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Medizintechnik-Messe

900 Aussteller auf der Medtec Europe 2014

| Redakteur: Peter Reinhardt

Auf der Medtec Europe in Stuttgart präsentieren Zulieferer vom 3. bis 5. Juni Neuentwicklungen und Trends für die Medizintechnik-Industrie. Hierzu gehören in diesem Jahr additive Fertigungstechniken und intelligente Kunststoffe.

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80 Erstaussteller: Bei zirka einem Zehntel der diesjährigen Medtec-Aussteller handelt es sich um neue Aussteller.
80 Erstaussteller: Bei zirka einem Zehntel der diesjährigen Medtec-Aussteller handelt es sich um neue Aussteller.
( Bild: UBM )

Fortschritte in der Kunststofftechnologie eröffnen neue Ansätze, was die Funktionen und das Design von Medizinprodukten angeht. Auch verschiedene additive Produktionsmethoden ermöglichen Herstellern neue Optionen. „Die Branche ist in Bewegung“, erklärt deshalb Fabienne Valambras, Organisatorin der Medtec Europe.

Mehr als 80 neue Aussteller

Gleiches gilt für die Veranstaltung selbst: Sie war ursprünglich für die erste März-Woche anberaumt worden. Dann jedoch wären die ersten beiden Messetage mit den in Deutschland vielerorts gefeierten Karnevalstagen zusammengefallen. „Wir haben den Medtec-Termin auf Wunsch der Aussteller verschoben“, erklärt Valambras auf Nachfrage von Devicemed. Dies habe sich positiv auf die Anmeldungen ausgewirkt und damit als richtiger Schritt erwiesen, so das Fazit der Organisatorin, die folglich auch „von einer erfreulichen Entwicklung“ bei den Besucherzahlen ausgeht.

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Und das, obwohl zeitgleich die Automatica-Messe in München stattfindet: „Einen großen Schwund konnten wir bei der Medtec Europe nicht verzeichnen. Lediglich einige wenige Automations-Spezialisten treten in diesem Jahr lieber in München auf. Dafür konnten wir zahlreiche neue Aussteller gewinnen“, freut sich Valambras. Die Rede ist von mehr als 80 Erstausstellern. Zu finden sind die Medtec-Aussteller in diesem Jahr in den Hallen 3, 5, 7 und 9 der Landesmesse Stuttgart. Die im letzten Jahr genutzte Halle 1 ist weggefallen – ein Umstand, der laut Valambras der Terminverschiebung geschuldet ist. Dennoch hätten die Aussteller ebenso viel Platz wie in den Jahren zuvor. Dieser ist unterteilt in die Themenbereiche Elektronik in Halle 3, Kunststoffe, Automatisierung und Rapid Manufacturing in Halle 5 sowie Verpackung, Reinraumtechnik, IVD-Fertigung, Metalle und Testen in Halle 7. Die Medtec Europe Konferenz findet in Halle 9 statt.

Zahlreiche neue Formate

Neu in diesem Jahr ist die so genannte i-Zone. Dort werden sich Start-up-Unternehmen mit Produkten aus den Bereichen Biokompatibilität, Fertigungsverfahren, Smart Devices und mit medizinischen Erkenntnissen aus der Luft- und Raumfahrt präsentieren. Vorregistrierten Besuchern bietet der Veranstalter Gelegenheit zu einem Matchmaking-Service: So lassen sich bereits im Vorfeld online Treffen mit möglichen Zulieferfirmen buchen und neue Kontakte knüpfen. Vor Ort in Halle 7 bietet der Medtec-Treff jenseits des Messetrubels ungestörten Raum für intensive Gespräche. Eine Networking Area wiederum fördert den Austausch mit Experten und soll Treffpunkt für Besprechungen oder auch Ruhepausen sein. Warum das so wichtig ist? „Während Regulierungsbehörden beispielsweise immer strengere Anforderungen stellen, geben Zulieferer neue Antworten auf aktuelle und künftige Herausforderungen“, erläutert Valambras. Was also sind die technischen Trends auf der Medtec Europe?

Passgenaue Lösungen

„Maßgeschneiderte Polymere werden immer wichtiger“, erklärt Christian Röhnke, Business Manager Medical Devices von Evonik Industries. In Stuttgart wird das Unternehmen neben etablierten Kunststoffen komplett neue Materialien für die Medizintechnik vorstellen. Zu den etablierten Produkten gehören etwa ein biostabiles PEEK für Langzeitimplantate und ein bioabbaubares Polymer beispielsweise für orthopädische Anwendungen.

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