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Rapid.Tech 2017

Additive Fertigung von Silikon-Bauteilen und 3D-Bioprinting

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Für das Drucken von Metallteilen auf Kunststoff-Filamentmaschinen war bisher keine Lösung verfügbar. Ein Unternehmen aus Österreich hat diese Lücke geschlossen und stellt auf der heute noch andauernden Rapid.Tech in Erfurt eine Weltneuheit für den Metallfilament-Druck vor.

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Seit Dienstag findet in Erfurt die Rapid.Tech, Internationale Messe & Konferenz für additive Technologien, statt.
Seit Dienstag findet in Erfurt die Rapid.Tech, Internationale Messe & Konferenz für additive Technologien, statt.
(Bild: Messe Erfurt)
  • Drucken von Metallteilen auf Kunststoff-Filamentmaschinen
  • Objekte aus Silikon additiv fertigen lassen
  • Lebensfähige künstliche Gewebestrukturen 3D-drucken

Die vor vier Jahren gegründete Evo-Tech GmbH hat in Kooperation mit BASF einen Kunststoff mit 80-prozentigem Metallanteil und die Maschinentechnologie für dessen Verarbeitung entwickelt. Nach 3D-Druckprozess und Sintern entstehen Fertigteile aus reinem Edelstahl. Das Verfahren bietet neue Möglichkeiten in Bereichen wie Maschinen- und Vorrichtungsbau sowie Automatisierungstechnik.

Die Fachbesucher der Rapid.Tech zeigten bislang großes Interesse an den Möglichkeiten dieser neuen und sehr kompakten Technik, wie Geschäftsführer Markus Kaltenbrunner bestätigt. Evo-Tech konzentriert sich auf das optimale Zusammenspiel von Maschine, Material und Service in der additiven Fertigung und stellt 2017 zum wiederholten Mal in Erfurt aus.

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Objekte aus Silikon additiv fertigen lassen

Auch Wacker Chemie ist mit einer Neuheit nach Erfurt gekommen. Der Chemiekonzern stellt den nach eigenen Angaben ersten industriellen 3D-Drucker vor, mit dem sich Objekte aus Silikon additiv fertigen lassen. Nicht weniger innovativ ist das Geschäftsmodell: Kunden können ihr Design im Webshop hochladen oder im Open Print Lab unter fachlicher Anleitung selbst drucken. Das Objekt erhalten sie anschließend zugeschickt.

Lebensfähige künstliche Gewebestrukturen 3D-drucken

Auf der Anwendertagung und den Fachforen wurden unter anderem neue Vorgehensweisen für die additive Konstruktion und Fertigung von Automobilkomponenten sowie zukünftige Möglichkeiten des 3D-Bioprinting vorgestellt. Während Leichtbau bei hoher Stabilität Ziel der Mobilitätsanwendungen ist, geht es beim Bioprinting um die Herstellung von lebensfähigen künstlichen Gewebestrukturen, mit denen Gewebeschädigungen unterschiedlicher Art „repariert“ werden können. Gelungen ist bereits der 3D-Druck lebender Algenzellen. Intensiv gearbeitet wird auch an 3D-gedruckten pankreatischen Inseln für die körpereigene Insulinproduktion.

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