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Nutzenbewertung

36 Millionen Euro zur Finanzierung von Studien angedacht

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) und die Unionsfraktion befürworten einen Studienfonds zur Finanzierung von Studien im Rahmen der Erprobungsregelung für neue Verfahren mit Medizintechnologien. Das machten der GBA-Vorsitzende Dr. Rainer Hess und der CDU-Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt auf der BVMed-Konferenz „Die richtige Erprobung von Medizinprodukten“ am 23. Mai in Berlin deutlich.

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„Wir wollen das Verfahren aus dem AMNOG für Arzneimittel nicht auf den Medizinproduktebereich übertragen“, Dietrich Monstadt, CDU-Bundestagsabgeordneter
„Wir wollen das Verfahren aus dem AMNOG für Arzneimittel nicht auf den Medizinproduktebereich übertragen“, Dietrich Monstadt, CDU-Bundestagsabgeordneter
(Bild: BVMed)

Monstadt sprach von angedachten Mitteln in Höhe von 36 Millionen Euro - dies entspricht 0,02 Prozent der Gesundheitsausgaben. Damit soll vor allem kleineren Unternehmen die Möglichkeit gegeben werden, sich an Erprobungsregelungen zu beteiligen. Die entsprechende gesetzliche Regelung könnte eventuell bereits mit der AMG-Novelle erfolgen.

Unterstützung für kleine Unternehmen

Hess informierte, dass die Verfahrensordnung zur neuen Erprobungsregelung vermutlich in der Juli-Sitzung beschlossen werde. BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt plädierte für eine sachgerechte Nutzenbewertung, die ein differenziertes Vorgehen bei Medizinprodukten nach Risikoklasse und Modifikationsgrad vorsieht. Monstadt stellte dazu klar, dass die AMNOG-Methoden für Arzneimittel nicht auf Medizinprodukte übertragbar seien. Dafür wären die beiden Bereiche zu unterschiedlich.

Firmen fordern Handlungssicherheit

Für den Gesundheitsökonomen Prof. Dr. Graf von der Schulenburg hat damit eine „neue Ära“ für die MedTech-Industrie begonnen. Das Thema werde die Unternehmen intensiv beschäftigen und auch Geld kosten. Dr. Diedrich Bühler vom GKV-Spitzenverband schränkte den Anwendungsbereich der Erprobungsregelung ein. Es gehe nur um MedTech-Innovationen, die eine neue Strategie mit einem neuen Behandlungsziel darstellen, nicht generell um neue Medizintechnologien. Umstritten blieb in der GKV-Konferenz der geeignete Zeitpunkt für eine MedTech-Nutzenbewertung.

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