04. Februar 2012

„metal meets MEDICAL“ - „DeviceMed“ richtet erfolgreiches Fachforum auf der „METAV 2010“ aus

Der erfolgreiche Verlauf der „METAV 2010“ hat auch dem Forum des Fachmagazins „DeviceMed“ in Halle 9 regen Zuspruch beschert. Eingebettet in die Sonderschau „metal meets Medical“ wurde an allen Messetagen ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm bereitgehalten, das von rund 1.000 Besuchern interessiert verfolgt wurde. Der thematische Bogen startete beim stark expandierenden Markt für Medizintechnik, ging über anwendungsorientierte Forschung und die Prozesskette in der Praxis und wurde bis zur Umsetzung der Regularien bei der Herstellung medizintechnischer Produkte gespannt.

Wieder mal sind alle Stühle des »DeviceMed«-Forums besetzt Jan Hroch von den Index-Werken findet mit der Vorstellung des neuen Dreh-Fräszentrums »R200« reichlich interessierte Zuhörer »DeviceMed« Chefredakteur Peter Reinhardt (rechts) im Gespräch mit sieben Experten. Ihr gemeinsames Thema: Aus der Forschung in die Praxis »In den USA werden heute schon über 1,1 Millionen künstliche Hüft- und Kniegelenke implantiert«, Dr. Ulrich Sutor, DMG »Der Markt für Orthopädietechnik ist ein starker Wachstumsmarkt«, Karsten Schwarz und Sabine Fietz, Siemens Motion Control Systems »In der Medizintechnik muss gleich die erste Lösung die richtige sein«, Andreas Schäfer, Siemens PLM Software Noch während des laufenden Vortrags wird geprüft, welche Themen das »DeviceMed«-Forum als nächstes zu bieten hat Interessierte Zuhörer auf dem »DeviceMed«-Forum Das umfangreiche Programm des »DeviceMed«-Forums wird eingehend studiert Am Stand D9 in Halle 9 hat »DeviceMed« ein Fachforum unter dem Motto »metal meets MEDICAL« ausgerichtet Wieder einmal mussten interessierte Besucher das Vortragsprogramm im Stehen verfolgen Hat spannende Einblicke in die Entwicklung von Hüft- und Knieimplantaten gewährt, Harald Stallforth, Aeskulap »Für die Fertigung von Implantaten gelten die Anforderungen der höchsten Medizinprodukteklasse 3«, Marcus Wenzel, ZVEI Ist mit ihrem Vortrag über Regularien individuell auf die Bedürfnisse der Besucher eingegangen, Dr. Andrea Sieber, SLG Akademie »Die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft bieten nicht nur technologische Expertise, sondern helfen auch beim Erschließen von Fördergeldern«, Dr. Urs Schneider, Fraunhofer Antje Irion hat das »DeviceMed«-Forum nicht nur organisiert, sondern auch moderiert. Hier dankt sie Dr. Urs Schneider vom Fraunhofer IPA für seinen mitreißenden Vortrag So geht es auch. Kurze Pause auf dem ausgestellten Computertomograph Kathrin Schäfer ist aus der Rolle der schreibenden Redakteurin in die der Moderatorin geschlüpft Bei Standleiter Karsten Schwarz (links) von Siemens Motion Control Systems sind alle Fäden der Sonderschau »metal meets Medical« zusammengelaufen Stoßen auf ein erfolgreiches Fachforum an: Herausgeber Douglas Sellers (vorne links) und Chefredakteur Peter Reinhardt (vorne rechts) vom »DeviceMed«-Team Expertinnen unter sich: »DeviceMed«-Redakteurin Kathrin Schäfer (2. von links) im Gespräch mit vier Fachfrauen

Beeindruckende Einblicke in den Markt für Medizintechnik haben Karsten Schwarz und Sabine Fietz von Siemens Motion Control Systems gegeben: „Alleine für Deutschland beträgt die Umsatzprognose mehr als 20 Mrd. Euro pro Jahr – und das mit weiter stark steigendem Bedarf an Zerspanungsprozessen zur Herstellung von Implantaten aller Arten.“ Damit ist klar: Die Medizintechnik ist für die Metallbearbeiter kein Lückenbüßer in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, sondern wichtiger Expansionsmarkt. „Hierfür werden seitens der Ausrüster leistungsfähige Werkzeugmaschinen bereit gestellt, die Herstellern von Medizintechnik helfen, endgültig den Wandel von der Manufaktur zur industriellen Fertigung zu vollziehen“, kommentierte Dr. Ulrich Sutor, Key Account Manager Medical bei DMG, die aktuelle Situation.
Allerdings ist ein hoher Forschungsaufwand im Spannungsfeld zwischen Prozesssicherheit und kurzer time-to-market kennzeichnend für die Entwicklung medizintechnischer Produkte. „Im Fokus stehen dabei immer wieder die Werkstoffe und deren Bearbeitungsmöglichkeiten“, wie von verschiedenen Seiten zu hören war. Interessant in diesem Zusammenhang: „Die industrienah agierenden Fraunhofer-Gesellschaften helfen durchaus, auch Fördergelder aus nationalen und internationalen Quellen zu erschließen“, so Dr. med. Urs Schneider vom Fraunhofer IPA in Stuttgart.

Verständlicherweise hatten die Besucher besonderes Interesse daran, was erfahrene Anwender aus der Medizintechnik zu berichten wussten. So überrascht es nicht, dass z.B. beim Vortrag von Dr. Harald Stallforth von Aeskulap restlos alle Stühle besetzt waren. Sein Appell in Sachen Prozesssicherheit: „Bearbeitungstechnologie und -qualität ist bei der Fertigung von Implantaten ganz besondere Bedeutung zu schenken.“ Die Vermeidung von Fehlern hatte auch Andreas Schäfer von Siemens PLM Software in den Mittelpunkt seines Vortrags gestellt: „Moderne PLM-Systeme helfen Metallbearbeitern, bei Neuentwicklungen Störfaktoren auszuklammern und deutliche Umsatzsteigerungen durch Innovation zu erschließen.“ Schließlich müsse in der Medizintechnik gleich die erste Lösung auch die richtige sein.
Doch bei aller Euphorie gab es für die Besucher auch mahnende Worte zu hören. „Die Umsetzung der Regularien darf nicht unterschätzt werden, gelten doch für die Fertigung von Implantaten die Anforderungen der höchsten Medizinprodukteklasse 3“, hat Markus Wenzel vom Fachverband Elektromedizinische Technik im ZVEI auf die speziellen Rahmenbedingungen aufmerksam gemacht. „Nichtsdestotrotz sollten sich Metallbearbeiter aber auch nicht abschrecken lassen, sondern entschlossen nach vorne schauen und den Einstieg in die Medizintechnik Schritt für Schritt vorantreiben“, motivierte Dr. Andrea Sieber, die als Geschäftsführerin der SLG Akademie Unternehmen in Sachen Regularien berät.

Wie Werkzeugmaschinenhersteller und Peripherieausrüster Metallbearbeiter dabei unterstützen, ist auf dem Forum letztlich ebenso zu hören gewesen wie Berichte über den Know-how-Transfer aus anderen Branchen in die Medizintechnik. Damit wurden genau die Bedürfnisse der vielen Besucher getroffen, die ausgehend von ihren angestammten Branchen mit dem Einstieg in die Medizintechnik liebäugeln.

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