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Statistisches Bundesamt 51 Mio. Operationen und Prozeduren bei stationären Patienten im Jahr 2012

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Knapp 51 Mio. Operationen und medizinische Prozeduren wurden bei den im Jahr 2012 aus vollstationärer Krankenhausbehandlung entlassenen Patienten durchgeführt. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, waren das 3,3 Prozent mehr als im Jahr 2011.

Knapp ein Drittel der 2012 in Deutschland durchgeführten Maßnahmen bei vollstationär behandelten Patienten waren Operationen. In Zahlen bedeutet dies: 15,7 Millionen Operationen.
Knapp ein Drittel der 2012 in Deutschland durchgeführten Maßnahmen bei vollstationär behandelten Patienten waren Operationen. In Zahlen bedeutet dies: 15,7 Millionen Operationen.
(Bild: BVMed-Bilderpool/Aesculap)

Dabei wird jedoch nicht berücksichtigt, ob der Zuwachs durch Veränderungen des Operationen- und Prozedurenschlüssels oder andere Gründe bedingt ist. Die Anzahl der Krankenhausfälle, bei denen eine Operation oder medizinische Prozedur durchgeführt wurde, stieg im selben Zeitraum nur um 1,6 Prozent auf 14,8 Mio. Bei jedem dieser Fälle wurden 2012 wie im Vorjahr im Durchschnitt 3,4 Maßnahmen durchgeführt.

Ein Drittel der Maßnahmen entfällt auf Operationen

Knapp ein Drittel der 2012 durchgeführten Maßnahmen waren Operationen (15,7 Mio.), gefolgt von nichtoperativen therapeutischen Maßnahmen mit einem Anteil von 26,4 Prozent (13,4 Mio.) und diagnostischen Maßnahmen mit 19,5 Prozent (9,9 Mio.). Der Rest verteilte sich auf bildgebende Diagnostik (9,7 Mio.), ergänzende Maßnahmen wie zum Beispiel geburtsbegleitende Behandlungen (1,9 Millionen) sowie die Verabreichung spezieller Medikamente (0,3 Mio.).

Welche Operationen sind am häufigsten durchgeführt worden?

Von den 15,7 Mio. Operationen entfielen 41,9 Prozent auf die über 65-jährigen Patientinnen und Patienten. Zu den häufigsten Operationen in dieser Altersgruppe zählten andere Operationen am Darm wie das Lösen von Verwachsungen oder die Aufdehnung von Darmabschnitten, endoskopische Operationen an den Gallengängen sowie die Implantation einer Endoprothese am Hüftgelenk.

Arthroskopische Operationen am Gelenkknorpel und an den Menisken spielten vor allem bei den 45- bis 64-Jährigen eine große Rolle. Auf den weiteren Rängen in dieser Altersgruppe folgte bei den Frauen Operationen am Mittelfußknochen oder den Zehengliedern und bei den Männern der Verschluss eines Leistenbruchs.

Bei Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren waren Operationen, die im Zusammenhang mit Entbindungen stehen, am häufigsten. Bei Männern dieser Altersgruppe wurden in erster Linie operative Eingriffe an der unteren Nasenmuschel sowie arthroskopische Operationen am Gelenkknorpel und an den Menisken vorgenommen.

Bei Kindern bis 14 Jahren gehörten das Einschneiden des Trommelfells zur Eröffnung der Paukenhöhle sowie die Entfernung der Rachenmandeln zu den häufigsten Operationen.

Kontakt:

Statistisches Bundesamt

D-65189 Wiesbaden

www.destatis.de

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