13.09.12 | Redakteur: Jürgen Schreier

Den Markt der Orthopädietechnik beleuchtet vom 12. bis 13. September in Zürich die „Orthotec Europe“. Auf der Fachmesse mit begleitendem Kongress werden nicht nur Systeme für Entwicklung, Konstruktion und Produktion orthopädischer Produkte vorgestellt, sondern auch Neuentwicklungen, die sich vom Stand der Technik abheben
Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung steht der sogenannte „Innovation Investment Hub“, ein Podium für Erfinder, internationale OEM-Unternehmen und Investoren. Der Kongress thematisiert außerdem die Erschließung neuer Märkte.
Der Markt für Orthopädietechnik ist nach wie vor attraktiv und wird es bleiben, weil die Nachfrage nach medizintechnischen Leistungen stetig ansteigt – nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung. High-Tech-Lösungen zum Wohle des Patienten, in die Erkenntnisse aus Gebieten wie Werkstoffwissenschaft, Elektronik, Mechatronik oder Maschinenbau einfließen, sorgen für Dynamik.
Angesichts dieser positiven Marktaussichten treten jedoch Anforderungen und Risiken, die mit der Marktteilnahme verbunden sind, ungerechtfertigterweise in den Hintergrund. Dazu gehören vor allem der aufwändige Zulassungsweg für Medizinprodukte und -geräte sowie ein hoher Investitionsaufwand für Forschung und Entwicklung. Darüber hinaus erfordern zahlreiche medizintechnische Komponenten und die fortschreitende Vernetzung von Medizingeräten eine enge Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Akteuren. Die diesjährige „Orthotec“ nimmt sich dieser Themen an.
Der „Orthotec Innovation Investment Hub“ stellt Neuentwicklungen in den Mittelpunkt, die sich deutlich vom derzeitigen Stand der Technik abheben. Das kann sich äußern in Vorteilen für den Patienten, Kostenreduzierung, Öffnung neuer Märkte oder anderen Merkmalen. „Alles in allem halten wir Ausschau nach Ansätzen mit völlig neuer Vorgehensweise“, erklärt Hub-Komitee-Mitglied Yves-Alain Ratron, Direktor Global Research bei Tornier. Ziel ist, Wissenschaftler, Mediziner, Hersteller und Investoren unter einem Dach zusammenzubringen. Die Voraussetzungen am Standort Zürich seien dafür mehr als günstig, meint Yves-Alain Ratron, konzentrieren sich in der Schweiz und angrenzenden Ländern doch wichtige Orthopädieindustrien.

»1 »2 nächste Seite
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 35074860) | Fotos: Tornier
Diesen Artikel kommentieren