Suchen

Igus 3D-gedruckte Spritzgusswerkzeuge: das Beste aus zwei Welten

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Der Spritzguss ist eine effiziente Methode, wenn es um die Serienfertigung von Hochleistungskunststoffen für bewegte Anwendung geht. Die dazu benötigten Spritzgusswerkzeuge werden zumeist aus Stahl gefertigt und amortisieren sich erst bei großen Stückzahlen. Eine kostensparende Alternative für Serien bis 500 Stück hat Igus jetzt mit dem ersten 3D-gedruckten Spritzgusswerkzeug entwickelt.

Firmen zum Thema

Durch die 3D-gedruckte Spritzgussform ist das Sonderteil bereits in der Testphase nah am Serienprodukt.
Durch die 3D-gedruckte Spritzgussform ist das Sonderteil bereits in der Testphase nah am Serienprodukt.
(Bild: Igus)

Als Spritzgussteil gespritzt, aus einem Halbzeug gefräst oder in der additiven Fertigung gedruckt – Igus bietet Anwendern vielfältige Möglichkeiten, sein schmier- und wartungsfreies Kunststoff-Gleitlager in Wunschform schnell und kostengünstig zu erhalten. Dabei hat jede Fertigungsmethode ihre eigenen Vorteile: Während im Spritzguss große Mengen aus jedem beliebigen Iglidur-Werkstoff hergestellt werden können, sind mit Halbzeugen preiswertere Sonderformen möglich. In der additiven Fertigung lassen sich kostengünstig kleinere Serien mit speziellen Iglidur-3D-Druck-Materialien produzieren. Jetzt hat der Motion-Plastics-Spezialist zwei der Verfahren miteinander kombiniert, um dem Kunden einerseits die Freiheit in der Materialauswahl zu bieten, andererseits damit auch Sonderformen in größerer Stückzahl zu ermöglichen.

Individuelle Spritzgussformen aus Hochleistungskunststoffen schnell realisieren

Dank des 3D-Drucks ist Igus jetzt in der Lage, kundenindividuelle Spritzgussformen aus Hochleistungskunststoffen in kurzer Zeit zu realisieren. Mit dem SLS-Verfahren kann das entsprechende Werkzeug produziert und direkt in der Spritzgussmaschine eingesetzt werden.

Voraussetzung ist, dass es sich bei den gespritzten Teilen um einfache Geometrien handelt. Kunden steht bei den Spritzgussteilen eine große Auswahl an tribologisch-optimierten und online berechenbaren Werkstoffen aus dem Iglidur-Programm zur Verfügung: von chemikalien- und temperaturbeständigen über besonders belastbare bis hin zu universal einsetzbaren Hochleistungskunststoffen für die Bewegung.

Mit den gedruckten Werkzeugen erhalten Kunden die Möglichkeit, Sonderteile für individuelle Umgebungsbedingungen auch in größeren Stückzahlen schnell und günstig zu erhalten. Gerade in der Erprobungsphase ergeben sich dadurch Vorteile. Denn Anwender, die Muster für die spätere Serie testen wollen, stehen mit Halbzeug- oder 3D-gedruckten Produkten oftmals vor der Herausforderung, dass diese Teile sich vom Serienteil deutlich unterscheiden. Daher erfolgt der finale Dauertest häufig mit gespritzten Teilen. Durch die 3D-gedruckte Spritzgussform ist das Sonderteil bereits in der Testphase nah am Serienprodukt. Gleichzeitig werden die Kosten deutlich reduziert.

Compamed 2016: Halle 8b, Stand A20

(ID:44298345)