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Joblift 3D-Druck ist Jobmotor

| Redakteur: Peter Reinhardt

Die Job-Plattform Joblift hat die Auswirkungen der additiven Fertigung auf den Arbeitsmarkt untersucht. Das Ergebnis: In der Medizintechnik hat sich die Anzahl der Stellenangebote 2017 mehr als verdreifacht.

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Jobgebote im 3D-Druck wachsen mehr als doppelt so schnell wie der gesamte Stellenmarkt.
Jobgebote im 3D-Druck wachsen mehr als doppelt so schnell wie der gesamte Stellenmarkt.
(Bild: Joblift)
  • 3D-Druck-Branche wächst mehr als doppelt so schnell wie der gesamte Stellenmarkt
  • Medizintechnik, Automobilbranche sowie Luft- und Raumfahrt schrieben 2017 dreimal so viele Stellen aus wie im Vorjahr
  • Maschinen- und Anlagenbau ist größtes Einsatzgebiet
  • 22 Prozent aller Stellen entstehen in kleinen Unternehmen
  • 2017 gab es 120 Prozent mehr 3D-Druck-Stellen als 2016

Die additive Fertigung ist längst kein Nischenthema mehr. Längst lautet das Motto vielmehr: „Nichts für Nerds – 3D-Druck in der Medizintechnik“. Da ist es selbstverständlich, dass auch der Jobmarkt rund um die 3D-Branche boomt. Die Job-Plattform Joblift hat nun alle 17 Millionen Stellenanzeigen der vergangenen 24 Monate ausgewertet und die bemerkenswert große Nachfrage nach 3D-Druck-Experten genauer unter die Lupe genommen.

6.000 neue Stellen im Umfeld der additiven Fertigung

In den jüngsten beiden Jahren wurden über 6.000 Stellen im Umfeld der additiven Fertigung geschaffen. Alleine 2017 betrug das Wachstum bemerkenswerte 88 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für diesen Aufschwung sorgten vor allem Kleinunternehmen. Sie inserierten 2017 mehr als doppelt so häufig wie noch im Vorjahr.

Momentan findet die additive Fertigung am häufigsten Anwendung im Maschinen- und Anlagenbau. „Doch in Zukunft könnten sich Medizintechnik, Automobilbranche und Luft- und Raumfahrttechnik zu entscheidenden Einsatzgebieten entwickeln: Die Stellenanzeigen haben sich in diesen Branchen 2017 mehr als verdreifacht“, erklärt Joblift in einer Pressemitteilung.

3D-Druck wächst doppelt so schnell wie der übrige Stellenmarkt

Die Job-Plattform hat in den jüngsten 24 Monaten ein ausgesprochen starkes Stellenwachstum in der additiven Fertigung beobachtet. Wurden 2016 noch 2.178 Jobs ausgeschrieben, waren es im vergangenen Jahr bereits 4.099. Das entspricht einer Zunahme von 88 Prozent. Immer schneller werdende Drucktechnologien und die steigende Zahl verwendbarer Materialien dürften die Hauptgründe dafür darstellen, dass die Branche sich rasant weiterentwickelt.

Das durchschnittliche monatliche Wachstum in den vergangenen zwei Jahren betrug mit 7 Prozent mehr als doppelt so viel wie das allgemeine Wachstum pro Monat des deutschen Stellenmarktes von gerade einmal 3 Prozent.

Doch woher kommen die Innovationen im Bereich 3D-Druck? Wirft man einen Blick auf die Verteilung der Stellenanzeigen auf verschiedene Unternehmensgrößen, entsteht rund die Hälfte der Jobs in Konzernen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Dagegen stammen 22 Prozent der Ausschreibungen von Kleinunternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern. Im Jahr 2017 nahm die Zahl dieser Vakanzen jedoch um 120 Prozent zu. In den Großunternehmen lag das Wachstum im vergangenen Jahr bei 73 Prozent. „Die technische Weiterentwicklung geht auch mit einer spürbaren Preissenkung aller benötigten Komponenten einher und ermöglicht so kleinen und finanzschwächeren Unternehmen ebenfalls die Arbeit an und mit 3D-Druckern“, vermutet Joblift.

München ist Hochburg des 3D-Drucks

Die Standorte der inserierenden Unternehmen spräche jedenfalls für eine Dezentralisierung der Branche: München, Hamburg und Berlin führen zwar auf den Plätzen eins bis drei die zehn meistausschreibenden Städte an und München bündelt dabei ganze 15 Prozent aller Stellen. Drei der zehn wichtigsten Standorte befinden sich jedoch in Städten mit unter 8.000 Einwohnern, die vier übrigen liegen zwischen 25.000 und 600.000 Einwohnern.

Die beiden Unternehmen mit den meisten 3D-Druck-Stellenausschreibungen 2017 sind die EOS GmbH und die DMG Mori AG. Besonders gefragt waren neben Konstrukteuren und

Maschinenbauern, die 2017 in 1.136 Inseraten gesucht wurden, vor allem Programmierer in 710 der Vakanzen. Außerdem richteten sich 581 der Gesuche an Experten für Sales und Business Development. 458 Stellen waren in Forschung und Entwicklung zu besetzen.

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