03.07.12 | Redakteur: Kathrin Schäfer
Wie müssen Medizinprodukte heute gestaltet sein? Welche Leistungen verlangen Hersteller ihren Zulieferern ab? Und wie kann man sich durch Kooperationen mit der Pharmaindustrie vom Wettbewerb abgrenzen? Der Kooperationskongress Medizintechnik in Erlangen hat diese Fragen beantwortet.
Ärzte, Forschungsinstitute, Hersteller, Zulieferer - auf einem Medizintechnikkongress sind idealerweise all diese vier Gruppen vertreten. Als gelungen darf eine Veranstaltung jedoch nur dann gelten, wenn sie auch miteinander ins Gespräch kommen.
Auf der zweiten Veranstaltung der noch jungen Managementplattform NeZuMed ist dies der Fall gewesen. Sie hat nicht nur Zulieferern und Forschungseinrichtungen eine Plattform für Redebeiträge geboten: Zu Wort gekommen sind auch praktizierende Ärzte als Anwender von Medizinprodukten und Hersteller wie Ziehm Imaging, Stryker oder Fresenius Medical Care.
Fresenius Medical Care produziert am deutschen Standort in Schweinfurt Dialysegeräte für den weltweiten Markt. Derzeit sind es rund 45.000 Geräte jährlich, Tendenz steigend. Was den Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Patienten mit Nierenversagen umtreibt, hat direkte Auswirkungen auf seine Zulieferer: „Trotz großer Fertigungstiefe kaufen wir zirka 70 Prozent zu“, erklärt Peter Feiler vom Industrial Engineering bei Fresenius Medical Care dem Auditorium.
Was also wird den Produkten des Dialysespezialisten abverlangt? Vor allem Handhabung und
Bedienbarkeit sind für die Benutzer dieser heute sehr komplexen Geräte von Interesse. „Sowohl der Patient als auch die Krankenschwester sollen das Gerät verstehen“, so Feiler. Gleichzeitig muss die Geräteleistung den Serviceeinsatz gering halten, Bedienpersonal soll möglichst effizient eingesetzt werden können. Ziel ist, die Behandlung von Dialysepatienten effektiver und weniger belastbar zu gestalten, um deren Lebensqualität zu steigern.
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