Metav 2014

Additive Fertigung – Komplexität kostet kein Geld mehr

| Redakteur: Frank Jablonski

Moderiert von Peter Reinhardt, Chefredakteur Devicemed, werden die Chancen der generativen Fertigung in der Medizintechnik diskutiert: Oliver Hentschel, Friedrich-Alexander Universität Erlangen, Dr. Rainer Krug, Renishaw und Uli Sutor, DMG Mori (v.l.nr.).
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Moderiert von Peter Reinhardt, Chefredakteur Devicemed, werden die Chancen der generativen Fertigung in der Medizintechnik diskutiert: Oliver Hentschel, Friedrich-Alexander Universität Erlangen, Dr. Rainer Krug, Renishaw und Uli Sutor, DMG Mori (v.l.nr.). (Bild: Jablonski)

Wohin das Pendel zwischen Euphorie und Ernüchterung bei der additiven Fertigung schlägt, zeigte die Podiumsdiskussion bei Metal meets Medical in Halle 15 im Rahmen der Metav in Düsssldorf.

Künstliche Hüftgelenke, Wirbelsäulenimplantate oder Zahnimplantate: Bei Zahlen, die durch das Internet geistern, dass Handprothesen in den USA bereits für unter zehn Dollar gefertigt wurden, stellt sich die Frage, welche Rolle generative Fertigungsmethoden künftig spielen werden. Antworten hatten die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion zum Thema in der Sonderschau Medizintechnik am Messemittwoch parat.

Aus der Sicht der Experten werden immer noch Jahre benötigt, um medizinische Implantate am Markt zu platzieren. Allein der Aufwand für regulative Aspekte sei noch immer sehr groß: „Die Zulassung ist nach wie vor die große Hürde. Wir beschäftigen mehr Rechtsanwälte als Ärzte“, sagte der technische Leiter bei Renishaw, Dr. Rainer Krug.

Neue Werkstoffe entstehen

Moderator und Devicemed-Chefredakteur Peter Reinhardt fiel es jedoch nicht schwer, den Experten ein Statement pro generative Verfahren zu entlocken: „Ich glaube an den Erfolg von Additive Manufacturing, weil es maximale Produktindividualisierung bietet. Sie können durch geschickte Prozessführung Gefüge und Kristallisation in einem Bauteil so beeinflussen, dass quasi neue Werkstoffe entstehen – neue Bauteile, die sonst nur kostspielig oder gar nicht möglich sind“, sagte Oliver Hentschel vom Lehrstuhl Photonische Technologien der Uni Erlangen.

Dr. Ulrich Sutor, Pionier der additiven Fertigung bei DMG Mori, stimmte zu: „Der große Vorteil ist, Komplexität kostet kein Geld! Bei Volumenanwendungen oder hohen Stückzahlen wird jedoch weiter klassisch produziert. Durch additive Methoden werden in den nächsten 20 Jahren sicher viele Anwendungen dazukommen.“

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