und 100 µm dünn und mit 4 mal 8 mm sehr klein sein müssen. Wichtig ist außerdem, dass die Profile der Teile vollkommen glatt und die Teile insgesamt gratfrei sind.
Im fotochemischen Ätzverfahren lassen sich Flachfedern für Hörgeräte herstellen. Die Herausforderung besteht darin, dass die Scheiben zwischen 38 und 100 µm dünn und mit 4 mal 8 mm sehr klein sein müssen. Wichtig ist außerdem, dass die Profile der Teile vollkommen glatt und die Teile insgesamt gratfrei sind. (Bild: Daniel Buxton / Precision Micro)

Precision Micro hat bereits eine Million Euro in Technologie für das Ätzen von Titan investiert. Mit einer ISO-13485-Zertifizierung im Laufe dieses Jahres verstärkt der Ätztechnikspezialist sein Engagement in der Medizintechnik.

  • Fotochemisch geätzte Implantate und Bauteile
  • Tätigkeiten in der Medizintechnik weiterentwickeln und ausbauen

Während Precision Micro in der Vergangenheit bereits die Zertifikate AS 9100 für Luft- und Raumfahrt sowie TS 16949 für die Automobilindustrie erlangte, schafft der Spezialist für Ätztechnik nun die Voraussetzungen für die Zertifizierung ISO 13485, die der Standard für Qualitätsmanagementsysteme im Medizinproduktebereich ist. Damit soll sichergestellt werden, dass Precision Micro auch die Anforderungen der stetig wachsenden Anzahl an Kunden im medizintechnischen Markt erfüllen kann. Das Akkreditierungsverfahren ist bereits in vollem Gange und es ist geplant, das Verfahren im dritten Quartal 2018 abschließen zu können.

Welche Vorteile bringt fotochemisches Ätzen mit sich?

Fotochemisches Ätzen ist ein sehr präziser, streng kontrollierter Korrosionsprozess, der für die Herstellung komplexer grat- und spannungsfreier Metallteile mit feinsten Details verwendet wird. Das Fotoätzen eignet sich hervorragend zur Herstellung von medizintechnischen Teilen aus Metallen und Legierungen, die sich durch ihr hohes Verhältnis von Stabilität zu Gewicht sowie hohe Bioverträglichkeit und Korrosionsbeständigkeit auszeichnen.

Bereits 2015 hat Precision Micro eine Million Euro in Technologie für das Ätzen von Titan investiert. Seitdem hat das Unternehmen einen Anstieg der Nachfrage nach medizinischen Implantaten einschließlich kraniomaxillofazialer Netze und Komponenten für die Batterien von Herzschrittmachern beobachtet.

Weitere zeitnahe Investitionen in Prozessautomatisierung und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Zertifizierung nach ISO 13485 abzuschließen. Durch die Kombination der Zertifizierung und der Optimierung der Herstellungsprozesse will Precision Micro seine Stellung als einer der führenden Fotoätzspezialisten für die Medizinproduktebranche in Europa festigen.

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