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Fresenius Medical Care 20-Jahr-Feier – Event in der Frankfurter Börse

Redakteur: Kathrin Schäfer

Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von Fresenius Medical Care und dem 20-jährigen Börsenjubiläum läutet der Vorstandvorsitzende Rice Powell am 12. Oktober im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse den Börsenhandel.

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Die Konzernzentrale in Bad Homburg. Heute beschäftigt Fresenius Medical Care mehr als 100.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, betreibt rund 3.500 Dialysezentren in mehr als 45 Ländern und betreut über 300.000 Patienten.
Die Konzernzentrale in Bad Homburg. Heute beschäftigt Fresenius Medical Care mehr als 100.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, betreibt rund 3.500 Dialysezentren in mehr als 45 Ländern und betreut über 300.000 Patienten.
(Bild: Fresenius)

Fresenius Medical Care, Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, feiert 20-jähriges Bestehen. 1996 aus dem Zusammenschluss der damaligen Dialysesparte von Fresenius und dem US-amerikanischen Dialysedienstleister National Medical Care entstanden, beschäftigt das Unternehmen heute mehr als 100.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, betreibt rund 3.500 Dialysezentren in mehr als 45 Ländern und betreut über 300.000 Patienten. Alle 0,7 Sekunden führt Fresenius Medical Care irgendwo auf der Welt eine Dialysebehandlung durch.

Die Anfänge reichen bis in die 1960er-Jahre zurück

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl der in den Dialysezentren des Unternehmens behandelten Patienten mehr als verfünffacht, die Menge produzierter Dialysefilter (Dialysatoren) verzehnfacht, der Umsatz fast verzwölffacht und der Gewinn mehr als verelffacht.

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Die Ursprünge dieser Unternehmensgeschichte reichen bis in die 1960er-Jahre zurück. Damals übernimmt Fresenius den Vertrieb von Dialysegeräten und Dialysatoren verschiedener ausländischer Firmen und gewinnt bedeutende Marktanteile. 1979 stellt das Unternehmen das erste eigene Dialysegerät A2008 vor, das in den folgenden Jahren zum meistverkauften Dialysegerät wird – eine Spitzenposition, die Fresenius Medical Care mit den Nachfolgemodellen weiter ausbaut. Heute stammt mehr als jedes zweite weltweit verkaufte Dialysegerät von Fresenius Medical Care. Anfang der 1980er-Jahre entwickelt das Unternehmen die ersten Dialysefilter aus Polysulfon. Sie reinigen das Blut des Patienten besonders effektiv.

1996 ist die Geburtsstunde von Fresenius Medical Care

Der Erfolg im Produktbereich ebnet schließlich den Weg für den Einstieg ins Geschäft mit Dialysedienstleistungen. 1996 übernimmt Fresenius den US-amerikanischen Dialysedienstleister National Medical Care und verschmilzt ihn mit der eigenen Dialysesparte – die Geburtsstunde von Fresenius Medical Care. Im selben Jahr geht das neu gegründete Unternehmen in Frankfurt und New York an die Börse. 1999 werden die Aktien von Fresenius Medical Care in den DAX aufgenommen.

Vom Zeitpunkt der Gründung an ist Fresenius Medical Care der laut eigenen Angaben weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Diese Position baut das Unternehmen mit immer neuen Meilensteinen kontinuierlich aus: 1999 verlässt das 100.000. Dialysegerät das Werk im unterfränkischen Schweinfurt. Im Jahr 2003 behandelt Fresenius Medical Care erstmals mehr als 100.000 Patienten weltweit und produziert mehr als 50 Millionen Dialysatoren jährlich. 2007 fertigt das Unternehmen den 500-millionsten Dialysator, 2013 schon den 1-milliardsten. Im Jahr davor verlässt das 500.000. Dialysegerät das Werk in Schweinfurt. Fresenius Medical Care verbessert die Dialysetechnik immer weiter und führt neue, innovative Behandlungskonzepte ein. Im Frühjahr 2016 führt das Unternehmen die neueste Generation von Hämodialysegeräten ein: Das 6008 Caresystem optimiert die Dialysebehandlung und macht sie noch ökonomischer.

Mit M&As wächst das Unternehmen weltweit

Zum starken Wachstum von Fresenius Medical Care tragen immer wieder auch große strategische Akquisitionen bei: 2006 übernimmt das Unternehmen die Renal Care Group, den drittgrößten Betreiber von Dialysezentren in den USA. 2011 folgt mit Liberty Dialysis die Übernahme eines weiteren großen Betreibers von Dialysezentren in den USA. Mit der Akquisition von Euromedic im selben Jahr baut Fresenius Medical Care die Präsenz in Mittel- und Osteuropa deutlich aus.

Auch für die Zukunft rechnet das Unternehmen mit weiterem starken Wachstum: Bis zum Jahr 2020 will Fresenius Medical Care den Umsatz von heute 16,7 Mrd. US-Dollar auf dann 28 Mrd. US-Dollar steigern. Neben weiterhin starkem Wachstum im Kerngeschäft mit Dialyseprodukten und der Behandlung von Dialysepatienten sollen auch medizinische Dienstleistungen rund um die Dialyse zu diesem Ziel beitragen. Diese umfassen zum Beispiel die Pflege der Gefäßzugänge sowie stationäre und intensivmedizinische Behandlungen durch spezialisierte Ärzte.

Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von Fresenius Medical Care und dem damit verbundenen 20-jährigen Börsenjubiläum wird Rice Powell am 12. Oktober im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse um 9 Uhr den Börsenhandel einläuten. Im Anschluss wird er eine Spende in Höhe von 20.000 Euro an den „Bundesverband Niere“ überreichen. Der Verein setzt sich für die Verbesserung der Lebensqualität chronisch Nierenkranker ein.

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